Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Assoziation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Assoziation · Nominativ Plural: Assoziationen
Aussprache 
Worttrennung As-so-zi-ati-on · As-so-zia-ti-on
Wortzerlegung assoziieren -ation
Wortbildung  mit ›Assoziation‹ als Erstglied: Assoziationsabkommen  ·  mit ›Assoziation‹ als Letztglied: Gedankenassoziation · Ideenassoziation · Klangassoziation
Herkunft aus gleichbedeutend associationfrz

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Psychologie] unwillkürliche Verknüpfung von Vorstellungen
  2. 2. [veraltet] Vereinigung, Zusammenschluss
eWDG

Bedeutungen

1.
Psychologie unwillkürliche Verknüpfung von Vorstellungen
Beispiele:
durch eine Assoziation an etw. erinnert werden
Assoziationen zwischen verschiedenen Sinnesgebieten
eine Assoziation bilden, herbeiführen
2.
veraltet Vereinigung, Zusammenschluss
Beispiel:
die englischen und französischen Arbeiter [haben] Assoziationen gebildet [ Marx-EngelsHeilige Familie159]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

assoziieren · Assoziation · Assoziierung
assoziieren Vb. reflexiv ‘sich zusammenschließen, verbinden’, entlehnt (Mitte 16. Jh.) aus gleichbed. mfrz. frz. s’associer, dem lat. associāre ‘vereinigen, verbinden’, eigentlich ‘beigesellen’, zugrunde liegt; vgl. lat. sociāre ‘vergesellschaften, vereinigen’ (zu lat. socius ‘gemeinsam; Gefährte, Teilnehmer’, s. Sozius) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Nach der Verwendung des Substantivs Assoziation (s. unten) und dem Vorbild von engl. to associate bildet die Psychologie des 20. Jhs. dazu transitiven Gebrauch ‘Vorstellungen mit etw. verknüpfen, zu einem Bewußtseinsinhalt einen anderen spontan reproduzieren’. – Assoziation f. ‘Verbindung, Zusammenschluß’ (Anfang 17. Jh.), nach gleichbed. frz. association. In den politischen Auseinandersetzungen der 1. Hälfte des 19. Jhs. schließen sich in England und Frankreich die Arbeiter in associations zusammen; danach im Sinne von ‘Vereinigung’ dt. Associationen der Arbeiter (W. Schulz 1843). Engl. association ‘Verbindung von Vorstellungen’ (engl. ideas, Locke 1690) wird zum Terminus der sogenannten Assoziationspsychologie und gelangt als ‘Verbindung von Bewußtseinsinhalten’ im 19. Jh. ins Dt. Assoziierung f. ‘vertraglicher Zusammenschluß’ (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Assoziation‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Assoziation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Assoziation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit seiner Hilfe ist es möglich, Programme für das Erlernen von Assoziationen, von Zuordnungen, automatisch herzustellen. [Kursbuch, 1971, Bd. 24]
Wohl bekannt ist das aus den Humeschen Untersuchungen über den mangelnden Erkenntniswert der Assoziationen. [Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 174]
Freilich ließen sich solche vagen Assoziationen für einen Prozeß nicht verwerten. [Heuß, Alfred: Hellas. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 3977]
Auch für das Bild vom moralisch autonom gesteuerten Politiker findet jeder seine Assoziationen. [Die Zeit, 18.02.1999, Nr. 8]
Das konnte »Assoziation« nie, und dafür war sie auch nicht vorgesehen. [konkret, 1995]
Zitationshilfe
„Assoziation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Assoziation>.

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