Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Atavismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Atavismus · Nominativ Plural: Atavismen
Aussprache 
Worttrennung Ata-vis-mus
Wortbildung  mit ›Atavismus‹ als Grundform: atavistisch
Herkunft Latein
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

fachsprachlich
1.
bei Pflanzen, Tieren, Menschen   das Wiederauftreten von Merkmalen oder Verhaltensweisen, die den unmittelbar vorhergehenden Generationen fehlen
2.
entwicklungsgeschichtlich als überholt geltendes, unvermittelt wieder auftretendes körperliches oder geistig-seelisches Merkmal

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
Atavismus · Entwicklungsrückschlag · Rückfall in ein primitiveres Stadium  ●  Rückschlag  veraltet

Verwendungsbeispiele für ›Atavismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es handelt sich um einen internationalen Atavismus, der sich in vielen Jahrzehnten bewährt hat. [Die Zeit, 12.07.1963, Nr. 28]
Aber was treibt heute Autoren in Scharen in literarischen Atavismus? [Süddeutsche Zeitung, 03.01.1998]
Gegen sittliche Atavismen dieser Art war man lange Zeit ratlos. [Süddeutsche Zeitung, 08.11.1995]
Doch trotz dieser Stürme der Veränderung bleibt der institutionelle Atavismus bestehen. [Die Welt, 07.01.2005]
Theoretisch ist es leicht, dem Atavismus des Urteilens und Aburteilens zu entgehen. [Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 77]
Zitationshilfe
„Atavismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Atavismus>.

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