Atavismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Atavismus · Nominativ Plural: Atavismen
Aussprache
WorttrennungAta-vis-mus (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Atavismus‹ als Grundform: ↗atavistisch
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

fachsprachlich
1.
bei Pflanzen, Tieren, Menschen   das Wiederauftreten von Merkmalen oder Verhaltensweisen, die den unmittelbar vorhergehenden Generationen fehlen
2.
entwicklungsgeschichtlich als überholt geltendes, unvermittelt wieder auftretendes körperliches oder geistig-seelisches Merkmal

Thesaurus

Biologie
Synonymgruppe
Atavismus · Entwicklungsrückschlag · Rückfall in ein primitiveres Stadium  ●  ↗Rückschlag  veraltet

Typische Verbindungen
computergeneriert

Rückfall

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Atavismus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber was treibt heute Autoren in Scharen in literarischen Atavismus?
Süddeutsche Zeitung, 03.01.1998
Es handelt sich um einen internationalen Atavismus, der sich in vielen Jahrzehnten bewährt hat.
Die Zeit, 12.07.1963, Nr. 28
Theoretisch ist es leicht, dem Atavismus des Urteilens und Aburteilens zu entgehen.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 77
Diese Mechanismen haben heute weitgehend ihren Sinn verloren und gelten als Atavismen.
Lanc, Otto: Aktivation. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 60
Nun bin ich nicht gewohnt, in meiner Gegenwart Damen anpöbeln zu lassen, nicht wahr, das ist auch so ein Atavismus, aber immerhin.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 370
Zitationshilfe
„Atavismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Atavismus>, abgerufen am 15.12.2018.

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