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Atheismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Atheismus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Athe-is-mus
Herkunft zu átheosgriech (ἄθεος) ‘gottlos, die (öffentlich verehrten) Götter leugnend, verachtend’
eWDG

Bedeutung

Weltanschauung, die die Existenz Gottes verneint
Beispiel:
der Marxismus propagiert den Atheismus
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Atheismus · Atheist · atheistisch
Atheismus m. ‘Ablehnung jeder Art von Gottesglauben, Gottesvorstellung’ als weltanschauliche Grundhaltung. Zugrunde liegt griech. átheos (ἄθεος) ‘gottlos, die (öffentlich verehrten) Götter leugnend, verachtend’, als Possessivkompositum gebildet aus verneinendem a- (ἀ- privativum) und griech. theós (θεός) ‘Gott’, daher wörtlich ‘nicht Gott habend’. In dt. Texten erscheint Atheismus seit dem Ende des 16. Jhs. als lat. Bildung, wird bis zum Beginn des 18. Jhs. lat. flektiert, kann also erst danach als eingedeutscht gelten. Häufig begegnet während des 17. und besonders des 18. Jhs. statt Atheismus die vom Substantiv Atheist abgeleitete pejorative Bildung Atheisterey. – Atheist m. (Anfang 17. Jh.), daneben zeitweise (Ende 17. bis Mitte 18. Jh.) die dem Frz. entsprechende Form Atheiste. atheistisch Adj. (2. Hälfte 17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Atheismus · Glaubenslosigkeit · Gottesleugnung · Gottlosigkeit · Religionslosigkeit · Unglaube · Ungläubigkeit
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Atheismus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Atheismus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Atheismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darum also kann man diesen Atheismus nicht für ephemer halten. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 1966]
Vor einem kollektiven »Atheismus der Christen« stehend, fällt auf die kollektive S. größtes Gewicht. [Holtz, G.: Seelsorge. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 34961]
Nichts, schreibt er, sei dem neuen Glauben näher als dieser Atheismus. [Die Zeit, 05.02.1998, Nr. 7]
Die wahre Ursache der jüngsten Ereignisse ist jedoch die vom Atheismus hervorgerufene geistige Leere. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1991]]
So darf er sich auch nicht auf seinen Atheismus versteifen. [Hirschberger, Johannes: Geschichte der Philosophie, Bd. 2: Neuzeit und Gegenwart. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1952], S. 2054]
Zitationshilfe
„Atheismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Atheismus>.

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