Attitüde, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Attitüde · Nominativ Plural: Attitüden
Aussprache
WorttrennungAt-ti-tü-de
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Attitüde‹ als Letztglied: ↗Machoattitüde
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben Körperhaltung, Pose
Beispiele:
eine herausfordernde, heroische, graziöse, elegante Attitüde
eine Attitüde annehmen, einnehmen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Attitüde f. ‘Stellung, Haltung’. Der zunächst die Körperhaltung, dann auch allgemeiner die Art des Auftretens bezeichnende Ausdruck wird im Bereich der bildenden Kunst in der 2. Hälfte des 18. Jhs. aus dem Frz. übernommen. Das gleichbed. frz. attitude ist entlehnt aus ital. attitudine ‘natürliche Anlage, Befähigung, Stellung, Haltung’, das wohl spätlat. aptitūdo (Genitiv aptitūdinis) ‘Brauchbarkeit’ (zu lat. aptus Part.adj. ‘passend, geeignet, tauglich, brauchbar’) und vlat. *āctitūdo (Genitiv *āctitūdinis, zu lat. āctus ‘Bewegung’, s. ↗Akt; vgl. auch lat. āctitāre ‘gewöhnlich betreiben’) in sich vereinigt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Attitüde · ↗Charakteranlage · ↗Couleur · ↗Gesinnung · ↗Grundeinstellung · ↗Haltung · ↗Neigung · ↗Standpunkt · ↗Stellung · ↗Veranlagung · innere Haltung
Synonymgruppe
(das) Auftreten · ↗Gebaren  ●  Attitüde  geh., franz., bildungssprachlich · ↗Gehabe  geh., abwertend · ↗Gestus  geh., bildungssprachlich · ↗Habitus  geh., bildungssprachlich
Assoziationen
Zitationshilfe
„Attitüde“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Attitüde>, abgerufen am 25.05.2019.

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