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Attribut, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Attribut(e)s · Nominativ Plural: Attribute
Aussprache 
Worttrennung At-tri-but
Wortbildung  mit ›Attribut‹ als Erstglied: Attributsatz · attribuieren · attributiv
 ·  mit ›Attribut‹ als Letztglied: Genitivattribut · Präpositionalattribut
Herkunft aus attributummlat ‘(als charakteristisch und wesentlich) zugeschriebene Eigenschaft, Wesensmerkmal’ < attribuerelat ‘zuteilen, verleihen’

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Sprachwissenschaft] Beifügung
  2. 2. [gehoben] Kennzeichen, Wesensmerkmal
eWDG

Bedeutungen

1.
Sprachwissenschaft Beifügung
Beispiele:
das Adjektiv steht oft als Attribut beim Substantiv
ein unterscheidendes, substantivisches Attribut
2.
gehoben Kennzeichen, Wesensmerkmal
Beispiele:
die Robe ist ein Attribut des Richteramtes
Die Götter, deren Attribut die ewige Jugend ist [ WerfelVerdi10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Attribut · attributiv
Attribut n. ‘charakteristisches Merkmal, Kennzeichen, Beifügung’, entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus mlat. attributum ‘(als charakteristisch und wesentlich) zugeschriebene Eigenschaft, Wesensmerkmal’, einer Substantivierung des neutralen Part. Perf. lat. attribūtum ‘zugeteilt, beigefügt’ von lat. attribuere ‘zuteilen, verleihen’; vgl. lat. tribuere ‘(zu)teilen, erweisen, zuschreiben’ (s. Tribut) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Zunächst in lat. Flexion (Plur. Attributa), seit Mitte des 18. Jhs. vorwiegend in eingedeutschter Form (Gottsched 1741, Lessing 1766, sehr oft bei Herder seit 1769). Die Verwendung als grammatischer Terminus im Sinne von ‘Beifügung’ findet sich seit den 30er Jahren des 19. Jhs. (u. a. bei J. Grimm 1837) neben dem seit etwa 1800 bezeugten gleichbed. Attributiv n. – attributiv Adj. ‘als Attribut, beifügend’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Attribut · Besonderheit · Charakteristikum · Charakterzug · Duktus · Eigenart · Eigenheit · Eigenschaft · Eigentümlichkeit · Kennzeichen · Manier · Merkmal · Wesensmerkmal · Wesenszug  ●  Attributivum  fachspr., linguistisch · Spezifikum  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Beifügung · Beiwort  ●  Attribut  fachspr., linguistisch · Attributivum  geh. · Epitheton (Rhetorik)  fachspr., bildungssprachlich
Unterbegriffe
  • Artzusatz · zweiter Teil des Artnamens  ●  Art-Epitheton geh. · Epitheton geh., griechisch · artspezifisches Epitheton geh.

Typische Verbindungen zu ›Attribut‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Attribut‹.

Verwendungsbeispiele für ›Attribut‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dazu muß nun allerdings jenes lange Zeit verpönte Attribut weiblicher Schönheit vorhanden sein. [Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 25]
Nur hat sie mit ihrem Attribut überhaupt nichts zu tun. [Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 210]
Und nun also fällt es Frau Mode plötzlich ein, uns mit den Attributen der guten alten Zeit wieder zu erfreuen. [NS-Frauen-Warte, 1939]
Die Auswertung startet mit einem gegebenen Objekt und vergleicht dieses Objekt anhand seiner Attribute mit anderen. [C’t, 2001, Nr. 6]
Statt des Attributs kann man die Suche auch über tiefer liegende Elemente eingrenzen. [C’t, 2000, Nr. 6]
Zitationshilfe
„Attribut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Attribut>.

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