Attribut, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Attribut(e)s · Nominativ Plural: Attribute
Aussprache
WorttrennungAt-tri-but
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Attribut‹ als Erstglied: ↗Attributsatz  ·  mit ›Attribut‹ als Grundform: ↗attributiv
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Sprachwissenschaft Beifügung
Beispiele:
das Adjektiv steht oft als Attribut beim Substantiv
ein unterscheidendes, substantivisches Attribut
2.
gehoben Kennzeichen, Wesensmerkmal
Beispiele:
die Robe ist ein Attribut des Richteramtes
Die Götter, deren Attribut die ewige Jugend ist [WerfelVerdi10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Attribut · attributiv
Attribut n. ‘charakteristisches Merkmal, Kennzeichen, Beifügung’, entlehnt (Anfang 17. Jh.) aus mlat. attributum ‘(als charakteristisch und wesentlich) zugeschriebene Eigenschaft, Wesensmerkmal’, einer Substantivierung des neutralen Part. Perf. lat. attribūtum ‘zugeteilt, beigefügt’ von lat. attribuere ‘zuteilen, verleihen’; vgl. lat. tribuere ‘(zu)teilen, erweisen, zuschreiben’ (s. ↗Tribut) und ad- ‘zu, an, hin(zu), heran, herbei’. Zunächst in lat. Flexion (Plur. Attributa), seit Mitte des 18. Jhs. vorwiegend in eingedeutschter Form (Gottsched 1741, Lessing 1766, sehr oft bei Herder seit 1769). Die Verwendung als grammatischer Terminus im Sinne von ‘Beifügung’ findet sich seit den 30er Jahren des 19. Jhs. (u. a. bei J. Grimm 1837) neben dem seit etwa 1800 bezeugten gleichbed. Attributiv n. attributiv Adj. ‘als Attribut, beifügend’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Attribut · ↗Besonderheit · ↗Charakteristikum · ↗Charakterzug · ↗Duktus · ↗Eigenart · ↗Eigenheit · ↗Eigenschaft · ↗Eigentümlichkeit · ↗Kennzeichen · ↗Manier · ↗Merkmal · ↗Wesensmerkmal · ↗Wesenszug  ●  Attributivum  fachspr., linguistisch · ↗Spezifikum  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allegorie Attribut Dateinamen Evangelist Gottheit Heiliger Marktwirtschaft Männlichkeit Souveränität Staatlichkeit Substantiv Venus Weiblichkeit anhaften anheften anhängen bedachen einschränkend erweitert göttlich modisch männlich schmeichelhaft schmücken schmückend unentbehrlich verkaufsfördernd versehen weiblich äußerlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Attribut‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Was dabei heraus kam, lässt sich am besten mit dem Attribut "zäh" umschreiben.
Der Tagesspiegel, 03.03.2002
Nur hat sie mit ihrem Attribut überhaupt nichts zu tun.
Busch, Werner: Das sentimentalische Bild, München: Beck 1993, S. 210
Im allgemeinen Sprachgebrauch gilt das Attribut „elementar“ so viel wie simpel.
Die Zeit, 22.11.1963, Nr. 47
Dazu muß nun allerdings jenes lange Zeit verpönte Attribut weiblicher Schönheit vorhanden sein.
Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 25
Für mich gibt es keine typisch weiblichen oder männlichen Attribute.
Der Spiegel, 09.05.1994
Zitationshilfe
„Attribut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Attribut>, abgerufen am 22.02.2019.

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