Auflassung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Auflassung · Nominativ Plural: Auflassungen · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungAuf-las-sung (computergeneriert)
Wortzerlegungauflassen-ung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
landschaftlich, (besonders) süddeutsch, (besonders) österreichisch Schließung, Stilllegung
Beispiele:
die Auflassung eines Geschäftes, einer Schule
die Auflassung (= Sperrung) eines Weges
so hatte man sich genötigt gesehen, die vorläufige Auflassung der Werke [Silberbergwerke] zu verfügen [Th. MannKönigl. Hoheit7,295]
2.
landschaftlich, gehoben die Auflassung gebendie Eröffnung, den Auftakt geben
Beispiel:
bei der Hochzeitstafel gab der Brautvater die Auflassung
3.
Jura Übertragung von Eigentumsrechten an einem Grundstück

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun wird meistens der Verkäufer das Geld erst am Tage der Auflassung erhalten.
Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 03.03.1910
Eine Auflassung kann auch in einem gerichtlichen Vergleich erklärt werden.
o. A.: Bürgerliches Gesetzbuch. In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts, München: Beck 1997
Dieses Argument sei durch die Auflassung der Kiesgruben jedoch obsolet geworden.
Süddeutsche Zeitung, 14.11.1996
Die Kosten der Auflassung und der Eintragung hat der Käufer zu tragen.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 46
Der schlechte Stand oder die Auflassung der herrschaftlichen Meiereigespanne sei mit für den bäuerlichen Niedergang verantwortlich.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 1023
Zitationshilfe
„Auflassung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Auflassung>, abgerufen am 13.12.2018.

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