Aufschub, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Aufschub(e)s · Nominativ Plural: Aufschübe
Aussprache
WorttrennungAuf-schub (computergeneriert)
Grundformaufschieben
Wortbildung mit ›Aufschub‹ als Letztglied: ↗Belohnungsaufschub · ↗Hinrichtungsaufschub · ↗Vollstreckungsaufschub · ↗Zahlungsaufschub
eWDG, 1967

Bedeutung

Verlegung auf einen späteren Zeitpunkt
Beispiele:
etw. ohne Aufschub beantworten, besorgen
den Unfall ohne Aufschub der Polizei melden
er wurde ohne Aufschub ins Hospital gebracht
gehoben seine Geschäfte, Pflichten, Arbeiten gestatten, leiden keinen Aufschub
sein Anliegen ist so wichtig, dass es keinen Aufschub duldet
ein Aufschub ist nicht mehr möglich
jmdm. zwei Wochen Aufschub geben, bewilligen
gehoben jmdm. zwei Wochen Aufschub gewähren
er erwirkte beim Staatsanwalt, bei seinem Gläubiger (einen) Aufschub
ein Aufschub des Strafvollzugs, der Hinrichtung
Meine Mission verträgt keinen Aufschub [HalbeInsel d. SeligenIV]

Thesaurus

Synonymgruppe
Aufschub · ↗Aussetzung · ↗Fristverlängerung · ↗Verschiebung · ↗Vertagung · ↗Verzögerung
Assoziationen
Synonymgruppe
Aufschub · ↗Moratorium · ↗Stundung · ↗Zahlungsfrist · ↗Zahlungsziel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abschiebung Besoldungserhöhung Exekution Hinrichtung Kindergelderhöhung Rückzahlung Schuldentilgung Sparauflage Sparvorgabe US-Militäraktion Vollstreckung Zahlungsverpflichtung Zinszahlung bitten dreimonatig dulden einjährig erbitten erwirken gewähren mehrmalig neuerlich nochmalig sechsmonatig verfügt vertragen währen zeitlich zweijährig zweiwöchig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Aufschub‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dass es dazu kommen kann, dafür ist noch etwas Aufschub nötig.
Der Tagesspiegel, 25.11.1999
Doch für die Videos ist keine Zeit, das Ritual duldet keinen Aufschub.
Süddeutsche Zeitung, 16.10.1997
Ja, das sei unabänderlich, nun könne es keinen Aufschub mehr geben.
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 624
Gut, ich beziehe mich heute auf diesen Augenblick, ich komme auf ihn zurück, ich erkläre den damals beschlossenen Aufschub für abgelaufen.
Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 705
Freilich war die Jagd mehr als die Geschäfte an diesem Aufschub Schuld gewesen.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15206
Zitationshilfe
„Aufschub“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Aufschub>, abgerufen am 22.05.2019.

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