Auftriebskraft, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Auftriebskraft · Nominativ Plural: Auftriebskräfte
Aussprache  [ˈaʊ̯ftʀiːpsˌkʀaft]
Worttrennung Auf-triebs-kraft
Wortzerlegung AuftriebKraft
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Physik, Thermodynamik physikalische Kraft, die den Auftrieb (1) von Körpern bewirkt
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine starke Auftriebskraft
Beispiele:
[…] je tiefer man sich hineinwagt in das Gewässer, desto wichtiger wird es, jenen Punkt zu erspüren, an dem die Fließgeschwindigkeit des Flusses zu den Auftriebskräften des eigenen Körpers in ein ungünstiges Verhältnis tritt, und man droht, von den Wassermassen stromabwärts gezogen zu werden. [Welt am Sonntag, 16.04.2017, Nr. 16]
Es ist kurz nach fünf Uhr morgens, eine für Heissluftballonflüge ideale Tageszeit: Die Auftriebskraft des ältesten Luftfahrzeuges der Menschheit entsteht nämlich dank dem Dichteunterschied der kälteren äusseren und der wärmeren Luft im Ballon. [Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2013]
»Heureka« soll Archimedes der Legende nach nackt durch die Stadt laufend gerufen haben, nachdem er in der Badewanne das nach ihm benannte Prinzip zur Auftriebskraft entdeckt hatte. [Welt am Sonntag, 19.10.2008, Nr. 42]
Daß tonnenschwere Flugzeuge aus Metall durch die Luft gleiten können, liegt an der besonderen Form ihrer Tragflächen, die in strömender Luft eine Auftriebskraft erzeugen […]. [Berliner Zeitung, 04.01.1997]
Es erfordert zunächst etwas Kraft und Übung, das auf dem Wasser schwimmende Segel [beim Windsurfen] hochzuziehen. […] Bei stärkerem Wind ziehen die Aktiven den Mast und damit das gesamte Segel gegen den Wind und erhalten somit noch eine nach oben wirkende Auftriebskraft, die den Gleitprozeß begünstigt. [Berliner Zeitung, 18.07.1981]
übertragen Faktoren wie staatliche Fördermaßnahmen, eine starke Binnennachfrage oder eine bestimmte Geldpolitik, die einen konjunkturellen Aufschwung bewirken
Grammatik: nur im Plural
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: wirtschaftliche, konjunkturelle Auftriebskräfte
als Aktiv-/Passivsubjekt: die Auftriebskräfte gewinnen [die Oberhand] (= wirtschaftliche Maßnahmen greifen)
Beispiele:
»Die deutsche Wirtschaft hat sich im vierten Quartal 2018 stabilisiert«, resümierte das Wirtschaftsministerium und verwies unter anderem auf »solide binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte«, eine »rege Konsumnachfrage der privaten Haushalte« und einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit. [Die Welt, 15.02.2019]
Niedrigere Steuersätze, dazu eine ansehnliche Nettoentlastung der Bürger zur Stärkung der Kaufkraft – das sind wesentliche Zutaten, die den wirtschaftlichen Auftriebskräften zum Durchbruch verhelfen können. [Süddeutsche Zeitung, 12.03.1998]
Die Einnahmen der öffentlichen Haushalte dürften 1997 schlechter ausfallen als ursprünglich geplant, weiß die Bundesbank und verweist auf den »deutlichen Kontrast« von konjunkturellen Auftriebskräften und Steuererträgen. [Berliner Zeitung, 18.09.1997]
Nach dem »Winterloch« hätten mit Beginn des Frühjahrs die Auftriebskräfte wieder die Oberhand gewonnen, schreibt die Bundesbank in ihrem Juni‑Bericht über die Wirtschaftslage in der Bundesrepublik im Frühjahr 1987. [die tageszeitung, 23.06.1987]

letzte Änderung:

Thesaurus

Physik
Synonymgruppe
Auftrieb · Auftriebskraft
Assoziationen
  • Auftriebsbeiwert · Auftriebskoeffizient

Typische Verbindungen zu ›Auftriebskraft‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Auftriebskraft‹.

Zitationshilfe
„Auftriebskraft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Auftriebskraft>, abgerufen am 16.05.2021.

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