Ausbruch, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausbruch(e)s · Nominativ Plural: Ausbrüche
Aussprache
WorttrennungAus-bruch
Grundformausbrechen1
Wortbildung mit ›Ausbruch‹ als Erstglied: ↗Ausbruchsherd · ↗Ausbruchsversuch · ↗Ausbruchversuch
 ·  mit ›Ausbruch‹ als Letztglied: ↗Affektausbruch · ↗Begeisterungsausbruch · ↗Feuerausbruch · ↗Freudenausbruch · ↗Gefängnisausbruch · ↗Gefühlsausbruch · ↗Gewaltausbruch · ↗Heiterkeitsausbruch · ↗Kriegsausbruch · ↗Massenausbruch · ↗Pestausbruch · ↗Schweißausbruch · ↗Seuchenausbruch · ↗Temperamentsausbruch · ↗Tokaierausbruch · ↗Tränenausbruch · ↗Verzweiflungsausbruch · ↗Vulkanausbruch · ↗Wahnsinnsausbruch · ↗Wutausbruch · ↗Zornausbruch · ↗Zornesausbruch
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gewaltsame Flucht
Beispiele:
den Ausbruch des Häftlings, Gefangenen bemerken, melden, verhindern
der Ausbruch des Feindes misslang
früher oder später denken hier [im Sanatorium] alle an Ausbruch [FrischStiller154]
[mir blieb] nur übrig ... auf das Wild zu halten, dem der Ausbruch geglückt war [SchomburgkAfrika74]
2.
plötzlicher Beginn
a)
von Erscheinungen in Natur und Gesellschaft
Beispiele:
vor, bei, nach Ausbruch des Krieges
der offene Ausbruch einer Krise
den Ausbruch einer Schlägerei, eines Tumultes befürchten
dem Ausbruch einer Epidemie, Seuche vorbeugen
den Ausbruch eines Brandes verhindern
der drohende Ausbruch (= die einsetzende Tätigkeit) eines Vulkans
etw. kommt zum Ausbruchetw. bricht aus
Beispiele:
ein Konflikt kommt zum Ausbruch
die alten Feindseligkeiten kamen wieder zum Ausbruch
eine Krankheit kommt plötzlich zum Ausbruch
das aufziehende Gewitter kam nicht zum Ausbruch
b)
von Gefühlsäußerungen
Beispiele:
ein jäher, heftiger, leidenschaftlicher, elementarer Ausbruch der Begeisterung, Freude, Wut
sich durch einen Ausbruch seines Zornes, Ärgers erleichtern
salopp sich durch einen Ausbruch Luft machen
etw. kommt zum Ausbruchetw. bricht aus
Beispiel:
ein alter, langgehegter Groll gegen jmdn. kommt zum Ausbruch
plötzlicher Affekt, plötzliche Unbeherrschtheit
Beispiele:
sich in derben, hemmungslosen, zornigen Ausbrüchen ergehen
Kroysing ... ärgerte sich über seinen Ausbruch [A. ZweigErziehung158]
es kam immer wieder zu wilden Ausbrüchen zwischen ihnen [Feuchtw.Häßl. Herzogin196]
3.
Weinbau Edelwein aus überreifen und eingetrockneten Trauben

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausbruch · ↗Eruption · ↗Explosion

Typische Verbindungen
computergeneriert

Asienkrise Brand Bürgerkrieg Cholera Epidemie Feindseligkeit Feuer Finanzkrise Geflügelpest Gewalt Golfkrieg Intifada Irak-Krieg Klauenseuche Koreakrieg Krankheit Krieg Krise Lungenkrankheit Revolution Seuche Unruhen Vesuv Vogelgrippe Vulkan Weltkrieg emotional spektakulär spontan verhindern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausbruch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beim ersten Ausbruch haben zwei Patienten ein Gitter verbogen, das 25 Jahre lang nicht überwunden worden war.
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2002
Vor nationalistischen Ausbrüchen müssen wir uns angesichts dieser Chance keineswegs fürchten.
Der Tagesspiegel, 30.06.2002
Gleiche Ziele schwebten ihm nach Ausbruch der Revolution für Frankreich vor.
Schönebaum, H.: Pestalozzi. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 18579
Wir zitterten jetzt noch mehr als bei den Ausbrüchen der Mutter.
Alexander Granach, Da geht ein Mensch: Leck: btb Verlag 2007, S. 32
Nicht die Idee macht die Revolution, sondern die Not bringt sie zum Ausbruch.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1939. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1939], S. 173
Zitationshilfe
„Ausbruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausbruch>, abgerufen am 21.05.2019.

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