Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ausbruch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausbruch(e)s · Nominativ Plural: Ausbrüche
Aussprache 
Worttrennung Aus-bruch
Grundformausbrechen1
eWDG

Bedeutungen

1.
gewaltsame Flucht
Beispiele:
den Ausbruch des Häftlings, Gefangenen bemerken, melden, verhindern
der Ausbruch des Feindes misslang
früher oder später denken hier [im Sanatorium] alle an Ausbruch [ FrischStiller154]
[mir blieb] nur übrig … auf das Wild zu halten, dem der Ausbruch geglückt war [ SchomburgkAfrika74]
2.
plötzlicher Beginn
a)
von Erscheinungen in Natur und Gesellschaft
Beispiele:
vor, bei, nach Ausbruch des Krieges
der offene Ausbruch einer Krise
den Ausbruch einer Schlägerei, eines Tumultes befürchten
dem Ausbruch einer Epidemie, Seuche vorbeugen
den Ausbruch eines Brandes verhindern
der drohende Ausbruch (= die einsetzende Tätigkeit) eines Vulkans
etw. kommt zum Ausbruchetw. bricht aus
Beispiele:
ein Konflikt kommt zum Ausbruch
die alten Feindseligkeiten kamen wieder zum Ausbruch
eine Krankheit kommt plötzlich zum Ausbruch
das aufziehende Gewitter kam nicht zum Ausbruch
b)
von Gefühlsäußerungen
Beispiele:
ein jäher, heftiger, leidenschaftlicher, elementarer Ausbruch der Begeisterung, Freude, Wut
sich durch einen Ausbruch seines Zornes, Ärgers erleichtern
saloppsich durch einen Ausbruch Luft machen
etw. kommt zum Ausbruchetw. bricht aus
Beispiel:
ein alter, langgehegter Groll gegen jmdn. kommt zum Ausbruch
plötzlicher Affekt, plötzliche Unbeherrschtheit
Beispiele:
sich in derben, hemmungslosen, zornigen Ausbrüchen ergehen
Kroysing … ärgerte sich über seinen Ausbruch [ A. ZweigErziehung158]
es kam immer wieder zu wilden Ausbrüchen zwischen ihnen [ Feuchtw.Häßl. Herzogin196]
3.
Weinbau Edelwein aus überreifen und eingetrockneten Trauben

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausbruch · Eruption · Explosion

Typische Verbindungen zu ›Ausbruch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausbruch‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ausbruch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Ausbruch, den er verursacht hatte, war ihm keineswegs recht. [Apitz, Bruno: Nackt unter Wölfen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1958], S. 239]
So starb er also noch vor dem Ausbruch der Französischen Revolution. [Langgässer, Elisabeth: Das unauslöschliche Siegel, Hamburg: Claassen 1959 [1946], S. 985]
Mit Ausbruch der französischen Revolution wuchs schlagartig die Zahl der politischen Blätter auf über 1000 an. [Sandermann, Wilhelm: Grundlagen der Chemie und chemischen Technologie des Holzes, Leipzig: Geest & Portig 1956, S. 7]
Und so hatten solche Ausbrüche kaum je einen langdauernden Erfolg. [Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 331]
So besehen, handelt es sich nicht um einen Ausbruch neuer Moral. [Die Zeit, 10.02.2000, Nr. 7]
Zitationshilfe
„Ausbruch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausbruch>.

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