Ausdruck, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausdruck(e)s · Nominativ Plural: Ausdrücke
Aussprache  [ˈaʊ̯sdʀʊk]
Worttrennung Aus-druck
Grundform ausdrücken
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Wort, Wortgruppe
Beispiele:
den richtigen, passenden, angemessenen, treffenden Ausdruck suchen, finden
einen unpassenden, falschen, verkehrten Ausdruck gebrauchen
gehobeneinen deplatzierten Ausdruck gebrauchen
umgangssprachlicheinen schiefen Ausdruck gebrauchen
gehobensich eines geläufigen, allgemeinverständlichen, floskelhaften, stehenden (= festen) Ausdruckes bedienen
in bildhaften, gewählten, überschwänglichen, schwülstigen, farblosen, abgegriffenen Ausdrücken reden
einen höflichen, gelinden, mildernden, beschönigenden Ausdruck verwenden
umgangssprachlicheinen salonfähigen Ausdruck verwenden
jmdn. mit derben, drastischen, ordinären, vulgären Ausdrücken beschimpfen
schlechte Ausdrücke gebrauchen
einen veralteten, altmodischen Ausdruck nicht mehr verstehen
einen neuen Ausdruck verbreiten, übernehmen
um einen Ausdruck für etw. ringen, verlegen sein
wenn mir der Ausdruck gestattet ist
der Ausdruck stammt nicht von mir!
ein technischer, mathematischer, grammatischer, parlamentarischer Ausdruck
sich mit fachmännischen Ausdrücken wichtig tun
ein landschaftlicher, lokalsprachlicher Ausdruck
dieser Ausdruck ist nur in einigen Dialekten gebräuchlich
veraltet über allen Ausdrucküber alle Maßen
Beispiel:
Gefällt Euch Recha? / Über allen Ausdruck [LessingNathanIII 9]
2.
Stil, Art der Formulierung
Grammatik: nur im Singular
Beispiele:
der Lehrer beurteilt den mündlichen und schriftlichen Ausdruck des Schülers
eine große Gewandtheit, Flüssigkeit im Ausdruck besitzen
weil er im Ausdruck nach und nach eine Rundheit ... erworben hatte [Wasserm.Junker Ernst47]
3.
Widerspiegelung eines inneren Vorganges, Zustandes
Grammatik: nur im Singular
a)
Widerspiegelung eines inneren Vorganges, Zustandes in Worten, Gesten
α)
papierdeutsch
Grammatik: mit Genitiv
Beispiele:
etw. mit, unter dem Ausdruck der Verwunderung, Entrüstung, Empörung zur Kenntnis nehmen
eine Beleidigung mit dem Ausdruck des Bedauerns zurücknehmen
mit dem Ausdruck des Dankes, der Anerkennung einen Brief beschließen
mit dem Ausdruck meiner vorzüglichen Hochachtung (= Schlusswendung in Briefen)
β)
papierdeutsch
entsprechend der Bedeutung von ausdrücken (4)
Gedanken zum Ausdruck bringenGedanken ausdrücken, äußern
Beispiele:
er brachte den Gedanken gemeinsamer Arbeit zum Ausdruck
einen Wunsch, eine Meinung, Absicht zum Ausdruck bringen
in der Zusammenfassung, im Schlusswort brachte der Redner noch einmal seinen Standpunkt klar zum Ausdruck
gehoben einem Gefühl Ausdruck geben, verleihenein Gefühl ausdrücken, äußern
Beispiel:
er gab, verlieh der Hoffnung, Erwartung, Befürchtung, Überzeugung Ausdruck, dass ...
etw. kommt zum Ausdrucketw. wird ausgedrückt, wird sichtbar, zeigt sich
Beispiele:
eine Feindschaft, Krise kommt (offen) zum Ausdruck
in dem Buch, der Abhandlung kommt deutlich das überragende Wissen, große Können des Verfassers zum Ausdruck
b)
Widerspiegelung eines inneren Vorganges, Zustandes auf dem Gesicht
Beispiele:
auf jmds. Gesicht liegt ein gutmütiger, treuherziger, kindlicher, beseelter Ausdruck
auf, in sein Gesicht trat ein entschlossener, harter, starrer, verbissener, bärbeißiger, finsterer Ausdruck
ihr Gesicht nahm (bei diesen Worten) einen gerührten, flehenden, verlegenen, liebevollen Ausdruck an
mit verlorenem Ausdruck (= vor sich hinträumend) dasitzen
ein bitterer, schmerzlicher, leidender Ausdruck lag auf ihren Zügen
in jmds. Miene zeigt sich ein Ausdruck von Zufriedenheit, Güte, Hochmut, Dünkel, Trauer
seine gutmütigen blauen Augen sahen mit einem ganz schwermütigen Ausdruck vor sich hin [ViebigBerliner Novellen55]
Benno [hatte] ... einen verloren glücklichen Ausdruck in den Augen und um seinen Mund [A. ZweigRegenbogen181]
c)
Widerspiegelung eines inneren Vorganges, Zustandes in der Stimme
Beispiel:
ihre Stimme nahm einen zärtlichen Ausdruck (= Klang) an
d)
Widerspiegelung eines inneren Vorganges, Zustandes bei der Wiedergabe eines Kunstwerkes
Beispiel:
Welcher Rausch in den Farben, welche Feinheit der Zeichnung, welcher geheimnisvolle Zauber des Ausdrucks! [LuxemburgBriefe63]
mit Ausdruckausdrucksvoll
Beispiele:
ein Lied mit Ausdruck singen
der Pianist spielte mit Hingabe und Ausdruck
ein Gedicht mit Ausdruck vorlesen, vortragen
ohne Ausdruckausdruckslos
Beispiel:
er spielte, sang technisch ausgezeichnet, doch ohne (besonderen) Ausdruck
4.
typisches Kennzeichen, Symbol
Grammatik: nur im Singular, meist mit folgendem Genitiv
Beispiele:
die Hast, das Tempo ist der Ausdruck der modernen Zeit
dieses literarische Werk ist der Ausdruck spätbürgerlicher Geisteshaltung
sie war ihm auch der Ausdruck für alles Liebliche und Wunderbare [StormImmensee1,13]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drücken · Drückeberger · Druck2 · eindrücken · Eindruck · Drücker · ausdrücken · Ausdruck · ausdrücklich · bedrücken · unterdrücken · Unterdrückung · Unterdrücker
drücken Vb. ‘pressen, belasten, bedrängen’. Bis ins 17. Jh. daneben gleichbed. umlautloses obd.drucken (s. d.). Ahd. thrucken ‘pressen, bedrücken, quälen, bedrängen’ (9. Jh.), mhd. drücken, drucken ‘(be)drängen, pressen, auspressen, sich drängen’, mnd. drücken, mnl. drucken, nl. drukken, aengl. þryccan ‘zerdrücken, drängen, beleidigen, unterdrücken’, schwed. trycka ‘drücken, drucken’ sind Intensivbildungen (germ. *þrukkjan) zu einer Weiterbildung der Verbalwurzel germ. *þrūg-, die innerhalb des Germ. auch in anord. þrūga ‘drohen, unterdrücken, nötigen’ überliefert ist. Mit verwandtem lit. trū́kti ‘entzweireißen, zerspringen, bersten’ stellen sich die germ. Formen zu ie. *treuk-, *trū̌k-, einer zweifachen Erweiterung der Wurzel ie. *ter(ə)- ‘reiben, drehend reiben’, auf die auch ↗drehen und ↗drohen zurückgehen (s. d.). Drückeberger m. ‘wer sich heimlich (vor einer Arbeit) davonmacht, eine Aufgabe nicht übernimmt’ (19. Jh.), scherzhafte Bildung nach dem Typ der Herkunftsnamen auf -berger (vgl. Perleberger ‘einer aus Perleberg’, s. auch ↗Schlauberger), zu sich drücken ‘sich heimlich davonmachen’ (13. Jh.). Druck2 m. ‘das Drücken, Zwang, Belastung’, modern als technischer Terminus in Luft-, Wasser-, Überdruck u. a.; ahd. thruc ‘Druck, Einwirkung’ (um 1000), mhd. druc ‘Druck, feindliches Zusammenstoßen’. eindrücken Vb. ‘eine Spur hinterlassen, einprägen, durch Druck zerstören’, ahd. inthrucken ‘etw. mit Druck einprägen, aufdrücken’ (Hs. 12. Jh.), mhd. īndrucken; für geistige Beeinflussung und Wirkung ist heute beeindrucken üblich (seit etwa 1900). Daraus rückgebildet Eindruck m. ‘Druckspur, Einwirkung auf Fühlen und Denken’, mhd. īndruc ‘Empfindung, nachhaltige Wirkung’, bei den Mystikern gebräuchlich, danach häufig seit dem 18. Jh. (einen guten, tiefen Eindruck ‘Wirkung’ machen, hinterlassen). Drücker m. ‘mechanische Vorrichtung, Handhabe zur Ausübung von Druck’ (17. Jh.), dann ‘Bedienungsknopf zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes’; vgl. dagegen mhd. drücker ‘Unterdrücker’, so noch im 19. Jh., dann abgelöst von Unterdrücker (s. unten). ausdrücken Vb. ‘auspressen, (in Worten) darstellen’, mhd. ūʒdrücken ‘auspressen’; seit dem 15. Jh. ‘in Worte fassen, aussprechen’ (Luther: mit ausgedruckten Worten für lat. expressis verbis); im 16. Jh. wird das Part. Prät. ausgedruckt häufig für heutiges ausdrücklich (s. unten) verwendet. Das 18. Jh. verbindet ausdrücken (und Ausdruck) mit dem Sichtbarwerden von Gefühl und seelischer Reaktion und bezieht es auf künstlerische Gestaltung und Formgebung. Ausdruck m. ‘äußerliches Zeichen inneren Geschehens, Erlebens’, spätmhd. ūʒdruc, seit dem 18. Jh. ‘die Art zu sprechen’, auch ‘Redensart, Wort, (künstlerische) Gestaltung’. ausdrücklich Adj. ‘betont, deutlich, klar’ (16. Jh.). bedrücken Vb. ‘belasten’, ahd. bithrucken ‘schänden, niederdrücken, unterdrücken’ (10. Jh.), mhd. bedrücken ‘niederdrücken, überwältigen’. unterdrücken Vb. ‘niederhalten, unterjochen, gewaltsam beherrschen’, mhd. underdrücken ‘nach unten drücken, unterjochen, unterwerfen’; Unterdrückung f. ‘Unterwerfung, (gewaltsame) Beherrschung’ (15. Jh.); Unterdrücker m. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausdruck · ↗Term
Unterbegriffe
Computer
Synonymgruppe
Ausdruck · ↗Ausgabe
Synonymgruppe
...ton · Ausdruck · ↗Ausdrucksform · ↗Diktion · ↗Formulierung · Lokution · Redestil · ↗Redeweise · ↗Schreibstil · ↗Schreibweise · Sprechhaltung · Sprechstil · ↗Sprechweise · ↗Stil · ↗Ton · ↗Tonfall · ↗Tonlage · ↗Wortwahl · ↗Zungenschlag  ●  ↗Ausdrucksweise  Hauptform · ↗Schreibe  ugs., salopp
Assoziationen
Antonyme
  • Ausdruck
Synonymgruppe
Anschauung · ↗Auffassung · Ausdruck · ↗Begriff · ↗Denkweise · ↗Idee · ↗Vorstellung
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Ausdruck · ↗Formulierung · ↗Phrase · Wortkombination

Typische Verbindungen zu ›Ausdruck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausdruck‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ausdruck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Ausdruck, für den es keine deutsche Übersetzung gibt, fällt gleich mehrfach.
Die Zeit, 14.10.2013, Nr. 41
Die Texte gehören einer besonderen Sprache an, die starke dialektische Elemente enthält, daneben aber sehr gewählte Ausdrücke der Schriftsprache.
Chottin, Alexis: Nordafrikanische Musik. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1961], S. 31049
Ich werde auch nicht damit beginnen, vage Ziele der allgemeinen Politik vor Ihnen zum Ausdruck zu bringen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1955]
Solange Karl V. lebt, findet das alles keinen sichtbaren Ausdruck.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 282
Zum Ausdruck einer inneren Intuition gibt es immer nur eine einzige Form.
Voßler, Karl: Positivismus und Idealismus in der Sprachwissenschaft, Heidelberg: Winter 1904, S. 30
Zitationshilfe
„Ausdruck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausdruck#1>, abgerufen am 29.05.2020.

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Ausdruck, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausdruck(e)s · Nominativ Plural: Ausdrucke
Aussprache 
Worttrennung Aus-druck
Grundform ausdrucken
Wortbildung  mit ›Ausdruck‹ als Letztglied: ↗Computerausdruck
ZDL-Vollartikel, 2020

Bedeutung

Vorgang oder Ergebnis des Vorgangs, elektronische Daten wie Schriftdokumente oder Bilder mittels eines Druckers auf Papier zu bringen
entsprechend der Bedeutung von ausdrucken (2)
Beispiele:
Die Kombination aus Bewegung des Druckkopfs, Bewegung des Papiers, Menge der Tröpfchen und natürlich dem Zeitpunkt, zu welchem diese abgegeben werden, ergibt dann den fertigen Ausdruck. [Tintenstrahldrucker, 28.08.2019, aufgerufen am 18.10.2019]
Nehmen Sie einen Stapel Unterlagen mit nach Hause – gern Ausdrucke für Ihre Urlaubsplanung. [Bild am Sonntag, 01.10.2017, Nr. 40]
So schafften es die IT-Experten mithilfe eines ausgedruckten Fotos und einer handelsüblichen Kontaktlinse, die Technik auszutricksen[…], wie ein kurzes Video zeigt. Darin lässt der Sicherheitsforscher […] ein Foto von seinem Auge machen […]. Das druckte er aus, legte eine Kontaktlinse auf den Ausdruck – und hielt es vor die Handykamera. Die schlichte Attrappe reichte aus, um das Telefon zu entsperren. [Spiegel, 23.05.2017 (online)]
Kann man von einem Ausdruck auf den Drucker schließen? [Spiegel, 20.03.2017 (online)]
Ein Fernseher mit eingebautem Drucker ist vom japanischen Elektronik-Konzern Mitsubishi entwickelt und erprobt worden. Bis Mitte 1984 will die Firma eine testfähige Farbversion herausbringen, die farbige Bilder von einem Fernsehbildschirm oder einem Computer-Monitor abnehmen und farbgetreu auf Papier ausdrucken kann. […] Für den Drucker werden unter anderem Einsatzmöglichkeiten in Krankenhäusern zum sofortigen Ausdruck von Röntgenbildern gesehen. [Berliner Zeitung, 25.02.1984]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

drücken · Drückeberger · Druck2 · eindrücken · Eindruck · Drücker · ausdrücken · Ausdruck · ausdrücklich · bedrücken · unterdrücken · Unterdrückung · Unterdrücker
drücken Vb. ‘pressen, belasten, bedrängen’. Bis ins 17. Jh. daneben gleichbed. umlautloses obd.drucken (s. d.). Ahd. thrucken ‘pressen, bedrücken, quälen, bedrängen’ (9. Jh.), mhd. drücken, drucken ‘(be)drängen, pressen, auspressen, sich drängen’, mnd. drücken, mnl. drucken, nl. drukken, aengl. þryccan ‘zerdrücken, drängen, beleidigen, unterdrücken’, schwed. trycka ‘drücken, drucken’ sind Intensivbildungen (germ. *þrukkjan) zu einer Weiterbildung der Verbalwurzel germ. *þrūg-, die innerhalb des Germ. auch in anord. þrūga ‘drohen, unterdrücken, nötigen’ überliefert ist. Mit verwandtem lit. trū́kti ‘entzweireißen, zerspringen, bersten’ stellen sich die germ. Formen zu ie. *treuk-, *trū̌k-, einer zweifachen Erweiterung der Wurzel ie. *ter(ə)- ‘reiben, drehend reiben’, auf die auch ↗drehen und ↗drohen zurückgehen (s. d.). Drückeberger m. ‘wer sich heimlich (vor einer Arbeit) davonmacht, eine Aufgabe nicht übernimmt’ (19. Jh.), scherzhafte Bildung nach dem Typ der Herkunftsnamen auf -berger (vgl. Perleberger ‘einer aus Perleberg’, s. auch ↗Schlauberger), zu sich drücken ‘sich heimlich davonmachen’ (13. Jh.). Druck2 m. ‘das Drücken, Zwang, Belastung’, modern als technischer Terminus in Luft-, Wasser-, Überdruck u. a.; ahd. thruc ‘Druck, Einwirkung’ (um 1000), mhd. druc ‘Druck, feindliches Zusammenstoßen’. eindrücken Vb. ‘eine Spur hinterlassen, einprägen, durch Druck zerstören’, ahd. inthrucken ‘etw. mit Druck einprägen, aufdrücken’ (Hs. 12. Jh.), mhd. īndrucken; für geistige Beeinflussung und Wirkung ist heute beeindrucken üblich (seit etwa 1900). Daraus rückgebildet Eindruck m. ‘Druckspur, Einwirkung auf Fühlen und Denken’, mhd. īndruc ‘Empfindung, nachhaltige Wirkung’, bei den Mystikern gebräuchlich, danach häufig seit dem 18. Jh. (einen guten, tiefen Eindruck ‘Wirkung’ machen, hinterlassen). Drücker m. ‘mechanische Vorrichtung, Handhabe zur Ausübung von Druck’ (17. Jh.), dann ‘Bedienungsknopf zur Herstellung eines elektrischen Kontaktes’; vgl. dagegen mhd. drücker ‘Unterdrücker’, so noch im 19. Jh., dann abgelöst von Unterdrücker (s. unten). ausdrücken Vb. ‘auspressen, (in Worten) darstellen’, mhd. ūʒdrücken ‘auspressen’; seit dem 15. Jh. ‘in Worte fassen, aussprechen’ (Luther: mit ausgedruckten Worten für lat. expressis verbis); im 16. Jh. wird das Part. Prät. ausgedruckt häufig für heutiges ausdrücklich (s. unten) verwendet. Das 18. Jh. verbindet ausdrücken (und Ausdruck) mit dem Sichtbarwerden von Gefühl und seelischer Reaktion und bezieht es auf künstlerische Gestaltung und Formgebung. Ausdruck m. ‘äußerliches Zeichen inneren Geschehens, Erlebens’, spätmhd. ūʒdruc, seit dem 18. Jh. ‘die Art zu sprechen’, auch ‘Redensart, Wort, (künstlerische) Gestaltung’. ausdrücklich Adj. ‘betont, deutlich, klar’ (16. Jh.). bedrücken Vb. ‘belasten’, ahd. bithrucken ‘schänden, niederdrücken, unterdrücken’ (10. Jh.), mhd. bedrücken ‘niederdrücken, überwältigen’. unterdrücken Vb. ‘niederhalten, unterjochen, gewaltsam beherrschen’, mhd. underdrücken ‘nach unten drücken, unterjochen, unterwerfen’; Unterdrückung f. ‘Unterwerfung, (gewaltsame) Beherrschung’ (15. Jh.); Unterdrücker m. (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausdruck · ↗Term
Unterbegriffe
Computer
Synonymgruppe
Ausdruck · ↗Ausgabe
Synonymgruppe
...ton · Ausdruck · ↗Ausdrucksform · ↗Diktion · ↗Formulierung · Lokution · Redestil · ↗Redeweise · ↗Schreibstil · ↗Schreibweise · Sprechhaltung · Sprechstil · ↗Sprechweise · ↗Stil · ↗Ton · ↗Tonfall · ↗Tonlage · ↗Wortwahl · ↗Zungenschlag  ●  ↗Ausdrucksweise  Hauptform · ↗Schreibe  ugs., salopp
Assoziationen
Antonyme
  • Ausdruck
Synonymgruppe
Anschauung · ↗Auffassung · Ausdruck · ↗Begriff · ↗Denkweise · ↗Idee · ↗Vorstellung
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Ausdruck · ↗Formulierung · ↗Phrase · Wortkombination

Typische Verbindungen zu ›Ausdruck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausdruck‹.

Zitationshilfe
„Ausdruck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausdruck#2>, abgerufen am 29.05.2020.

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