Auslegung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Auslegung · Nominativ Plural: Auslegungen
Aussprache 
Worttrennung Aus-le-gung
Wortbildung  mit ›Auslegung‹ als Erstglied: Auslegungsfrage · Auslegungsmethode · Auslegungsregel
 ·  mit ›Auslegung‹ als Letztglied: Bibelauslegung · Gesetzesauslegung · Regelauslegung · Schriftauslegung · Vertragsauslegung
eWDG

Bedeutungen

1.
deutende Erklärung, Ausdeutung, Interpretation
Beispiele:
die genaue, korrekte Auslegung der Gesetze, des Rechts, der Verfassung, eines Vertrags
eine richtige, falsche, zweifelhafte, willkürliche, üble, gehässige Auslegung
das Dichterwort lässt noch eine andere Auslegung zu
2.
Technik
Grammatik: meist im Singular
entsprechend der Bedeutung von auslegen (6)
Beispiele:
die Federung entspricht der sportlichen Auslegung des Wagens
das Kraftwerk hat bei optimaler Auslegung eine Leistung von 10000 Kilowatt

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausdeutung · Auslegung · Deutung · Exegese · Interpretation · Lesart · Perspektive · Sichtweise · Version  ●  Spin  Jargon, fig. · Bedeutung  geh.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Auslegung · Exegese · Hermeneutik · Interpretation · Verständnis · Wissenschaft der Deutung
Unterbegriffe
  • bornsche Regel · bornsche Wahrscheinlichkeitsinterpretation

Typische Verbindungen zu ›Auslegung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Auslegung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Auslegung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Raum für deutende Auslegung, für übergreifende Gestaltung gab es nicht.
Süddeutsche Zeitung, 15.05.1999
In einem professionellen Konzert sollte darüber hinaus auch eine begründete Auslegung des geistigen Gehalts der Töne erwartet werden dürfen.
Der Tagesspiegel, 24.05.1997
Dieses Argument stellt eine grundsätzliche Kritik an der Auslegung semiprospektiv erhobener Daten dar.
Ringel, Erwin u. Frischenschlager, Oskar: Psychoonkologie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 28856
Die S. soll demnach nicht bloß eine Auslegung des Daseins übermitteln, sondern sie ist als S. selber eine solche Auslegung.
Bonhoeffer, Th.: Sprache. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 39734
Mir kam es auf eine »Auslegung« des Inhaltes gar nicht an.
Steiner, Rudolf: Mein Lebensgang, Eine nicht vollendete Autobiographie. In: Oliver Simons (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1925], S. 29
Zitationshilfe
„Auslegung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Auslegung>, abgerufen am 03.08.2021.

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