Ausrede, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ausrede · Nominativ Plural: Ausreden
Aussprache 
Worttrennung Aus-re-de
Grundformausreden
Wortbildung  mit ›Ausrede‹ als Letztglied: Standardausrede
eWDG

Bedeutung

Entschuldigung ohne triftigen Grund, Entschuldigung, bei der der wahre Grund nicht angegeben wird, Ausflucht
Beispiele:
eine einleuchtende, plausible, beliebte, bequeme, willkommene, gesuchte, ungeschickte Ausrede
abwertendeine dumme, faule, plumpe Ausrede
spöttischschöne Ausreden (sind das)!
er hatte allerhand, hunderterlei Ausreden
nur keine Ausreden!
sich [Dativ] eine Ausrede ausdenken, zurechtlegen
ihm fiel eine gute Ausrede ein
auf eine Ausrede verfallen
immer eine Ausrede (bei der Hand) haben
keine passende Ausrede finden können
um eine Ausrede nicht verlegen sein
nach einer glaubhaften Ausrede suchen
eine Ausrede gebrauchen, vorbringen
die Ausrede verfing nicht, taugte nichts, half ihm nicht
glaubst du ihm seine ewigen Ausreden?
mit solchen Ausreden kommt man bei ihm nicht durch

Thesaurus

Synonymgruppe
(unter dem) Deckmantel (des/der ...) · Beschönigung · Entschuldigung · Notlüge · Scheingrund · Verlegenheitslüge · Vorwand · schlechte Ausrede  ●  Ausflucht  negativ · Ausrede  negativ · Schutzbehauptung  verhüllend · faule Ausrede  negativ
Assoziationen
Synonymgruppe
Alibi · Ausrede · Deckmantel · Scheingrund · Vorwand  ●  Feigenblatt  fig.

Typische Verbindungen zu ›Ausrede‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausrede‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ausrede‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Versprechen der Männer verloren sich in immer armseligeren Ausreden. [Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 210]
Ihre hilflose Ausrede, daß sie müde sei, verdroß ihn oft genug. [Frisch, Max: Stiller, Rheda-Wiedenbrück: Bertelsmann 1997 [1954], S. 91]
Man komme nicht mit der bequemen Ausrede von der Spezialisierung. [Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 627]
Aber das darf keine Ausrede dafür sein, im eigenen Land nicht zu tun, was getan werden kann. [Archiv der Gegenwart, 2001 [2000]]
Schuld waren immer die anderen – eine bequeme Ausrede für das eigene Versagen. [Die Zeit, 13.08.1998, Nr. 34]
Zitationshilfe
„Ausrede“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausrede>.

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