Ausrede, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ausrede · Nominativ Plural: Ausreden
Aussprache
WorttrennungAus-re-de
Grundformausreden
Wortbildung mit ›Ausrede‹ als Letztglied: ↗Standardausrede
eWDG, 1967

Bedeutung

Entschuldigung ohne triftigen Grund, Entschuldigung, bei der der wahre Grund nicht angegeben wird, Ausflucht
Beispiele:
eine einleuchtende, plausible, beliebte, bequeme, willkommene, gesuchte, ungeschickte Ausrede
abwertend eine dumme, faule, plumpe Ausrede
spöttisch schöne Ausreden (sind das)!
er hatte allerhand, hunderterlei Ausreden
nur keine Ausreden!
sich [Dativ] eine Ausrede ausdenken, zurechtlegen
ihm fiel eine gute Ausrede ein
auf eine Ausrede verfallen
immer eine Ausrede (bei der Hand) haben
keine passende Ausrede finden können
um eine Ausrede nicht verlegen sein
nach einer glaubhaften Ausrede suchen
eine Ausrede gebrauchen, vorbringen
die Ausrede verfing nicht, taugte nichts, half ihm nicht
glaubst du ihm seine ewigen Ausreden?
mit solchen Ausreden kommt man bei ihm nicht durch

Thesaurus

Synonymgruppe
Beschönigung · ↗Entschuldigung · ↗Notlüge · Verlegenheitslüge · ↗Vorwand · schlechte Ausrede · unter dem Deckmantel des/der ...  ●  ↗Ausflucht  negativ · Ausrede  negativ · ↗Schutzbehauptung  verhüllend · faule Ausrede  negativ
Assoziationen
Synonymgruppe
Alibi · Ausrede · ↗Deckmantel · ↗Scheingrund · ↗Vorwand  ●  ↗Feigenblatt  fig.
Unterbegriffe
  • faule Ausrede · schlechte Ausrede
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Alibi Ausflucht Ausrede Beschwichtigung Entschuldigung Erfinden Nichtstun Untätigkeit abenteuerlich abspeisen ausdenken beliebt bequem billig blöd dumm durchsichtig einfallen fadenscheinig faul feig herhalten kurios lahm plump taugen unglaubwürdig willkommen wohlfeil zurechtlegen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausrede‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Versprechen der Männer verloren sich in immer armseligeren Ausreden.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 210
Sie können jedes Jahr irgendwelche Ausreden finden, warum man etwas nicht tun kann.
Die Welt, 28.01.2004
Das ist glaubwürdig, aber es ist auch immer die erste Ausrede für nervös gewordene Politiker.
Der Tagesspiegel, 18.03.2001
Man komme nicht mit der bequemen Ausrede von der Spezialisierung.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 627
Es ist also gewissermaßen eine Ausrede gewesen, die gemacht werden mußte.
o. A.: Zweihunderterster Tag. Montag, 12. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 27278
Zitationshilfe
„Ausrede“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausrede>, abgerufen am 19.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
ausrecken
Ausrechnung
ausrechnen
ausrechen
Ausräumung
ausreden
ausregnen
ausreiben
Ausreibtuch
ausreichen