Ausweis, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ausweises · Nominativ Plural: Ausweise
Aussprache
WorttrennungAus-weis
Wortbildung mit ›Ausweis‹ als Erstglied: ↗Ausweiskontrolle  ·  mit ›Ausweis‹ als Letztglied: ↗Backstageausweis · ↗Bankausweis · ↗Behindertenausweis · ↗Betriebsausweis · ↗Bibliotheksausweis · ↗Dauerausweis · ↗Dienstausweis · ↗Diplomatenausweis · ↗Energieausweis · ↗Fahrausweis · ↗Fahrtausweis · ↗Führerausweis · ↗Gesundheitsausweis · ↗Gewinnausweis · ↗Impfausweis · ↗Kassenausweis · ↗Krankenausweis · ↗Leistungsausweis · ↗Lichtbildausweis · ↗Messeausweis · ↗Mitgliedsausweis · ↗Organspendeausweis · ↗Personalausweis · ↗Presseausweis · ↗Schwangerenausweis · ↗Schwerbeschädigtenausweis · ↗Sonderausweis · ↗Spenderausweis · ↗Studentenausweis · ↗Vermögensausweis · ↗Versicherungsausweis · ↗Zwischenausweis
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
amtliche Beglaubigung, Legitimation
Beispiele:
die Geltungsdauer, Gültigkeit eines Ausweises
er war ohne Ausweis
ein gültiger, abgelaufener Ausweis
einen Ausweis ausstellen, ausgeben
den Ausweis (ab)verlangen, vorlegen, vorzeigen
2.
selten Beweis, Beweisstück
Beispiele:
der Betrieb forderte Angaben und genaue Ausweise über die bisherige Tätigkeit des Bewerbers
bis man den Ausweis wirklichen Verständnisses erbracht hatte [Th. MannKönigl. Hoheit7,324]
3.
Wirtschaft Nachweis, Rechenschaftslegung
Beispiele:
der monatliche Ausweis eines Geldinstituts
der Ausweis der Bundesbank über die im Umlauf befindlichen Banknoten und Münzen wurde veröffentlicht
papierdeutsch nach Ausweisaufgrund von
Grammatik: mit Genitiv
Beispiel:
nach Ausweis des Berichts, der bestehenden Tatsachen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ausweisen · Ausweisung · Ausweis
ausweisen Vb. ‘zeigen, den Nachweis erbringen, aussagen, beweisen (nach dem Wortlaut von Schriftstücken), hinaustreiben, des Landes verweisen’, mhd. ūʒwīsen; vgl. ahd. ūʒwīsen ‘herausrufen’ (Hs. 13. Jh.); reflexiv ‘sich legitimieren’ (18. Jh.). Zur Herkunft s. ↗weisen. Ausweisung f. ‘Nachweis’, mhd. ūʒwīsunge; ‘Austreibung, Landesverweis’ (19. Jh.). Ausweis m. ‘Nachweis, Beweis, deutliche Anzeige’ (um 1600), auch ‘schriftliche Auskunft über eine Person’ (17. Jh.), danach ‘amtliches Dokument mit Angaben zur Person als Legitimationsurkunde’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Unterbegriffe
  • Fahrberechtigung · ↗Fahrerlaubnis  ●  Lenkberechtigung  österr. · Lenkerberechtigung  österr.
Synonymgruppe
Ausweis · Ausweispapiere · Identifikationskarte · ↗Lichtbildausweis · Personalien  ●  Papiere  ugs.
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Banknote Bargeld Brieftasche EC-Karte Fingerabdruck Führerschein Geburtsurkunde Geldbörse Handtasche Kreditkarte Lichtbild Modernität Paß Reisepaß Stempel Vorlage Vorzeigen amtlich ausgestellt ausstellen biometrisch fälschen fälschungssicher gefälscht gestohlen gültig kontrollieren maschinenlesbar vorzeigen zücken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausweis‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber für ihn kam dieser Ausweis wohl nicht in Frage.
Stadler, Arnold: Sehnsucht, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 73
Alle erhalten einen Ausweis, den sie bei Verlangen vorzeigen müssen.
Die Welt, 09.11.1999
Der Mann blickte hoch, und Max ließ seinen Ausweis fallen.
Der Tagesspiegel, 14.10.1998
Als er die Hand wieder hervorzog, hielt sie einen Ausweis.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 361
Dort tritt schon wieder ein Herr auf mich zu und fragt nach meinem Ausweis.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 119
Zitationshilfe
„Ausweis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausweis>, abgerufen am 07.12.2019.

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