Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Ausweisung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ausweisung · Nominativ Plural: Ausweisungen
Aussprache 
Worttrennung Aus-wei-sung
Wortbildung  mit ›Ausweisung‹ als Erstglied: Ausweisungsbefehl

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Landesverweisung
  2. 2. [Bauwesen] Zweckbestimmung
eWDG

Bedeutungen

1.
Landesverweisung
Beispiele:
jmds. Ausweisung verlangen
die Ausweisung eines ausländischen Korrespondenten
während der Zeit des Nazismus erfolgten viele Ausweisungen namhafter deutscher Schriftsteller aus politischen und rassischen Gründen
2.
Bauwesen Zweckbestimmung
Beispiel:
in der Ausweisung des Baugeländes sollen nur Wohngrundstücke vorgesehen werden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ausweisen · Ausweisung · Ausweis
ausweisen Vb. ‘zeigen, den Nachweis erbringen, aussagen, beweisen (nach dem Wortlaut von Schriftstücken), hinaustreiben, des Landes verweisen’, mhd. ūʒwīsen; vgl. ahd. ūʒwīsen ‘herausrufen’ (Hs. 13. Jh.); reflexiv ‘sich legitimieren’ (18. Jh.). Zur Herkunft s. weisen. – Ausweisung f. ‘Nachweis’, mhd. ūʒwīsunge; ‘Austreibung, Landesverweis’ (19. Jh.). Ausweis m. ‘Nachweis, Beweis, deutliche Anzeige’ (um 1600), auch ‘schriftliche Auskunft über eine Person’ (17. Jh.), danach ‘amtliches Dokument mit Angaben zur Person als Legitimationsurkunde’ (Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausweisung · Landesverweis
Synonymgruppe
Ausweisung · Identifikation · Identifizierung

Typische Verbindungen zu ›Ausweisung‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ausweisung‹.

Baugebiet Bauschutzbereich Diplomat Fr-korrespondent Gewerbegebiet Jesuit Kellerwald Landschaftsschutzgebiet Liedermacher Militärberater Naturschutzgebiet Nuntius Roma-mädchen Schutzgebiet Serienstraftäter Sondergebiet Sudetendeutsche Umweltzone Us-inspektor Us-waffeninspektor Vorrangfläche Wasserschutzgebiet angedroht anordnen erfolgen fremdenpolizeilich ordnen sofortig verfügen verfügt

Verwendungsbeispiele für ›Ausweisung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ja, vielleicht habe ich über die formale »Ausweisung« zu viel geschrien. [Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 29.09.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16559]
Wenn es derselbe ist, so freut die Ausweisung mein Herz. [Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 12.04.1935. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1935], S. 16443]
Wenn sie nicht wollen, dann gibt es eins mit der Ausweisung. [konkret, 1986]
Auch die Vereinten Nationen kritisierten die Ausweisung von Roma aus Frankreich. [Die Zeit, 13.09.2010, Nr. 37]
Ihre Ausweisung ist uns natürlich bekannt, selbstverständlich werden Sie appellieren, aber ebenso selbstverständlich ohne Erfolg. [Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4379]
Zitationshilfe
„Ausweisung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ausweisung>.

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