Autor, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Autors · Nominativ Plural: Autoren
Aussprache
WorttrennungAu-tor
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Autor‹ als Erstglied: ↗Autorenabend · ↗Autoreneitelkeit · ↗Autorenexemplar · ↗Autorenfilm · ↗Autorengruppe · ↗Autorenhonorar · ↗Autorenkino · ↗Autorenkollektiv · ↗Autorenkorrektur · ↗Autorenlesung · ↗Autorenregister · ↗Autorenschutzverband · ↗Autorenverzeichnis · ↗Autorin · ↗Autorreferat
 ·  mit ›Autor‹ als Letztglied: ↗Bestsellerautor · ↗Buchautor · ↗Drehbuchautor · ↗Erfolgsautor · ↗Fachbuchautor · ↗Fantasyautor · ↗Gegenwartsautor · ↗Kinderbuchautor · ↗Koautor · ↗Krimiautor · ↗Lieblingsautor · ↗Nachwuchsautor · ↗Romanautor · ↗Science-Fiction-Autor · ↗Textautor · ↗Theaterautor
 ·  mit ›Autor‹ als Grundform: ↗Autorschaft
eWDG, 1967

Bedeutung

Verfasser eines Textes
Beispiele:
ein begabter, bekannter, beliebter, fortschrittlicher, junger, klassischer, namhafter, zeitgenössischer Autor
der Autor eines (Lehr)buches, Dramas, Romans
der Autor der Dissertation, Rezension
die Ansichten des Autors ablehnen
neue Autoren für die Mitarbeit an einer Zeitschrift gewinnen
einen Autor schätzen, angreifen
Kritik an dem Autor üben
das Theater spielt vor allem Stücke moderner deutscher Autoren (= Schriftsteller, Dichter)
Werke eines Schriftstellers, Dichters
Beispiele:
ein gefragter, viel gelesener Autor ist im Buchhandel meist schnell vergriffen
englische Autoren aufführen, herausgeben, verlegen
er liest gern russische Autoren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Autor · autorisieren · Autorschaft
Autor m. ‘Urheber, Verfasser’, entlehnt (2. Hälfte 15. Jh.) aus lat. auctor, autor ‘Förderer, Veranlasser, Urheber’, das von lat. augēre (auctum) ‘vermehren, vergrößern’ abgeleitet ist; anfangs auch in der Form Auctor, teils mit lat. Flexion (zur Form s. ↗Autorität). Die allgemeine Bedeutung ‘Urheber’ bleibt im Dt. lange lebendig und stellt sich in Neuwörtern wie Bildautor wieder ein. Autor wird zunehmend Konkurrenzwort sowohl für Verfasser wie für Schriftsteller. autorisieren Vb. ‘etw. genehmigen, bestätigen, jmdn. ermächtigen’, nach mlat. auctorizare ‘bestätigen, beglaubigen’. Mit Sachobjekt seit der Mitte des 16. Jhs. bezeugt, im Sinne von ‘ermächtigen, mit Vollmacht versehen’ seit der 1. Hälfte des 17. Jhs. verwendet. Oft als Part.adj. in Attribuierungen wie autorisierte Übersetzung, autorisierte Ausgabe ‘vom Verfasser genehmigte, gebilligte Übersetzung, Ausgabe’. Autorschaft f. ‘Urheberschaft, Verfasserschaft’ (Mitte 18. Jh.).

Thesaurus

Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
Autor · ↗Dichter · ↗Literat · ↗Schreiber · ↗Schriftsteller · ↗Verfasser  ●  Mann der Feder  männl. · ↗Konzipient  geh., veraltet, lat. · ↗Schmock  derb, veraltet, selten · ↗Skribent  geh., selten, abwertend, lat.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Medienvertreter  ●  ↗Journalist  franz. · Medienschaffender  mediensprachlich
  • Kulturarbeiter · Kulturschaffender · im kulturellen Bereich Tätiger
  • (der) Autor (sein) · (der) Verfasser (sein) · aus der Feder von · aus jemandes Feder · verfasst von
  • Blattmacher · Medienleute · ↗Medienvertreter · ↗Presse · ↗Zeitungsleute  ●  ↗Journaille  franz., abwertend · Journalisten  franz. · Lohnschreiber  abwertend · Medienmeute  abwertend · ↗Schmock(s)  abwertend, veraltet · schreibende Zunft  ugs.
  • Vielschreiber  ●  ↗Schmierfink  derb · ↗Schreiberling  ugs., abwertend · ↗Skribent  geh., veraltet · Wortedrechsler  derb
Synonymgruppe
(der) Autor (sein) · (der) Verfasser (sein) · aus der Feder von · aus jemandes Feder · verfasst von
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Autorin Buch Journalist Leser Produzent Professor Regisseur Roman Schauspieler Studie Text Verlag Verleger Werk ander beid bekannt beschreiben deutschsprachig geboren jung lebend lehren lesen meinen prominent schreiben unbekannt zeitgenössisch Übersetzer

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Autor‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Derzeit sind doch autobiografisch gefärbte Geschichten gerade von Autoren der jüngeren Generation sehr erfolgreich.
Der Spiegel, 14.08.2000
Wenn auch ungern, mußte ich dem Autor zugestehen, daß er nicht schlecht beobachtet hatte.
Sudermann, Hermann: Das Bilderbuch meiner Jugend. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 730
Eine Freundin, die sich sehr gut darauf versteht, seltene Bücher aufzutreiben, schlug mir schließlich vor, es beim Autor selbst zu versuchen.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 268
Ich las den Titel vor, den Namen des Autors und den Text.
Schlink, Bernhard: Der Vorleser, Zürich: Diogenes 1995, S. 168
Um die gleiche Zeit setzt die breitere handschriftliche Überlieferung klassischer Autoren ein.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 3630
Zitationshilfe
„Autor“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Autor>, abgerufen am 16.12.2019.

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