Autoritätsglaube, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Nebenform Autoritätsglauben · Substantiv (Maskulinum)
WorttrennungAu-to-ri-täts-glau-be ● Au-to-ri-täts-glau-ben
WortzerlegungAutoritätGlaube
eWDG, 1967

Bedeutung

kritikloser Glaube an die Unfehlbarkeit einer Autorität
Beispiele:
blinder Autoritätsglaube
gegen den herrschenden Autoritätsglauben kämpfen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die sei dann massenweise in die Kirche gedrängt und habe den alten Autoritätsglauben weg gefegt.
Süddeutsche Zeitung, 09.01.2001
Bei der Hausautorität sind uralte naturgewachsene Situationen die Quelle des auf Pietät ruhenden Autoritätsglaubens.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 1040
Mit dem steigenden Bildungsniveau, mit emanzipierten Frauen hat sich die gesamte untere Mittelschicht frei gemacht von Resignation und Autoritätsglauben.
Die Zeit, 25.06.2013, Nr. 23
Es ist eine Mischung aus der Verachtung der Habenden für die Habenichtse, eines auf der Ausbeutung der Schwächsten beruhenden Systems und falsch verstandenen Autoritätsglaubens.
Die Welt, 20.05.2003
Man wollte dem Menschen in sich selbst wieder näher kommen, und indem damit ein neues Selbstvertrauen entbunden wurde, überwand man Autoritätsglauben und Dekadenz.
Diederichs, Eugen: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 23380
Zitationshilfe
„Autoritätsglaube“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Autoritätsglaube>, abgerufen am 18.10.2019.

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