Bärenstimme, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bärenstimme · Nominativ Plural: Bärenstimmen
Aussprache [ˈbɛːʀənˌʃtɪmə]
Worttrennung Bä-ren-stim-me
Wortzerlegung  Bär Stimme
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

salopp, vergleichend tiefe, durchdringende (Bass-)‍Stimme (wie die eines Bären)
Beispiele:
Da steht nun der Koloss, ein Muskelmann von 142 Kilo, und erzählt mit dumpfer Bärenstimme von seiner eigenen kleinen Hilfsreligion. [Süddeutsche Zeitung, 18.04.2008]
Der erste Polizist leuchtete mit seiner Taschenlampe in meine Richtung und sagte mit tiefer Bärenstimme: »Das sind scheinbar Schaumwaffeln von der Kirmes.« [Heartcore, 18.08.2015, aufgerufen am 14.09.2018]
Er proklamiert mit Bärenstimme eine »Ordnung, die es den Menschen ermöglicht, ohne Angst zu leben, normal zu arbeiten und nicht ein Heer von Banditen und Beamten ernähren zu müssen«. [Der Spiegel, 24.06.1996]
Wir waren doch lauter Kerle mit Bärenstimmen, und viele suchten auch noch etwas Besonderes darin, recht wie Räuberhauptleute aufzutreten. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg – Nachkrieg. Berlin: Aufbau-Verlag 1951 [1930], S. 486]
Die Zuhörer wollten sterben vor Lachen über sein falsettierendes parlando, über den Kontrast dieser Bärenstimme und dieser zungenbrecherischen Sprechfertigkeit. [Mann, Thomas: Der Zauberberg. Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 813]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Bärenstimme“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/B%C3%A4renstimme>, abgerufen am 17.09.2021.

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