Bückling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bücklings · Nominativ Plural: Bücklinge
Aussprache
WorttrennungBück-ling
Wortzerlegungbücken-ling
eWDG, 1967

Bedeutung

unterwürfige Verbeugung
Beispiele:
einen tiefen, steifen, devoten Bückling (vor jmdm.) machen
er empfing, begrüßte, verabschiedete die Besucher mit vielen Bücklingen
Alle umdienern ihn mit furchtsamen Bücklingen [WerfelBernadette402]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bücken · Bückling1 · Gebück
bücken Vb. reflexiv ‘sich niederbeugen, sich (vor jmdm.) verneigen’, mhd. bücken (um 1200), mnd. bucken, mnl. bocken, bucken, nl. bukken, afries. buckia (germ. *bukkjan), geminierte Intensivbildung zu ↗biegen (s. d.). Bückling1 m. ‘Verbeugung’ (17. Jh.), angeglichen an die Ableitungen auf -ling nach frühnhd. bücking ‘sich bückender Mensch’. Gebück n. ‘Hecke aus biegsamen, verflochtenen oder verwachsenen Zweigen, Verschanzung’, spätmhd. gebucke (14. Jh.).

Bückling2 m. ‘geräucherter Hering’. Spätmhd. bückinc, mnd. buckinc sind entlehnt aus mnl. buckinc, einer Ableitung von mnl. buc (s. ↗Bock). Die Bezeichnung beruht auf dem Geruch des geräucherten Fisches, der dem eines Bockes verglichen wird, worauf auch nl. boksharing eigentlich ‘Bockshering’ (neben nl. bokking) hindeutet. Bückling (mit l-haltigem Suffix) kommt Ende des 15. Jhs. auf.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bücking · Bückling · Pökling · ↗Räucherhering · geräucherter Hering
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Beugemann · Bückling · ↗Ergebenheitsbekundung · ↗Kniefall · ↗Kotau · ↗Kratzfuß · ↗Selbsterniedrigung · ↗Unterwerfung  ●  ↗Unterwerfungsgeste  Hauptform · ↗Proskynese  geh., veraltet, historisch
Assoziationen
Zitationshilfe
„Bückling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bückling#1>, abgerufen am 26.05.2019.

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Bückling, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bücklings · Nominativ Plural: Bücklinge
Nebenform seltenBücking · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bückings · Nominativ Plural: Bückinge
WorttrennungBück-ling ● Bü-cking
eWDG, 1967

Bedeutung

geräucherter Hering
Beispiele:
zum Abendbrot gab es Bückling
frische, fette Bücklinge
ein Bückling, von dem das Fett herunterlief [WintersteinLeben1,201]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bücken · Bückling1 · Gebück
bücken Vb. reflexiv ‘sich niederbeugen, sich (vor jmdm.) verneigen’, mhd. bücken (um 1200), mnd. bucken, mnl. bocken, bucken, nl. bukken, afries. buckia (germ. *bukkjan), geminierte Intensivbildung zu ↗biegen (s. d.). Bückling1 m. ‘Verbeugung’ (17. Jh.), angeglichen an die Ableitungen auf -ling nach frühnhd. bücking ‘sich bückender Mensch’. Gebück n. ‘Hecke aus biegsamen, verflochtenen oder verwachsenen Zweigen, Verschanzung’, spätmhd. gebucke (14. Jh.).

Bückling2 m. ‘geräucherter Hering’. Spätmhd. bückinc, mnd. buckinc sind entlehnt aus mnl. buckinc, einer Ableitung von mnl. buc (s. ↗Bock). Die Bezeichnung beruht auf dem Geruch des geräucherten Fisches, der dem eines Bockes verglichen wird, worauf auch nl. boksharing eigentlich ‘Bockshering’ (neben nl. bokking) hindeutet. Bückling (mit l-haltigem Suffix) kommt Ende des 15. Jhs. auf.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bücking · Bückling · Pökling · ↗Räucherhering · geräucherter Hering
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Beugemann · Bückling · ↗Ergebenheitsbekundung · ↗Kniefall · ↗Kotau · ↗Kratzfuß · ↗Selbsterniedrigung · ↗Unterwerfung  ●  ↗Unterwerfungsgeste  Hauptform · ↗Proskynese  geh., veraltet, historisch
Assoziationen
Zitationshilfe
„Bückling“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bückling#2>, abgerufen am 26.05.2019.

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