Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bürzel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bürzels · Nominativ Plural: Bürzel
Aussprache 
Worttrennung Bür-zel
eWDG

Bedeutung

diejenige Stelle am Vogelkörper, an der die Schwanzfedern herauswachsen und die häufig durch besonders gefärbte Federn ausgezeichnet ist
Beispiele:
ein Bergfink mit weißem Bürzel
Auch von der Maigans … war dieser wenig mehr als ein schlechtes, verhutzeltes Stückchen vom Bürzel und ein Löffelchen Apfelbrei zugefallen [ LanggässerSiegel113]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bürzel m. hinterster Teil des Vogelrückens, jägersprachlich auch für den Schwanz des Schwarzwilds und anderer Tiere. Bürzel (Pirtzel Luther 1543) ist gebildet zu obd. borzen ‘ragen, strotzen, hervorstehen’, das seinerseits von ahd. bor ‘Höhe, Spitze’ (s. empor) abgeleitet und mit purzeln (s. d.) verwandt ist.

Verwendungsbeispiele für ›Bürzel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die fliegen zwar in Massen an, haben aber in ihrem Bürzel nur wesentlich weniger Munition drin. [Süddeutsche Zeitung, 28.05.1994]
Der Rettungswagen kam übereifrig angebraust und lieferte mich mit geprelltem Bürzel zu Hause ab. [Süddeutsche Zeitung, 17.01.2002]
Zuletzt werden die beiden unter dem Bürzel liegenden Drüsen herausgeschnitten. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 378]
Auf dem Kopf des dicken Mannes zwirbelt sich der neueste Schrei, ein Bürzel à la Nisse. [Die Zeit, 05.06.1992, Nr. 24]
Nur die Familie Duck bewältigte mit nacktem Bürzel ihren Alltag. [Die Welt, 16.07.2005]
Zitationshilfe
„Bürzel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCrzel>.

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