Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bach, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bach(e)s · Nominativ Plural: Bäche
Aussprache  [baχ]
Wortbildung  mit ›Bach‹ als Erstglied: Bachbett · Bachbord · Bachforelle · Bachkiesel · Bachmündung · Bachquelle · Bachregulierung · Bachrinne · Bachstelze · Bachufer · Bächlein
 ·  mit ›Bach‹ als Letztglied: Alpenbach · Bergbach · Blutbach · Dorfbach · Forellenbach · Gebirgsbach · Gießbach · Gletscherbach · Murmelbach · Mühlbach · Nebenbach · Quellbach · Regenbach · Schmelzbach · Silberbach · Staubbach · Sturzbach · Tränenbach · Waldbach · Wiesenbach · Wildbach
eWDG

Bedeutung

kleiner Wasserlauf
Beispiele:
der Bach rauscht, braust, murmelt
gehobender Bach flüstert
der Bach schlängelt sich durch das Tal, windet sich durch die Felsen (hindurch), hat sich [Dativ] seinen Weg gebahnt, stürzt von der Höhe herab, rieselt, fließt, strömt, schießt dahin, friert im Winter zu, taut auf, schwillt an, tritt über seine Ufer, geht zurück, versandet, trocknet im Hochsommer aus
gehobendem Bach folgen (= den Lauf des Baches entlanggehen)
den Bach abdämmen, regulieren, stauen
den Bach aufwärts, abwärts
jenseits des Baches
ein klarer, seichter, wasserreicher, silbriger, trüber Bach
ein muntres Bächlein
das Wasser fließt in zahlreichen Bächlein ab
die Bächlein sammeln sich zu einem Fluss
Wasser aus dem Bach holen
durch den Bach waten
das Vieh durch, über den Bach treiben
über den Bach springen, setzen
ein schmaler Steg führt über den Bach
In einem Bächlein helle [ SchubertForelle]
Auf Kieseln im Bache da lieg ich, wie helle [ GoetheWechsel1,50]
gehoben, bildlich
Beispiele:
Bäche von Blut, Tränen
er … ließ den Bach seiner Tränen strömen [ Stifter1,49]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bach m. ‘kleiner Wasserlauf’, ahd. bah m. (9. Jh.), mhd. bach m. f., asächs. beki m., mnd. bēke m. f., mnl. bēke f., aengl. bece m. lassen sich entgegen der bisherigen Meinung auf germ. *bakjaz zurückführen, wenn man voraussetzt, daß lautgerecht entwickeltes westgerm. *baki in die Flexion der i-Stämme übergewechselt, während anord. bekkr regulär aus dem mask. ja-Stamm germ. *bakjaz entstanden ist; vgl. Peeters in: IF 77 (1972) 212 ff. Außergerm. Verwandtschaft besteht nur zu mir. búal f. (aus *bhoglā) ‘fließendes Wasser’, búar (aus *bhogro-) ‘Durchfall’; weitere Anknüpfungen (Pokorny 1, 161) sind unsicher.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Bach‹ (berechnet)

Plätschern Rauschen Renaturierung Ufer Wasser angeschwollen aschener belmer borgloh fließen glaner hachinger heitzhöfer heruntergehen hiddinghauser hinuntergehen kirdorfer murmelnd plätschern plätschernd rauschen rauschend reißend renaturiert runtergehen schlängeln schwabinger sprudelnd stockheimer verrohrt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bach‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bach‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch heute haben wir wieder Bach auf Bach zu überschreiten. [Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 123]
Vor ihrem Fenster, nur ein paar Meter vom Haus entfernt, plätscherte der Bach. [Pressler, Mirjam: Malka Mai, Weinheim Basel: Beltz & Gelberg 2001, S. 380]
Würden wir uns nicht eine Aufnahme wünschen, auf der Bach improvisiert? [Die Zeit, 25.11.1999, Nr. 48]
Doch begegnet uns hier mehr als ein antrainierter Bach aus zweiter Hand. [Die Zeit, 31.03.1999, Nr. 14]
In einer Senke stießen sie auf einen mehrere Meter breiten Bach. [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 907]
Zitationshilfe
„Bach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bach>.

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