Bache, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bache · Nominativ Plural: Bachen
Aussprache
WorttrennungBa-che (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

weibliches Wildschwein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bache f. ‘weibliches Wildschwein’. In der 1. Hälfte des 16. Jhs. zuerst belegt, ursprünglich identisch mit dem aus der Schriftsprache geschwundenen, aber noch landschaftlich (obd.) bezeugten Bache(n) m. ‘Schinken, Speckseite’. Die schwach flektierten Substantive ahd. bahho ‘Rücken, Schinken, Speckseite’ (9. Jh.), mhd. bache, asächs. bako, mnd. bāke, mnl. bake gehören als Ableitungen zu stark flektiertem ahd. bah ‘Rücken’ (9. Jh.), asächs. bak, mnd. bak, mnl. bac, aengl. bæc, engl. back, anord. bak. Auf eine schwach flektierte Form gehen auch die aus dem Germ. entlehnten Substantive mlat. baco ‘Speckseite, Schinken, (Mast)schwein’, afrz. bacon ‘Speck’ (woraus engl. bacon) zurück. Zur etymologischen Verwandtschaft s. ↗Bank sowie ↗Backbord und ↗Backe. Der Ausdruck für ‘Speckseite’ wird in frühnhd. Zeit auf das geschlachtete, dann auf das lebende Hausschwein übertragen. Mit diesem im Frühnhd. (wie auch im Mnl.) auftretenden Bedeutungswandel zu ‘Mastschwein’ tritt Genuswechsel zum Fem. ein, doch halten sich daneben im 16./17. Jh. noch, altem Gebrauch folgend, mask. Formen. Jägersprachliches Bache f. ‘weibliches Wildschwein’ geht in die Allgemeinsprache über.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Bache · ↗Wildsau · weibliches Wildschwein
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Frischling Frischlinge Keiler führend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bache‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sogar satte Frischlinge können schon trächtig werden, Bachen werfen zuweilen zweimal im Jahr.
Die Zeit, 20.03.2009, Nr. 13
Es gibt sie selbst heute noch, die Bache, wenn auch kaum noch unter dem alten Familiennamen.
Die Welt, 09.06.2000
In diesem Bache schwamm ein handgroßes Stück Holz auf hurtig gaukelnden Wellen.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26439
Daß man Bachen mit Frischlingen besser aus dem Wege geht, ist allgemein bekannt.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 240
Constance Bache entwickelte sich zu einer hochbegabten Musikschriftstellerin und Übersetzerin.
Walker, Arthur Dennis: Bache. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 7975
Zitationshilfe
„Bache“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bache>, abgerufen am 12.12.2019.

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