Backen, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Backens · Plural: Backen
WorttrennungBa-cken (computergeneriert)
DWDS (Verweisartikel), 2015

Bedeutung

landschaftlich, süddeutsch
Synonym zu Backe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Backe · Backen · Back(en)zahn · Backpfeife
Backe f. südd. Backen m. ‘Teil des Gesichts, Wange’, nur auf den dt. Sprachraum beschränkt; ahd. backo m. ‘Kinnbacken, Kinnlade’ (Hs. 12. Jh.), mhd. backe m. ‘Backe, Kinnlade’, mnd. backe f., häufig in der Zusammensetzung ahd. kinnibacko (11. Jh.), mhd. kinnebacke, kinbacke m., asächs. kinnibakko. Ursprünglich Bezeichnung für ‘Kinnbacke, Unterkiefer’, hat Backe allmählich die Bedeutung des gemeingerm., heute der gehobenen Sprache angehörenden Wortes ↗Wange (s. d.) übernommen. Der Wechsel vom mask. zum fem. Geschlecht geht vom Nordd. aus. Herkunft ungewiß. Zweifelhaft ist Verwandtschaft mit griech. (Aorist) phagé͞in (φαγεῖν) ‘essen’ (demnach Backe eigentl. ‘Esser’) und Anschluß an die Wurzel ie. *bhag- ‘zuteilen, als Anteil bestimmen, erhalten’. Back(en)zahn m. ahd. back(o)zan(d) (Hs. 12. Jh.), mhd. baczan. Backpfeife f. ‘Schlag auf die Backe, Ohrfeige’ (1. Hälfte 19. Jh.); von J. Grimm (¹DWB 1, 1068) als ‘Schlag, der auf den Backen pfeift’ erklärt, aber auch als Umdeutung von Backfeige, eigentl. ‘gebackene Feige’ (s. ↗Ohrfeige), denkbar.
DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie sind zu schmal und können während des Backens herunterfallen.
Die Zeit, 28.02.2012 (online)
Die 17 Teilnehmer sitzen ihm gegenüber, jeder von ihnen hat rund 4.000 Euro bezahlt, um hier zu sein und die Kunst des Backens zu lernen.
Die Zeit, 22.07.2013, Nr. 30
Ich bitte herzlich um Verzeihung, ich bin wirklich kein Freund des Kochens und Backens mit Kokos.
Süddeutsche Zeitung, 01.12.2000
Zum Rekord haben natürlich vor allem das Flaggschiff der GHM, die Internationale Handwerksmesse München, und die IBA Weltmarkt des Backens beigetragen.
Süddeutsche Zeitung, 17.01.2001
Als Beispiel sei die Hitzebehandlung von Lebensmitteln in Form des Bratens oder Backens angeführt; die dabei entstehenden Röstprodukte sind nicht fremdstofflich.
Grahneis, Heinz u. Horn, Karlwilhelm (Hg.), Taschenbuch der Hygiene, Berlin: Verlag Volk u. Gesundheit 1972 [1967], S. 360
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Braten Brot Brötchen Frittieren Kochen Kuchens Teig Weltmarkt aufbläst beibrachte bestrichen bläst dicke eignet verwendet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Backen‹.

Worthäufigkeit

selten häufig

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