Backenstreich, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungBa-cken-streich
WortzerlegungBackeStreich
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltend Ohrfeige
Beispiele:
jmdm. einen (leichten, scherzhaften, heftigen) Backenstreich geben, versetzen
einen Backenstreich (mit zwei Fingern) von jmdm. erhalten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Streich · Backenstreich
Streich m. ‘Hieb, Schlag’, übertragen ‘überraschende, kühne Tat’ (s. auch ↗Handstreich , ↗Staatsstreich), mhd. strīch ‘Streich, Schlag’ ist wie ablautendes mengl. strōk, engl. stroke Verbalabstraktum zu dem unter ↗streichen (s. d.) behandelten stark flektierenden Verb. Redensartlich auf einen Streich ‘mit einem Hieb, auf einmal’ (16. Jh.), jmdm. einen Streich (‘Schabernack’) spielen (18. Jh.). Backenstreich m. ‘Ohrfeige’ (15. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie beugten sich unter das Ochsenjoch, sie empfingen die Backenstreiche.
Preußler, Otfried: Krabat, Stuttgart: Thienemann o.J. [1995] [1971], S. 195
Das Alte Testament ist jedenfalls voll davon, und auch im Namen der Vernunft wurden nicht nur Backenstreiche verabreicht.
konkret, 1999
Daß Bonn dergleichen Backenstreiche nicht einfach hinnehmen kann - darüber besteht in der Bundeshauptstadt ein beachtliches Maß an Einhelligkeit.
Die Zeit, 11.03.1960, Nr. 11
Zitationshilfe
„Backenstreich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Backenstreich>, abgerufen am 11.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Backenschlag
Backenmuskel
Backenknochen
Backenfutter
Backenbremse
Backentasche
Backenzahn
Bäcker
Bäckerbeine
Bäckerbrot