Bad, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Bad(e)s · Nominativ Plural: Bäder
Aussprache
Wortbildung mit ›Bad‹ als Erstglied: ↗Bäderdienst · ↗Bäderzeitung · ↗Bäderzug
 ·  mit ›Bad‹ als Letztglied: ↗Augenbad · ↗Bewegungsbad · ↗Blutbad · ↗Brausebad · ↗Bällebad · ↗Bürstenbad · ↗Damenbad · ↗Dampfbad · ↗Dauerbad · ↗Duschbad · ↗Erfrischungsbad · ↗Erkältungsbad · ↗Erlebnisbad · ↗Familienbad · ↗Farbbad · ↗Fichtennadelbad · ↗Fixierbad · ↗Flussbad · ↗Frauenbad · ↗Freibad · ↗Freizeitbad · ↗Fußbad · ↗Hallenbad · ↗Heilbad · ↗Heißluftbad · ↗Herrenbad · ↗Herzbad · ↗Hundebad · ↗Kohlensäurebad · ↗Kräuterbad · ↗Kurbad · ↗Küstenbad · ↗Laugenbad · ↗Luftbad · ↗Modebad · ↗Moorbad · ↗Nacktbad · ↗Naturbad · ↗Nierenbad · ↗Ostseebad · ↗Quecksilberbad · ↗Reinigungsbad · ↗Rheumabad · ↗Sandbad · ↗Saunabad · ↗Schaumbad · ↗Schlammbad · ↗Schneebad · ↗Schwefelbad · ↗Schwimmbad · ↗Schwitzbad · ↗Seebad · ↗Seifenbad · ↗Senfbad · ↗Sitzbad · ↗Solbad · ↗Solebad · ↗Sommerbad · ↗Sonnenbad · ↗Spaßbad · ↗Staatsbad · ↗Stadtbad · ↗Stahlbad · ↗Strandbad · ↗Sturzbad · ↗Thermalbad · ↗Vierzellenbad · ↗Vollbad · ↗Waldbad · ↗Wannenbad · ↗Warmbad · ↗Wasserbad · ↗Wechselbad · ↗Wellenbad · ↗Weltbad · ↗Zusatzbad
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
größere Wassermenge, in die der Mensch zur Reinigung, Erfrischung eintaucht
Beispiele:
ins (warme) Bad steigen
jmdm. ein Bad machen, zurechtmachen, richten
gehoben jmdm. ein Bad rüsten
das Bad ist fertig
das Bad ablassen
übertragen
Beispiel:
das Kind mit dem Bade ausschütten (= etw. radikal, ohne Berücksichtigung positiver Seiten verurteilen)
2.
das Baden
Beispiele:
sich nach dem Bad erfrischt, wie neugeboren fühlen
das tägliche, ein türkisches Bad
ein unvorsichtiges Bad in einem Flusse
dem Kranken eine Anzahl Bäder verordnen
wie bekommen ihr die Bäder?
papierdeutsch ein Bad nehmen (= baden)
angenehmes Bad!
übertragen
Beispiel:
übertrieben ein unverhofftes, unerwartetes Bad durch einen Regenguss
3.
Örtlichkeit, wo gebadet wird
a)
Raum, in dem die Wanne steht, Halle, Gelände, wo gebadet wird
Beispiele:
ein gekacheltes, gefliestes Bad
die Wohnung hat ein hübsches, geräumiges Bad
man hatte ein römisches Bad ausgegraben
die städtischen, öffentlichen Bäder waren überfüllt
ins, in das Bad gehen
b)
Ortschaft mit natürlichen Heilquellen und entsprechenden Einrichtungen, Kurort
Beispiele:
ins, in ein Bad reisen
er wollte ein Bad für Herzkranke aufsuchen
der Arzt (ver)schickte ihn auf vier Wochen in ein Bad
ein kleines, stilles, vornehmes, mondänes Bad
in betreff dieses Nachhausekommens aus den Bädern, aus der Sommerfrische [RaabeII 2,414]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bad · baden · ausbaden · Bader
Bad n. ‘das Baden im Wasser, Örtlichkeit, wo gebadet wird’, ahd. bad ‘Wasserbad, Badehaus’ (8. Jh.), auch ‘Taufe’, mhd. bat, asächs. bað, mnd. mnl. bat, afries. beth, aengl. bæþ, engl. bath, anord. bað, dän. schwed. bad (germ. *baþa-) gehören zu ahd. bāen, nhd.bähen ‘erwärmen, erhitzen, rösten’ (s. d.), führen also auf eine Verbalwurzel ie. *bhē-, *bhō-, tiefstufig *bhə- ‘wärmen, rösten’, aus der mit partizipialem ie. to-Suffix Bad, eigentlich ‘das Gewärmte, Erhitzte’, entwickelt ist. An eine g-Erweiterung ie. *bhōg- schließen sich griech. phṓgein (φώγειν) ‘rösten, braten’, dt.backen (s. d.) an. Als Ortsname ist Baden Übersetzung von lat. Aquae, das im Dt. dativisch (ze den) Baden ‘zu den Bädern’ wiedergegeben wird. baden Vb. ‘zur Reinigung, Erfrischung ins Wasser tauchen’, ahd. badōn ‘baden, taufen’ (8. Jh.), mhd. baden, mnd. bāden, mnl. baden, aengl. baþian, engl. to bathe, anord. (reflexiv) baðast, schwed. bada. Dazu ausbaden Vb. oft in der Wendung etw. ausbaden müssen ‘die Folgen (der Schuld eines anderen) auf sich nehmen müssen’ (Ende 16. Jh.), zuvor ‘zu Ende baden’ (2. Hälfte 15. Jh.). Bader m. ehemals ‘Barbier und Wundarzt’, mhd. badære, asächs. baðeri (um 1100) ist der Inhaber einer Badestube, der die Badenden bedient, sie zur Ader läßt und ihnen die Haare schneidet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bad · ↗Badeort · ↗Heilbad · ↗Heilquelle · ↗Kurbad
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Bad · ↗Badeanstalt · ↗Schwimmbad
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bad Balkon Bundesschuldenverwaltung Doppelzimmer Dusche Einzelzimmer Fliese Flur Heizung Kurort Küche Massage Sauna Schlafraum Schlafzimmer Schließung Toilette Wohnzimmer Zentralheizung Zimmer ausstatten erfrischend fliesen gefliest heiß rituell römisch städtisch türkisch warm

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bad‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Abend erholen sie sich bei einem Bad im Meer.
Bild, 28.02.2003
Die Lage ist dem eines italienischen Bades durchaus sehr ähnlich.
Der Tagesspiegel, 17.11.2002
Fünf Minuten in ihrem Bad waren mehr als fünf Minuten.
Walser, Martin: Halbzeit, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997 [1960], S. 164
Man schüttet, mit einem Wort, das Kind mit dem Bade aus.
Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 35
Für gewöhnlich beschränkt sich die Dauer der warmen Bäder auf etwa 15 bis 20 Minuten.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 222
Zitationshilfe
„Bad“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bad>, abgerufen am 22.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bacon
Backzutat
Backzeit
Backzahn
Backwunder
Badbenutzung
Badeanlage
Badeanstalt
Badeanwendung
Badeanzug