Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Bad, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Bad(e)s · Nominativ Plural: Bäder
Aussprache  [baːt]
Wortbildung  mit ›Bad‹ als Erstglied: Badbenutzung · Badeinrichtung · Bäderbetrieb · Bäderdienst · Bäderführer · Bäderkarte · Bäderzeitung · Bäderzug
 ·  mit ›Bad‹ als Letztglied: Armbad · Augenbad · Bewegungsbad · Blutbad · Brausebad · Bällebad · Bürstenbad · Damenbad · Dampfbad · Darmbad · Dauerbad · Duschbad · Entspannungsbad · Entwicklerbad · Erfrischungsbad · Erkältungsbad · Erlebnisbad · Familienbad · Fangobad · Farbbad · Fichtennadelbad · Fixierbad · Flussbad · Frauenbad · Freibad · Freizeitbad · Fußbad · Fällbad · Gasbad · Gemeinschaftsbad · Haferstrohbad · Hallenbad · Heilbad · Heißluftbad · Herrenbad · Herzbad · Heublumenbad · Hundebad · Jodbad · Kamillenbad · Kleiderbad · Kohlensäurebad · Kräuterbad · Kurbad · Küstenbad · Laugenbad · Lehmbad · Lichtbad · Lohbad · Luftbad · Mineralbad · Modebad · Moorbad · Nacktbad · Naturbad · Nierenbad · Nordseebad · Ostseebad · Quecksilberbad · Reinigungsbad · Rheumabad · Ritualbad · Salzbad · Sandbad · Sauerstoffbad · Saunabad · Schaumbad · Schlammbad · Schmelzbad · Schneebad · Schwefelbad · Schwimmbad · Schwitzbad · Seebad · Seifenbad · Senfbad · Sitzbad · Solbad · Solebad · Sommerbad · Sonnenbad · Spaßbad · Sprachbad · Sprudelbad · Spülbad · Staatsbad · Stadtbad · Stahlbad · Staubbad · Strandbad · Sturzbad · Teilbad · Thermalbad · Tröpferlbad · Vierzellenbad · Vollbad · Waldbad · Wannenbad · Warmbad · Wasserbad · Wechselbad · Wellenbad · Weltbad · Zusatzbad · Ölbad · Überwärmungsbad
eWDG

Bedeutungen

1.
größere Wassermenge, in die der Mensch zur Reinigung, Erfrischung eintaucht
Beispiele:
ins (warme) Bad steigen
jmdm. ein Bad machen, zurechtmachen, richten
gehobenjmdm. ein Bad rüsten
das Bad ist fertig
das Bad ablassen
übertragen
Beispiel:
das Kind mit dem Bade ausschütten (= etw. radikal, ohne Berücksichtigung positiver Seiten verurteilen)
2.
das Baden
Beispiele:
sich nach dem Bad erfrischt, wie neugeboren fühlen
das tägliche, ein türkisches Bad
ein unvorsichtiges Bad in einem Flusse
dem Kranken eine Anzahl Bäder verordnen
wie bekommen ihr die Bäder?
papierdeutschein Bad nehmen (= baden)
angenehmes Bad!
übertragen
Beispiel:
übertriebenein unverhofftes, unerwartetes Bad durch einen Regenguss
3.
Örtlichkeit, wo gebadet wird
a)
Raum, in dem die Wanne steht, Halle, Gelände, wo gebadet wird
Beispiele:
ein gekacheltes, gefliestes Bad
die Wohnung hat ein hübsches, geräumiges Bad
man hatte ein römisches Bad ausgegraben
die städtischen, öffentlichen Bäder waren überfüllt
ins, in das Bad gehen
b)
Ortschaft mit natürlichen Heilquellen und entsprechenden Einrichtungen, Kurort
Beispiele:
ins, in ein Bad reisen
er wollte ein Bad für Herzkranke aufsuchen
der Arzt (ver)schickte ihn auf vier Wochen in ein Bad
ein kleines, stilles, vornehmes, mondänes Bad
in betreff dieses Nachhausekommens aus den Bädern, aus der Sommerfrische [ RaabeII 2,414]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bad · baden · ausbaden · Bader
Bad n. ‘das Baden im Wasser, Örtlichkeit, wo gebadet wird’, ahd. bad ‘Wasserbad, Badehaus’ (8. Jh.), auch ‘Taufe’, mhd. bat, asächs. bað, mnd. mnl. bat, afries. beth, aengl. bæþ, engl. bath, anord. bað, dän. schwed. bad (germ. *baþa-) gehören zu ahd. bāen, nhd. bähen1 ‘erwärmen, erhitzen, rösten’ (s. d.), führen also auf eine Verbalwurzel ie. *bhē-, *bhō-, tiefstufig *bhə- ‘wärmen, rösten’, aus der mit partizipialem ie. to-Suffix Bad, eigentlich ‘das Gewärmte, Erhitzte’, entwickelt ist. An eine g-Erweiterung ie. *bhōg- schließen sich griech. phṓgein (φώγειν) ‘rösten, braten’, dt. backen (s. d.) an. Als Ortsname ist Baden Übersetzung von lat. Aquae, das im Dt. dativisch (ze den) Baden ‘zu den Bädern’ wiedergegeben wird. baden Vb. ‘zur Reinigung, Erfrischung ins Wasser tauchen’, ahd. badōn ‘baden, taufen’ (8. Jh.), mhd. baden, mnd. bāden, mnl. baden, aengl. baþian, engl. to bathe, anord. (reflexiv) baðast, schwed. bada. Dazu ausbaden Vb. oft in der Wendung etw. ausbaden müssen ‘die Folgen (der Schuld eines anderen) auf sich nehmen müssen’ (Ende 16. Jh.), zuvor ‘zu Ende baden’ (2. Hälfte 15. Jh.). Bader m. ehemals ‘Barbier und Wundarzt’, mhd. badære, asächs. baðeri (um 1100) ist der Inhaber einer Badestube, der die Badenden bedient, sie zur Ader läßt und ihnen die Haare schneidet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bad · Badeort · Heilbad · Heilquelle · Kurbad
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Bad · Badeanstalt · Schwimmbad  ●  Badi  schweiz.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Bad‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bad‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bad‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So wie auf dem Foto links sieht es in vielen Bädern aus. [o. A.: Das Buch vom Wohnen, Hamburg: Orbis GmbH 1977, S. 343]
Noch aus dem sechzehnten Jahrhundert sind Darstellungen der einfachen Bäder überliefert, wie sie in den Häusern gebräuchlich waren. [Welt und Wissen, 1932, Nr. 2, Bd. 21]
Man schüttet, mit einem Wort, das Kind mit dem Bade aus. [Elias, Norbert: Über den Prozeß der Zivilisation - Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1992 [1939], S. 35]
Doch schüttet er nicht das Kind mit dem Bade aus? [Die Zeit, 24.09.1998, Nr. 40]
Ich bin weit davon entfernt das Kind mit dem Bade auszuschütten. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1954]]
Zitationshilfe
„Bad“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bad>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Bacon
Backzutat
Backzeit
Backzahn
Backwunder
Bad in der Menge
Badanstalt
Badbenutzung
Badeanlage
Badeanstalt