Bake, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bake · Nominativ Plural: Baken
Aussprache [ˈbaːkə]
WorttrennungBa-ke
Wortbildung mit ›Bake‹ als Erstglied: ↗Bakenboje · ↗Bakentonne  ·  mit ›Bake‹ als Letztglied: ↗Feuerbake · ↗Funkbake · ↗Leuchtbake · ↗Radarbake · ↗Richtungsbake · ↗Schiff-Fahrtsbake · ↗Schifffahrtsbake · ↗Seenotbake · ↗Treibbake
eWDG, 1967

Bedeutung

Signalzeichen
a)
Wegweiser für Schiffe, Flugzeuge
Beispiele:
eine schwimmende Bake mit einer Sirene, Glocke
am Lande, auf dem Flugplatz waren Baken aufgestellt
b)
Eisenbahn, Verkehrswesen Warnzeichen vor Eisenbahnübergängen an wichtigen Verkehrsstraßen
Beispiel:
beiderseitig aufgestellte, reflektierende Baken
Vorsignal auf Eisenbahnstrecken vor dem Einfahrtssignal
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bake f. ‘feststehendes Seezeichen’, heute auch auf bestimmte Verkehrszeichen und Eisenbahnsignale übertragen. Mnd. bāke(n) ‘Feuerzeichen, Leuchtfeuer’, im 17. Jh. als seemännischer Ausdruck für verschiedenartige, an Land oder im flachen Wasser errichtete Orientierungsmarken ins Hd. übernommen, geht (wie mnl. baken n., nl. baak f., baken n., anord. bākn n. ‘Zeichen, Bake’) auf afries. bāken, bēken n. ‘Signal, Feuerzeichen’ zurück. Das afries. Wort entspricht lautlich asächs. bōkan ‘Zeichen, Wunderzeichen’, aengl. bēac(e)n ‘Zeichen, Erscheinung’, engl. beacon ‘Bake, Leuchtfeuer’, ahd. bouhhan (8. Jh.), mhd. bouchen ‘Zeichen, Vorbild’ und setzt wie diese germ. *baukna- voraus, das sich vielleicht über eine u-Erweiterung zu der in aind. bhā́ti ‘leuchtet, scheint’, griech. phá͞inein (φαίνειν) ‘sichtbar machen, erscheinen lassen’, aslaw. bělъ, russ. bélyj (белый) ‘weiß’ vorliegenden Wurzel ie. *bhā-, *bhō- ‘glänzen, leuchten, scheinen’ stellen läßt; vgl. Pokorny 1, 105.

Typische Verbindungen zu ›Bake‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bake‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bake‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Oder macht wenigstens mal Blinke-Lampen an die Baken, denn nachts sieht man das gar nicht.
Bild, 04.01.2002
Die Yacht gleitet ruhig durch den geheimnisvollen Laubengang, zwischen hölzernen Baken und geflochtenen Uferwänden hin.
Die Zeit, 31.03.2005, Nr. 14
Die Fahrbahnen waren gestern trotz der anstehenden Radweg-Eröffnung noch mit rot-weißen Baken gesäumt, kleinere Restarbeiten stehen noch aus.
Süddeutsche Zeitung, 17.08.2000
Für das Durchfahrverbot waren nur Schilder und Baken aufgestellt worden.
Der Tagesspiegel, 27.09.2002
Einige Städte errichteten schraffierte Baken, andere bauten Lichtschleusen, Bielefeld empfahl den Fußgängern, gelbe Wimpel in die Hand zu nehmen.
Die Zeit, 07.06.1968, Nr. 23
Zitationshilfe
„Bake“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bake>, abgerufen am 03.04.2020.

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