Bakel, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bakels · Nominativ Plural: Bakel
WorttrennungBa-kel
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet Rohrstock des Schulmeisters
Beispiel:
Da [im Dritten Reich] herrscht der Bakel und der Säbel und der Stock [TucholskyDeutschland45]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bakel m. ‘Schulmeister-, Rohrstock’, entlehnt (um 1700) aus spätlat. baculus m., lat. baculum n. ‘Stab, Stock’.

Verwendungsbeispiele für ›Bakel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wußte er mit unnachahmlicher Grazie und sehr wirksam den Bakel zu schwingen.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 21945
Sie wirken einschüchternd, als habe sich der Bakel des vorigen Jahrhunderts eine Kunstform gesucht.
Der Tagesspiegel, 05.09.2001
Sie will den Bakel nicht und alles nicht, was damit zusammenhängt - sie haßt den Lehrer, die Schule, alle diese Zwangsmaßregeln.
Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.04.1928
Zitationshilfe
„Bakel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bakel>, abgerufen am 05.04.2020.

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