Baldrian, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Baldrians · Nominativ Plural: Baldriane
Aussprache
WorttrennungBal-dri-an · Bald-ri-an
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Baldrian‹ als Erstglied: ↗Baldrianextrakt · ↗Baldriangeschmack · ↗Baldrianpille · ↗Baldriantee · ↗Baldriantropfen · ↗Baldrianwurzel · ↗Baldrianöl
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
weit verbreitete, staudenartige, stark riechende Pflanze, die wegen ihrer beruhigenden Wirkung als Heilpflanze verwendet wird
2.
Extrakt aus dem Baldrian
Grammatik: nur im Singular
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Baldrian m. Die staudenartige, stark riechende Heilpflanze, aus deren Wurzel ein beruhigend wirkendes Öl gewonnen wird, trägt vom Mittelalter an den hinsichtlich seiner Bildung nicht sicher erklärbaren Namen mlat. valeriana; vgl. ital. span. valeriana, frz. valériane, engl. valerian, nl. valeriaan, russ. valeriána (валериана). Im Dt. erscheint die Bezeichnung mit eingeschobenem Gleitlaut d und zum Verschlußlaut gewandeltem Anfangskonsonanten mhd. baldriān (spätmhd. gelegentlich auch in der Schreibung waldriān), mnd. boldriān. Der Genuswechsel beruht vielleicht auf der Ähnlichkeit mit Männernamen auf -ian (nach der lat. Endung -iānus).

Typische Verbindungen zu ›Baldrian‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Baldrian‹.

Verwendungsbeispiele für ›Baldrian‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Diese habe aber keine schweren Symptome festgestellt und lediglich eine Behandlung mit Baldrian veranlasst.
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2000
Das Kind, so hieß es, sei übernervös und müsse Baldrian schlucken.
Die Zeit, 17.09.1953, Nr. 38
Die Tabletten blieben ihr im Hals stecken, sie spülte mit Baldrian nach.
Dölling, Beate: Hör auf zu trommeln, Herz, Weinheim: Beltz & Gelberg 2003, S. 55
Hier ist der Sender Freies Baldrian, ein freier Beruhigungssender der Freien Welt.
o. A.: Ost-Berliner Parodie auf SFB-Nachrichten, 00.08.1961, S. 52
Tee von Raute, Melisse, Baldrian, Mistel, zu gleichen Teilen, abends.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 996
Zitationshilfe
„Baldrian“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Baldrian>, abgerufen am 30.03.2020.

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