Ball, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ball(e)s · Nominativ Plural: Bälle
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Ball‹ als Erstglied: Ballabgabe · Ballannahme · Ballartist · Ballbehandlung · Ballbesitz · Balleroberung · Ballführung · Ballgefühl · Ballgeschwindigkeit · Ballgewinn · Ballhaus · Ballhülle · Balljunge · Ballkontakt · Ballkünstler · Ballmaschine · Ballmädchen · Ballnetz · Ballpendel · Ballschlepper · Ballsicherung · Ballspiel · Ballspieler · Ballsport · Ballsportart · Ballstafette · Balltechnik · Balltreiber · Balltreter · Ballverlust · Ballwechsel · Ballwurfmaschine · Bällchen · Bällebad · ballführend · ballverliebt
 ·  mit ›Ball‹ als Letztglied: Abwurfball · Aufschlagball · Ausball · Baseball · Basketball · Billardball · Boxball · Breakball · Brennball · Cornerball · Cricketball · Diagonalball · Dreiball · Eckball · Erdball · Ersatzball · Fallball · Fangball · Faustball · Federball · Fernsehball · Fetzenball1 · Feuerball · Flankenball · Flugball · Fußball · Golfball · Grenzball · Gummiball · Halteball · Handball · Heronsball · Hochball · Hockeyball · Hohlball · Jägerball · Kantenball · Kartoffelball · Kopfball · Korbball · Kricketball · Lederball · Linienball · Matchball · Medizinball · Neckball · Netzball · Paintball · Papierball · Pingpongball · Plattformball · Prellball · Pressball · Punchingball · Punktball · Radball · Rollball · Ruderball · Satzball · Schiebeball · Schiedsrichterball · Schlagball · Schleuderball · Schmetterball · Schneeball · Siebenmeterball · Signalball · Softball · Sonnenball · Spielball · Stoppball · Stoßball · Sturmball · Tennisball · Tischtennisball · Torball · Treibball · Unterwasserball · Vollball · Volleyball · Völkerball · Wanderball · Wasserball · Wolkenball · Zeitball · Zelluloidball · Überkopfball
 ·  mit ›Ball‹ als Grundform: ballestern
Mehrwortausdrücke  am Ball bleiben · am Ball sein · der Ball ist rund
eWDG

Bedeutungen

1.
kugelförmiges, luftgefülltes (elastisches) Spielgerät, Sportgerät
Beispiele:
ein Ball aus Leder, Gummi, Kork, Holz
(mit dem) Ball spielen
den Ball aufblasen
einen Ball werfen, stoßen, schleudern, treiben, verlieren, abfangen, auffangen, fangen, aufheben, annehmen, abgeben, abschlagen, zurückschlagen, schlagen
den Ball ins, übers Netz schlagen
den Ball ins Tor befördern, schießen, platzieren
den Ball am Tor vorbeischießen, verfehlen, wieder ins Spiel bringen
den Ball nach vorn tragen, mit dem Kopf nehmen
jmdm., einander den Ball zuspielen, zuwerfen, zuschleudern, abjagen
er bekam mehrere gute Bälle
der Ball fliegt, springt hoch, trifft auf, rollt
der Ball sitzt im Tor, landet, zappelt im Netz, wandert von Mann zu Mann, fällt zu Boden
er war, blieb am Ball
nach dem Ball springen
mit dem Ball laufen, zielen
das Klacken der Bälle im Billardzimmer
er wurde (in seinem Leben) umhergeworfen wie ein Ball
bildlichWind und Wellen spielten Ball mit dem kleinen Boot
2.
übertragen Dinge, die einem Ball¹ (1) äußerlich ähnlich sind
Beispiele:
einen Ball aus Schnee, Teig formen, aus Papier zusammenknüllen
die rosa Bälle der Hortensie
gehobender große, feurige, rote Ball der Sonne
gehobenwas alles auf diesem Ball (= auf dieser Erde) lebt, geschieht
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A2.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ball1 · Ballspiel · ballen
Ball1 m. ‘kugelförmiges Spiel- oder Sportgerät, runder Körper’. Die dem Nhd. formal entsprechenden starken Maskulina ahd. (9. Jh.), mhd. bal ‘Ball, Kugel, Hand-, Fußballen’ haben neben sich ein gleichbed. schwaches Maskulinum ahd. ballo (11. Jh.), mhd. balle. Die definitive Unterscheidung zwischen starkem (Spiel-)Ball und schwachem (Hand-, Fuß-, Waren-)Ballen (s. d.) kennt erst das Nhd. (doch begegnet in den obliquen Kasus schwach flektiertes Ball bis etwa 1800). Die dt. Formen sind wie mnl. nl. bal (germ. *balla-) und anord. bǫllr, schwed. boll (germ. *ballu-) sowie lat. follis ‘Schlauch, Beutel’, griech. phallós (φαλλός) ‘männliches Glied’ (s. Phallus) Bildungen zur Wurzel ie. *bhel- ‘aufblasen, aufschwellen, prall sein’; die Grundbedeutung ist demnach ‘aufgeblasener, aufgeschwollener Körper’ (Erweiterungen dieser Wurzel liegen vor in blähen, blasen, s. d.). Aus dem Germ. ist (durch langobard. Vermittlung) ital. palla, nordital. balla entlehnt (wozu ital. pallone, ballone, s. Ballon). Ballspiel n. (14. Jh.); vgl. ahd. slegibalspil (Hs. 13. Jh.). ballen Vb. ‘mit einem Ball spielen, zum Ball formen’, mhd. ballen.

Typische Verbindungen zu ›Ball‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ball‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ball‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Meine Arme zitterten, aber ich schaffte es nicht, mit drei Bällen zu jonglieren. [Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 79]
Es handelte sich um ein tänzerisch beschwingtes Spiel, bei dem es darum ging, den anderen den Ball zuzuspielen. [Röhrich, Lutz: Ball. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 619]
Oder haben Ihnen die Ämter Zeit gelassen, beruflich am Ball zu bleiben? [Die Zeit, 24.02.2000, Nr. 9]
Daß wir darauf drängen müssen, ist schon etwas Ball verkehrt. [Die Zeit, 03.12.1998, Nr. 50]
Ich merkte überhaupt erst auf diesem unglücklichen Ball etwas, kurz vor Schluß von allem. [Gaiser, Gerd: Schlußball, München: Hanser 1958 [1958], S. 70]
Zitationshilfe
„Ball“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ball#1>.

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Ball, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ball(e)s · Nominativ Plural: Bälle
Aussprache 
Herkunft aus gleichbedeutend balfrz
eWDG

Bedeutung

(große) Tanzveranstaltung
Beispiele:
einen Ball geben, veranstalten
zu einem Ball einladen
auf den, zu einem Ball gehen
umgangssprachlicheinen Ball mitmachen
einige Bälle besuchen
ein großer, glänzender Ball
der Ball des Jahres
den Ball (mit einer Polonaise) eröffnen
die letzten Bälle der Saison werden Ende März stattfinden
im Gasthof ist Sonnabend und Sonntag Ball
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ball2 m. ‘festliche Tanzveranstaltung’, etymologisch nicht verwandt mit Ball1, ist eine Entlehnung (17. Jh.) des gleichbed. afrz. frz. bal, das aus afrz. baler ‘tanzen’ gebildet ist. Voraufgehendes spätlat. ballāre ‘tanzen’ steht in Verbindung mit griech. ballízein (βαλλίζειν) ‘die Schenkel werfen, hüpfen, tanzen’, einer Erweiterung von griech. bállein (βάλλειν) ‘werfen’. Eine andere Herleitung versucht Mehl in: Mutterspr. 76 (1966) 310, der an griech. pállein (πάλλειν) ‘schwingen’ anknüpft, das mit Anlauterweichung bei den griechischen Siedlern in Unteritalien zu spätlat. ballāre, ital. ballare ‘tanzen’ geführt habe; doch vgl. Walde/Hofmann ³1, 95.

Typische Verbindungen zu ›Ball‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ball‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ball‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich merkte überhaupt erst auf diesem unglücklichen Ball etwas, kurz vor Schluß von allem. [Gaiser, Gerd: Schlußball, München: Hanser 1958 [1958], S. 70]
Siehst du den schwarzen Ball da aus dem Turm raushängen? [Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 19]
Oder haben Ihnen die Ämter Zeit gelassen, beruflich am Ball zu bleiben? [Die Zeit, 24.02.2000, Nr. 9]
Daß wir darauf drängen müssen, ist schon etwas Ball verkehrt. [Die Zeit, 03.12.1998, Nr. 50]
Der Ball ist rund, und das Spiel dauert 43 Jahre. [Die Zeit, 05.11.1998, Nr. 46]
Zitationshilfe
„Ball“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ball#2>.

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