Ballastexistenz, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ballastexistenz · Nominativ Plural: Ballastexistenzen
WorttrennungBal-last-exis-tenz
WortzerlegungBallastExistenz
ZDL-Minimalartikel, 2019

Bedeutung

nazistisch

Verwendungsbeispiele für ›Ballastexistenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In den fünfziger Jahren spukte die Nazi-Rhetorik von "Ballastexistenz" und "unwertem Leben" noch in den Köpfen.
Die Zeit, 15.05.2012, Nr. 10
Damit war der entscheidende Begriff des »lebensunwerten Lebens« geprägt, von Hoche auch als »Ballastexistenzen« bezeichnet.
Kurz, Robert: Schwarzbuch Kapitalismus, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 294
In einer mit dem gesellschaftlichen Nutzen von Menschen kalkulierenden Gesellschaft könnten auch sie zu "Ballastexistenzen" werden.
Süddeutsche Zeitung, 15.11.1997
In der Diskussion wurde aber mehrfach an die Tötung von vielen tausend Behinderten durch die Nazis erinnert, die im Krieg als "Ballastexistenzen" ausgemerzt werden sollten.
Der Tagesspiegel, 29.01.2001
Die Tötung der »Ballastexistenzen« als quasi-chirurgischer Eingriff am »deutschen Volkskörper« war für die Ärzteschaft zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu seiner »Gesundung« geworden.
konkret, 1992
Zitationshilfe
„Ballastexistenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ballastexistenz>, abgerufen am 22.01.2020.

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