Ballen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ballens · Nominativ Plural: Ballen
Aussprache
WorttrennungBal-len (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Ballen‹ als Erstglied: ↗Ballenbinder · ↗Ballenpresse · ↗ballenweise · ↗ballig
 ·  mit ›Ballen‹ als Letztglied: ↗Baumwollballen · ↗Butterballen · ↗Daumenballen · ↗Flachsballen · ↗Fußballen · ↗Handballen · ↗Kotballen · ↗Laichballen · ↗Lehmballen · ↗Leinwandballen · ↗Muskelballen · ↗Nebelballen · ↗Papierballen · ↗Seidenballen · ↗Stoffballen · ↗Strohballen · ↗Tabakballen · ↗Tastballen · ↗Warenballen · ↗Watteballen · ↗Wolkenballen · ↗Wurzelballen · ↗Wäscheballen · ↗Zehenballen · ↗Zellstoffballen
 ·  mit ›Ballen‹ als Binnenglied: ↗Hacken-Ballen-Drehung
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
(verschnürter) rundlicher Packen
Beispiele:
das Lasttier trägt die Kisten und Ballen
ein Ballen Baumwolle, Flachs, Stoff, Stroh, Tabak, Butter, Lehm, Watte
die Betten wurden in dicken Ballen aufgeladen
bildlich die finsteren Ballen der Gewitterwolken türmten sich auf
Maßeinheit gewisser Güter
Beispiel:
ein Ballen Papier, Leder
2.
stark ausgebildete Muskelmasse an der Innenseite der Handflächen und Fußflächen des Menschen, der Tiere
Beispiele:
das Messer rutschte ab und fuhr in den Ballen
der Schuh drückt am Ballen
auf den Ballen gehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ballen m. ‘fest verpacktes Stück Ware, Muskelpolster an Hand- und Fußflächen’. Die schwach flektierende Nebenform zu ahd. mhd. bal (s. ↗Ball) ahd. ballo (11. Jh.), mhd. balle ‘Ball, Kugel, Hand-, Fußballen’ entwickelt im Mhd. im 14. Jh. auch die Bedeutung ‘Warenballen’. Mit dem Eindringen des auslautenden -n aus den flektierten Formen in den Nominativ (15. Jh.) setzt sich die formale und semantische Differenzierung von Ballen und ↗Ball fort.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ballen · ↗Bund · ↗Bündel · ↗Strauß
Synonymgruppe
Ballen · ↗Bündel

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ballen Baumwolle Erde Faust Faß Ferse Fuß Kiste Paket Papier Pflanze Sack Saison Stoff Stroh Vorjahr Wolle aufsetzen betragen dick lagern pressen riesig rollen stapeln versenden

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ballen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie dürfen niemals im Ballen austrocknen, regelmäßige Feuchtigkeit ist notwendig.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 140
Sie erreichten mit dem Ende des Jahres 1946 rund 250000 Ballen.
Die Zeit, 24.02.1947, Nr. 08
Dabei dreht sich beim Andrehen der linke Fuß auf dem Ballen.
Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 130
Das Muster gibt es nur in Ballen mit 1000 Metern Länge.
Die Welt, 09.07.2005
Bei dem leichten, federnden Gehen werden die Füße zuerst mit den Ballen aufgesetzt.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 292
Zitationshilfe
„Ballen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ballen>, abgerufen am 23.10.2019.

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