Ballistik, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ballistik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungBal-lis-tik
HerkunftGriechisch
Wortzerlegungballistisch-ik
Wortbildung mit ›Ballistik‹ als Erstglied: ↗Ballistiker
eWDG, 1967

Bedeutung

Lehre von der Bewegung geworfener, geschossener Körper
Beispiele:
die innere, äußere Ballistik
die Ballistik für Kanonen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ballistisch · Balliste · Ballistik
ballistisch Adj. ‘die Flugbahn eines Körpers bzw. Geschosses betreffend’, Bildung des 19. Jhs. zu Balliste f. ‘Wurf-, Schleudermaschine’, auch ‘Wurfgeschoß’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. lat. ballista, das entweder über ein (allerdings nur als Name eines Sternbilds bezeugtes) griech. ballistḗs (βαλλιστής) auf griech. bállein (βάλλειν) ‘werfen, schleudern, schießen’ bzw. in gleichem Sinn gebrauchtes ballízein (βαλλίζειν) zurückgeht oder (weniger wahrscheinlich) unmittelbar zu diesen Verben gebildet ist. Ballistik f. ‘Herstellung von Wurfmaschinen’ (Ende 18. Jh.), ‘Lehre von der Bewegung geworfener oder geschossener Körper’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Ballistik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ballistik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Ballistik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein ganzes Interesse gilt der Ballistik, er bastelt selber Waffen, und hinzu kommt die Politik.
Die Zeit, 11.08.1978, Nr. 33
Experten für Ballistik hätten festgestellt, daß die drei 120-Millimeter-Granaten von serbischen Stellungen abgeschossen worden seien, teilte General Rose mit.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.1994
Selbstverständlich stellen unsere Schilderungen nicht die Gesamtheit der auftretenden Probleme der Ballistik dar.
Welt und Wissen, 1932, Nr. 2, Bd. 21
Zwar haben Sprengköpfe und Täuschkörper keinen eigenen Antrieb, sie folgen aber den Gesetzen der Ballistik.
o. A. [kk]: Infrarotsensor. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1986]
Das Institut betreibt wehrtechnische Forschung auf den Gebieten Ballistik, Aerodynamik, Sprengphysik und Laseranwendung.
o. A. [kk]: Deutsch-Französisches Institut Saint-Louis. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1984]
Zitationshilfe
„Ballistik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ballistik>, abgerufen am 07.04.2020.

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