Bandit, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Banditen · Nominativ Plural: Banditen
Aussprache
WorttrennungBan-dit
HerkunftItalienisch
Wortbildung mit ›Bandit‹ als Erstglied: ↗Banditenführer · ↗Banditenhäuptling · ↗Banditennest · ↗Banditentum · ↗Banditenunwesen · ↗Banditenwesen
eWDG, 1967

Bedeutung

Räuber, Straßenräuber
Beispiele:
eine Schar von Banditen überfiel das einsame Gehöft
gegen die Banditen vorgehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bandit m. ‘Räuber, die Gesellschaft bedrohender Übeltäter’ ist eine Entlehnung zu Anfang des 16. Jhs. aus ital. bandito, dem Part. Perf. von ital. bandire ‘verbannen’. Da außerhalb des Gesetzes Stehende sich zum Straßenraub zusammenschlossen, gilt bandito für den Verbannten, der als Übeltäter, als Straßenräuber lebt, und gelangt über schweizerdeutsche Schriftsteller, anfangs in dieser Doppelbedeutung, ins Dt. Ital. bandire ist wahrscheinlich germ. Ursprungs (vgl. got. bandwjan ‘ein Zeichen geben, andeuten’), vermischt sich aber mit lautähnlichem ital. (älter) bannire ‘verbannen’ und übernimmt dessen Bedeutung; nach mlat. bannire, das ebenfalls aus dem Germ. stammt und ein germ. Verb fortsetzt, das in nhd.bannen (s. d.) erhalten ist.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bandit · ↗Gangster · ↗Gauner · ↗Halunke · ↗Lump · ↗Schurke  ●  ↗Verbrecher  Hauptform · ↗Galgenstrick  ugs. · ↗Galgenvogel  ugs. · ↗Ganove  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Casino Freiheitskämpfer Gauner Krimineller Mörder Plünderer Roulette Roulettetisch Räuber Schmuggler Schurke Spieltisch Terrorist ausrauben berüchtigt bewaffnet einarmig gedungen konterrevolutionär korsisch marodierend maskiert mexikanisch sardisch schwerbewaffnet separatistisch sizilianisch somalisch tschetschenisch überfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bandit‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich habe sie immer dabei, es gibt ja so viele Banditen.
Bild, 15.10.1998
Jetzt ging es wieder einmal um „Die fünf Banditen“, in denen man neue Haken entdeckt hatte.
Die Zeit, 10.08.1979, Nr. 33
Diese Banditen versuchten, das zu vernichten, wofür Millionen bereits ihr Leben eingesetzt hatten.
Brief von Oberleutnant H. W. M. vom 28.07.1941. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 138
An allen möglichen und unmöglichen Stellen legen diese Banditen Minen.
Brief von Helmut an Hildegard vom 08.05.1943, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
In wenigen Tagen ermordeten und zerfleischten die deutschen Banditen 52000 Männer, Frauen, Greise und Kinder.
o. A.: Neunundfünfzigster Tag. Donnerstag, 14. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 3065
Zitationshilfe
„Bandit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bandit>, abgerufen am 23.10.2019.

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