Bandzahl, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bandzahl · Nominativ Plural: Bandzahlen
Aussprache [ˈbantʦaːl]
Worttrennung Band-zahl
Wortzerlegung Band2Zahl
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Buchhandel, Bibliothekswesen Anzahl von Bänden bei mehrteiligen Werken, z. B. bei mehrbändigen Nachschlagewerken oder einer Gesamtausgabe eines Schriftstellers; Zahl, mit der auf einen bestimmten Band eines mehrbändigen Werkes referiert werden kann
Beispiele:
Manchmal bestehen Unklarheiten darüber, ob man bei einem Zeitschriftenaufsatz [zur Zitation] nicht nur die Jahreszahl und die Bandzahl der Zeitschrift aufführen soll, sondern zusätzlich auch noch die Heftzahl (ein Band besteht in der Regel aus mehreren Heften). […] [Höge, Holger: Schriftliche Arbeiten in Studium und Beruf: ein Leitfaden, Stuttgart: W. Kohlhammer Verlag 2006, S. 110.]
Ursprünglich auf zwei Bände angelegt[…] ist das Opus magnum des Hamburger Theaterwissenschaftlers auf die (voraussichtlich) doppelte Bandzahl und das Mehrfache des anfänglich vorgesehenen Umfangs angewachsen […]. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2000]
Wenn der Gesamtumfang des Lexikons [Brockhaus] nicht ständig anwachsen und das Werk nicht unerschwinglich werden soll, kann die Bandzahl nur stabil gehalten und Platz für neues Wissen nur gewonnen werden durch Kürzungen und Tilgung von Artikeln sowie durch das Verweissystem und eine intelligente Ausdünnung von »Komposita‑Nestern«. [Die Zeit, 13.12.1996, Nr. 51]
Bei den Angaben über die Bandzahlen der geplanten Weimarer und Düsseldorfer Heine‑Ausgaben schleicht sich […] ein rechnerisches Mißverständnis ein. Reinfrank spricht von 50 Bänden der Weimarer Edition und nur 16 Bänden der Düsseldorfer – wobei im ersten Fall die Apparatbände mitgezählt sind, bei den 16 Düsseldorfer Bänden jedoch nicht. [Die Zeit, 09.05.1969, Nr. 19]
selten, metonymisch Angabe der Zahl oder fortlaufenden Nummer eines Bandes, z. B. auf dessen Einband oder dem Titelblatt
Beispiele:
Ein pompöser Band, fast 40 Bogen, rotes Leinen, braunes Leder, Goldschnitt, der vornehme (abgesehen höchstens von dem kuriosen Kringel um die Bandzahl) Einbandentwurf von E. R. [Der Morgen, 4/3 (1928)]
Grundsätzlich ist auf die neuesten Auflagen verwiesen, deren Zahl oberhalb der Jahres‑ oder Bandzahl in Kleindruck beigefügt ist. [Groebe, Paul Ernst (Hg.): Handbuch für den Geschichtsunterricht. Bd. 1, Leipzig 1913]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Bandzahl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bandzahl>, abgerufen am 19.01.2021.

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