Bank, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bank · Nominativ Plural: Bänke
Aussprache  [baŋk]
Wortbildung  mit ›Bank‹ als Erstglied: Banklehne · Banknachbar · Bankreihe · Bänkchen · Bänkelgesang · Bänkellied
 ·  mit ›Bank‹ als Letztglied: Abgeordnetenbank · Abwaschbank · Anklagebank · Armesünderbank · Armsünderbank · Austernbank · Auswechselbank · Betbank · Bettbank · Bierbank · Bretterbank · Bußbank · Drechselbank · Drechslerbank · Drehbank · Drückbank · Eckbank · Ehrenbank · Eimerbank · Eisbank · Ersatzbank · Eselsbank · Faulbank · Felsbank · Felsenbank · Fensterbank · Fleischbank · Folterbank · Freibank · Fußbank · Galeerenbank · Gartenbank · Gerichtsbank · Geschworenenbank · Gewitterbank · Grafenbank · Hackbank · Haubank · Hausbank1 · Heinzelbank · Herrenbank · Hinterbank · Hobelbank · Holzbank · Hängebank · Hüttenbank · Kachelbank · Kirchbank · Kirchenbank · Klappbank · Klassenbank · Kniebank · Kohlenbank · Kommunionbank · Korallenbank · Küchenbank · Lieblingsbank · Liegebank · Marmorbank · Massagebank · Messerbank · Milchbank · Ministerbank · Muschelbank · Nebelbank · Ofenbank · Oppositionsbank · Orgelbank · Parkbank · Planierbank · Polsterbank · Querbank · Rasenbank · Regierungsbank · Reservebank · Richterbank · Ritterbank · Rohrbank · Ruderbank · Ruhebank · Rundbank · Rückbank · Rücksitzbank · Sandbank · Sandsteinbank · Schieferbank · Schlachtbank · Schlammbank · Schleifbank · Schneidebank · Schnitzbank · Schnitzelbank · Schulbank · Schöffenbank · Seehundsbank · Sitzbank · Sohlbank · Sonnenbank · Steinbank · Strafbank · Streckbank · Tonbank · Trainerbank · Truhenbank · Uferbank · Vorderbank · Wandbank · Wechselbank1 · Werkbank · Wetterbank · Wirtshausbank · Wolkenbank · Zeugenbank · Zuhörerbank · Zuschauerbank
eWDG

Bedeutungen

1.
Sitz für mehrere Personen nebeneinander, meist aus Holz
Beispiele:
eine Bank im Park, vor dem Haus
Anlagen mit Bänken
die Bänke im Zirkus, in den Schulen, Hörsälen
eine Bank ohne, mit Lehne
die vordere, hintere, oberste, unterste, zweite, dritte Bank
er saß in der Schule in der, auf der letzten, ersten Bank (= war der schlechteste, beste Schüler)
eine roh gezimmerte, grün gestrichene, einfache, harte, gepolsterte, geschnitzte, steinerne, schattige Bank
ein Bänkchen herbeiholen
die ganze Bank einnehmen
die Bank wegrücken, zur Seite rücken
sich auf einer Bank niederlassen, auf eine Bank setzen
sich lang auf eine Bank strecken
auf einer Bank reiten
der Schüler trat aus der Bank (heraus)
etw. unter die Bank schieben, stecken, unter der Bank hervorziehen
unter die Bank kriechen
umgangssprachlichjmdn. unter die Bank trinken (= so lange mit ihm zechen, bis er betrunken daliegt)
vor leeren Bänken spielen, sprechen (= wenig Zuschauer, Zuhörer haben)
Denn Bank an Bank gedränget sitzen / … Der Griechen Völker wartend da [ SchillerKraniche]
Auf dieser Bank von Stein will ich mich setzen [ SchillerTellIV 3]
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
etw. auf die lange Bank schieben (= etw. aufschieben)
(alle) durch die Bank (= alle)
ohne Ausnahme
Beispiele:
auf den Schwindel sind alle durch die Bank hereingefallen
ihr habt es (alle) durch die Bank missverstanden
alle Versuche waren durch die Bank fehlgeschlagen
2.
Handwerkstisch
Beispiel:
Walter setzte den Stahl an … alles Weitere schaffte die Bank (= Drehbank) allein [ BredelSöhne108]
3.
Zusammenballung, Anhäufung
a)
von Sand, Fels, Schlamm, Tieren in Gewässern
Beispiele:
das Boot war auf eine Bank gefahren, gelaufen
er konnte nicht von der Bank loskommen
b)
von Gestein, Kohle in der Erde
c)
von Wolken, Dunst am Himmel
Beispiel:
Die Schwaden weißlichen Dunstes … verschwammen in der Abenddämmerung zu gelblichen und rötlichen Bänken [ A. ZweigGrischa72]
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bank1 f. ‘Sitzmöbel für mehrere’, ahd. (9. Jh.), mhd. mnl. banc, asächs. mnd. nl. bank, aengl. benc, engl. bench, anord. bekkr, schwed. bänk führen auf germ. *bankiz. Die Etymologie ist nicht sicher. Vergleicht man anord. bakki (-kk- aus -nk-) ‘Erhöhung, Hügel, Flußufer’ und die zu germ. *baka(n)- ‘Rücken’ (s. Bache sowie Backbord, Backe2) gehörige Wortgruppe (ohne inlautenden Nasal), so läßt sich über die Vorstellung ‘Rundes, Gewölbtes’ für germ. *bankiz ‘gebogene, gerundete Erdaufschüttung zum Sitzen’, später ‘gerundeter, aus Holz gemachter Sitz’ (z. B. auf dem Thingplatz) annehmen. Aber auch Verbindung zu aind. bhanákti ‘biegt, bricht’, bhaṅgáḥ ‘Biegung, Bruch’ und Anschluß an die Wurzel ie. *bheg-, *bheng- ‘schlagen, brechen’ ist denkbar; *bankiz wäre dann ursprünglich die zum Sitzen flach geschlagene, geebnete Erde. S. auch Bank2. In bildlichen Wendungen: auf die lange Bank schieben ‘verzögern’, anfänglich Gerichtsakten in die langen Truhen (den Aufbewahrungsort) bringen (15. Jh.); durch die Bank ‘allesamt’ (wie sie nebeneinander sitzen).

Typische Verbindungen zu ›Bank‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bank‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bank‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er blickte auf die leeren Bänke vor dem unbeleuchteten Altar. [Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 69]
Ich kenne den Witz seit zwanzig Jahren und setz mich seither zu dem alten Mann auf die Bank. [Müller,Herta: Der König verneigt sich und tötet, München: Carl Hanser Verlag 2003, S. 142]
Ohne Not wollten wir nicht zurück auf die Bänke der Opposition. [Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 227]
Ohne sich zu mucksen, blieben sie auf ihrer Bank sitzen. [Matthiessen, Wilhelm: Das Mondschiff. In: ders., Das Rote U, Bayreuth: Loewes 1980 [1949], S. 227]
Am liebsten hätte ich mich auf einer der Bänke ausgestreckt und geschlafen. [Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 54]
Zitationshilfe
„Bank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bank#1>.

Weitere Informationen …

Bank, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Bank · Nominativ Plural: Banken
Aussprache  [baŋk]
Wortbildung  mit ›Bank‹ als Erstglied: Bankabschluss · Bankaktie · Bankakzept · Bankangestellte · Bankanleihe · Bankanweisung · Bankaufsicht · Bankauftrag · Bankausweis · Bankautomat · Bankbaron · Bankbeamte · Bankbeamtin · Bankberater · Bankbericht · Bankbetriebslehre · Bankbetrug · Bankbevollmächtigte · Bankbilanz · Bankbrief · Bankbruch · Bankbuch · Bankbürgschaft · Bankchef · Bankdarlehen · Bankdiebstahl · Bankdienstleistung · Bankdirektor · Bankdiskont · Bankeinbruch · Bankeinlage · Bankemission · Bankenaufsicht · Bankenausschuss · Bankenbereich · Bankenbilanz · Bankenbranche · Bankenfusion · Bankengesetz · Bankengruppe · Bankenhochhaus · Bankeninstitut · Bankenkommission · Bankenkonsortium · Bankenkrach · Bankenkredit · Bankenkreis · Bankenkrise · Bankenlandschaft · Bankenmanager · Bankenmarkt · Bankenrecht · Bankenrettung · Bankenrettungsfonds · Bankenschluss · Bankenschwindel · Bankensektor · Bankenskandal · Bankensystem · Bankentrust · Bankenverband · Bankenvertreter · Bankenviertel · Bankenvorstand · Bankenwelt · Bankenwesen · Bankenwirtschaft · Banker · Bankfach · Bankfachfrau · Bankfachleute · Bankfachmann · Bankfachwirt · Bankfeiertag · Bankfiliale · Bankgarantie · Bankgebäude · Bankgeheimnis · Bankgeschäft · Bankgewerbe · Bankguthaben · Bankhalter · Bankhaus · Bankherr · Bankhochhaus · Bankier · Bankinstitut · Bankkapital · Bankkarte · Bankkauffrau · Bankkaufleute · Bankkaufmann · Bankkommission · Bankkonsortium · Bankkonto · Bankkonzern · Bankkrach · Bankkredit · Bankkreis · Bankkunde · Bankkundin · Banklehre · Banklehrling · Bankleitzahl · Bankmanager · Bankmanagerin · Bankmitarbeiter · Bankmonopol · Banknote · Bankpapier · Bankprodukt · Bankrat · Bankrate · Bankraub · Bankrecht · Bankräuber · Banksafe · Bankschalter · Bankscheck · Bankschließfach · Bankschuld · Bankschwindel · Banksektor · Bankstunde · Banksystem · Banktitel · Banktresen · Banktresor · Bankverbindlichkeit · Bankverbindung · Bankverkehr · Bankverrechnung · Bankvorstand · Bankwert · Bankwesen · Bankwirtschaft · Bankzins · Banküberfall · Banküberweisung · Bänker · bankbetrieblich · bankfähig · bankintern · bankmäßig · banküblich
 ·  mit ›Bank‹ als Letztglied: Aktienbank · Augenbank · Ausgleichsbank · Auslandsbank · Außenhandelsbank · Blutbank · Bundesbank · Datenbank · Depositenbank · Depotbank · Devisenbank · Direktbank · Effektenbank · Emissionsbank · Entwicklungsbank · Filialbank · Förderbank · Genbank · Genossenschaftsbank · Geschäftsbank · Gewebebank · Gewerkschaftsbank · Girobank · Gläubigerbank · Großbank · Gründungsbank · Handelsbank · Hausbank2 · Hautbank · Hypothekenbank · Immobilienbank · Informationsbank · Investitionsbank · Investmentbank · Kantonalbank · Knochenbank · Konsortialbank · Kreditbank · Kundenkreditbank · Landesbank · Nationalbank · Nichtbank · Notenbank · Organbank · Pfandbriefbank · Postbank · Privatbank · Provinzbank · Regionalbank · Reichsbank · Rentenbank · Samenbank · Sammelbank · Spermabank · Spezialbank · Spielbank · Staatsbank · Stadtbank · Teilzahlungsbank · Universalbank · Versicherungsbank · Volksbank · Wechselbank2 · Weltbank · Wertpapierhandelsbank · Zentralbank · Ökobank
 ·  formal verwandt mit: Bankomat
Mehrwortausdrücke  eine Bank sein · sichere Bank · todsichere Bank
eWDG und DWDS

Bedeutungen

1.
spezieller Unternehmen, das gewerbsmäßig Geldgeschäfte und Börsengeschäfte betreibt
siehe auch Bankhaus
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine private, ausländische, heimische, systemrelevante Bank
als Adjektivattribut: eine Bank retten, verstaatlichen, gründen, sanieren; eine Bank überfallen, ausrauben
in Präpositionalgruppe/-objekt: Konten, Kredite bei der Bank; [ein Konto] bei der Bank eröffnen; [einen Kredit] bei einer Bank aufnehmen
Beispiele:
Früher folgte der Weltspartag einem festen Ritual. Am letzten Arbeitstag im Oktober gingen die Kinder zusammen mit ihren Eltern in die örtliche Bank oder Sparkasse, ein prall gefülltes Sparschwein im Gepäck. Als Belohnung stieg nicht nur der Betrag auf dem Sparkonto, oft legten die Geldhäuser noch ein kleines Geschenk obendrauf. [Welt am Sonntag, 01.11.2020]
[…] wie schon in den Vorjahren beklagten sich auch 2019 Millionen Sparer über die Nullzinsen auf Tages‑ und Festgeld bei ihrer Bank. [Bild am Sonntag, 29.12.2019]
Schuld an diesem Preisniveau sei eine Verlagerung des Börsengeschäfts auf Rohstoffzertifikate: Spekulanten, Banken und Fonds glaubten, auf den Rohstoffmärkten deutlich höhere Gewinne erzielen zu können als mit anderen Investments. [Die Welt, 08.12.2009]
Immer mehr Banken verschieben ihren wichtigsten Standort in Asien oder ihre Basis für das Derivate‑ und Devisengeschäft zur Zeit von Tokio nach Singapur. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.1996]
Wir beginnen in diesen Tagen mit der Freigabe des Geschäftsdarlehens der Banken und Sparkassen, insbesondere mit der Eröffnung der Kassenstellen, um dadurch der Wirtschaft im allgemeinen wieder das notwendige Blut zuzuführen. [Berliner Zeitung, 24.05.1945]
metonymisch einzelne Filiale einer Bank
Beispiele:
Es gibt nicht genug Beweise, dass Sie die Bank ausgeraubt haben. [Bild, 28.02.2020]
Früher war in dem Gebäude mal eine Bank. [Der Spiegel, 04.09.2017 (online)]
Ein Beispiel: In einer Bank warten Kunden geduldig vor dem Schalter. Die Regeln sind hier klar definiert, es gibt eine Schlange, einer nach dem anderen kommt an die Reihe. [Die Zeit, 24.07.2017 (online)]
Betritt man diese Bank, laufen einem Schauer der Ehrfurcht den Rücke herunter – kostbare Marmorböden, hohe, schmale Fenster wie im Grand Central Terminal, erhabene Deckenbögen. [Welt am Sonntag, 21.09.2014]
2.
Einrichtung, in der etwas in großer Menge gesammelt, aufbewahrt, verwaltet wird und entnommen werden kann
Oberbegriff zu Samenbank, Blutbank
Beispiele:
Es ist das größte Überlebens‑Projekt seit der Arche Noah: Die internationale Bank für Pflanzensamen auf Spitzbergen. Gestern wurde sie eröffnet. Im Permafrostboden der norwegischen Insel sollen bis zu 4,5 Millionen Samenproben von Weizen, Mais, Bohnen & Co. eingelagert werden. [Bild, 27.02.2008]
Den Forschern stand […] eine riesige Bank an Blutproben […] zur Verfügung, gewonnen im Labor, das die Universität München und die GTZ (= Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) gerade am größten Krankenhaus der Region aufbauten[…]. Hier wurden zum ersten Mal in der Region freiwillige HIV‑Tests und Beratungen für die Bevölkerung angeboten. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2005]
Ich behaupte, dass am Ende Verhütungsmittel total unnötig sein werden. Die Menschen werden ihre Spermien und Eier in einer Bank auf Eis legen können und lassen sich anschließend sterilisieren. [Der Spiegel, 21.01.2002]
Ein Verfahren, Spermien‑Vorläuferzellen einzufrieren und später in Hoden heranreifen zu lassen, haben kürzlich amerikanische Forscher entwickelt. Diese Technik könnte es ermöglichen, Tiere als lebende Banken für Spermien verschiedener Arten, auch für solche des Menschen, zu nutzen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.1996]
Bei der Polnischen Medizinischen Akademie in Warschau ist jetzt die erste, zentrale Gewebebank der Volksrepublik Polen eingerichtet worden. Die Bank verfügt über konservierte Fragmente von Knochen, Sehnen, Gelenk‑ und Knorpelgeweben, die für Transplantationen vor allem in der Orthopädie verwendet werden. [Neues Deutschland, 14.02.1967]
3.
spezieller, nur Glücksspiel
a)
Geldeinsatz desjenigen Spielers, der bei Bankhalter-Spielen allein gegen alle übrigen spielt
Beispiele:
die Bank übernehmen, halten, sprengenWDG
Bei Spielen wie Poker und Baccarat fungiert das Kasino – anders als im Black Jack und Roulette – nicht als Bank und macht deshalb keinen Gewinn. [Neue Zürcher Zeitung, 22.04.2012]
Die Kugel kommt auf der schwarzen Acht zum Liegen. Ein Mann […] starrt auf das Türmchen seiner 100‑Dollar‑Chips, das der Croupier zur Bank hinüberschiebt. [Süddeutsche Zeitung, 12.11.2011]
vergleichend Wie ein Spieler, der seine gerade eingestrichenen Gewinne auf eine Karte setzt, um die Bank zu sprengen, scheint auch Arafat immer wieder bereit, alles zu riskieren – nur um dann letztlich doch zu verlieren. [Der Spiegel, 16.10.2000 (online)]
Ein Croupier, im Fachjargon Dealer, hält die Bank, ihm sitzen bis zu sieben aktive Spieler gegenüber. [Der Spiegel, 14.04.1997]
Einer [der Spieler] übernimmt die Bank, und die meisten spielen […] auf seiner Seite[…]. Die anderen spielen gegen ihn […]. […] die Partei, die »die Bank hält«, […] investiert [Geld], um jedem der […] Spieler[…] eine Chance zu geben, sich mit kleinen Beträgen entweder für die Bank oder gegen die Bank zu engagieren. [Die Zeit, 21.01.1977]
b)
metonymisch
Synonym zu Bankhalter
Beispiele:
Nebenberuflich war die 25‑Jährige bisher im Automatenkasino in Baden als Gästebetreuerin tätig. Der Beruf des Croupiers sei anspruchsvoller, sagt sie; immerhin verwalte sie als »Bank« Jetons im Wert von 15.000 Franken. [Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2002]
Die Regeln [beim Black Jack] sind simpel: Jeder spielt für sich, und alle spielen gegen die Bank. [Der Spiegel, 14.04.1997]
c)
umgangssprachlich
Phrasem:
sichere Bank (= ein Projekt, Vorhaben o. Ä. mit erwartbarem (wünschenswerten) Ausgang) (= Person, die eine von ihr erwartete Leistung mit Sicherheit erbringen wird)
d)
umgangssprachlich
Phrasem:
eine Bank sein (= etw. sein, das die an es gestellten (hohen) Erwartungen verlässlich erfüllt) (= jmd. sein, der die von ihm erwartete (erfolgreiche) Leistung mit Sicherheit erbringt)

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bank2 · Banknote
Bank2 f. ‘Geschäft für Geldverkehr’, in seiner Herkunft identisch mit Bank1 (s. d.), das früh in die roman. Sprachen eindringt. Ital. banco m. (Nebenform banca f.), anfangs (wie mhd. wehselbanc) der Tisch der Geldwechsler, wird im 15. Jh. rückentlehnt, wobei die ital. Lautung Bancho, Ban(c)ko lange beibehalten wird. Nach frz. banque f. begegnen im 18. Jh. Pluralformen wie Banques, Banquen, unter deren Einfluß bei Anlehnung an Bank1 sich die heutige Form und das feminine Genus durchsetzen. Auf frz. Vorbild beruht auch die Verwendung von Bank als ‘Spielbank’ im Glücksspiel. Banknote f. Die Prägung engl. banknote (17. Jh.) wird im 18. Jh. ins Dt. übernommen, ältere Bezeichnungen wie Bankbillet, Bankzettel ablösend.

Typische Verbindungen zu ›Bank‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bank‹.

Zitationshilfe
„Bank“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bank#2>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Banjo
Banja
Bangnis
Bangladeschi
Bangladescherin
Bankabschluss
Bankaktie
Bankakzept
Bankangestellte
Bankanleihe