Bariton, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Baritons · Nominativ Plural: Baritone
Aussprache 
Worttrennung Ba-ri-ton
Herkunft Griechisch → Italienisch
Wortbildung  mit ›Bariton‹ als Erstglied: ↗Baritonpartie · ↗Baritonschlüssel · ↗Baritonstimme
 ·  mit ›Bariton‹ als Letztglied: ↗Tenorbariton
eWDG, 1967

Bedeutung

Musik
1.
Männerstimme einer mittleren Lage zwischen Bass und Tenor
Grammatik: meist im Singular
Beispiel:
er hat einen weichen, lyrischen Bariton
2.
Sänger mit einer Baritonstimme
Beispiel:
ein berühmter, gefeierter Bariton
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bariton m. Die Bezeichnung für die Männerstimme mittlerer Lage (zwischen Baß und Tenor) und für den Sänger mit dieser Stimmlage (neben im 19. Jh. häufigem Baritonist), wie andere Fachwörter der Musik eine Entlehnung aus dem Ital., ist zuerst Anfang des 17. Jhs. (mit Bezug auf Italien) in der latinisierten Form Barytonus nachzuweisen, in der heutigen Gestalt (unter Einfluß von frz. baryton gleicher Herkunft?) jedoch erst im 18. Jh. gebräuchlich. Zugrunde liegt gleichbed. ital. baritono, Substantivierung des (nur in der grammatischen Terminologie weiterlebenden) Adjektivs ital. baritono, einer gelehrten Übernahme von griech. barýtonos (βαρύτονος) ‘einen tiefen Ton aufweisend, tief tönend’, in der Grammatik ‘nicht den Hauptton tragend’ (von Silben), ‘nicht auf der letzten Silbe betont’ (von Wörtern, so auch spätlat. barytonus); vgl. griech. barýs (βαρύς) ‘schwer, gewichtig, heftig, beschwerlich, tief’ und tónos (τόνος) ‘Spannung, Seil, Sehne, Ton, Akzent, Anstrengung, Stärke’ (s. ↗Ton2). Baryton heißt im Dt. auch ein im 17./18. Jh. verwendetes Streichinstrument mit meist sieben Saiten und einer größeren Zahl hinter dem Griffbrett befindlicher Resonanzsaiten (ital. viola di bordone oder baritono, frz. baryton) sowie (seit dem 19. Jh.) ein Blechblasinstrument (auch Baritonhorn).

Typische Verbindungen zu ›Bariton‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bariton‹.

Verwendungsbeispiele für ›Bariton‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Töne, die ihm liegen, bläht er gerne auf, anderes fällt bramarbasierend unter den Tisch, sein Bariton klingt rau.
Die Zeit, 27.12.2010 (online)
Das möchte jeder Bariton in seinem Leben gerne singen, so heißt es.
Der Tagesspiegel, 29.10.2003
Dieser empfängt ihn mit großer Freude, von der auch der ältere Sohn (Bariton) angesteckt wird.
Fath, Rolf: Werke - P. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 21984
Etwa ein Drittel aller Knabenstimmen entwickelt sich zum Tenor, zwei Drittel zum Bariton oder Baß.
o. A.: M. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 7031
Der mißtrauische Graf Gil (Bariton) bemerkt an seiner Susanna (Sopran) Zigarettenduft.
Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 896
Zitationshilfe
„Bariton“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bariton>, abgerufen am 24.09.2020.

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