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Barren, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Barrens · Nominativ Plural: Barren
Aussprache 
Worttrennung Bar-ren
Wortbildung  mit ›Barren‹ als Erstglied: Barrengold · Barrenholm · Barrenturnen · Barrenübung
 ·  mit ›Barren‹ als Letztglied: Goldbarren · Handstandbarren · Hochbarren · Kastenbarren · Kupferbarren · Metallbarren · Parallelbarren · Schrägbarren · Silberbarren · Stufenbarren
eWDG

Bedeutungen

1.
Turngerät aus zwei waagerechten, parallelen Stangen, die auf verstellbaren Ständern ruhen
Beispiele:
Übungen am Barren
vom Barren abgrätschen
2.
Stange aus unbearbeitetem Metall, Edelmetall
Beispiel:
ein Barren Gold, Silber
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Barre · Barren
Barre f. ‘Querstange, Schranke, Absperrung’, auch (seit dem 17. Jh.) ‘einer Flußmündung, Hafeneinfahrt vorgelagerte Sandbank’. Mhd. barre, bar, bār ‘Balken, Schranke, Querstange’ ist (wie mnl. bāre ‘Schlagbaum, Verschanzung’) entlehnt aus gleichbed. afrz. barre, dem vlat. *barra ‘Querstange’ vorausgeht, dessen weitere Herleitung jedoch ungeklärt ist. Vielleicht läßt sich die vlat. Form (als ursprünglich pluralische Bildung?) an gall. *barros ‘Wipfel, buschiges Ende, Büschel, Haarschopf’ (vgl. air. barr ‘Oberstes, Spitze, Laub, Haar’, kymr. korn. bar ‘Spitze, Gipfel’, bret. barr ‘Spitze, Zweig’) anschließen, das seinerseits zu einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ (s. barsch, Borste) gehört. Vom 17. Jh. an wird Barre auch im Sinne von ‘Metallstange, für den Handel gegossenes längliches Formstück eines Metalls, besonders eines Edelmetalls’ verwendet, so noch Anfang des 20. Jhs. neben heute dafür üblichem Barren m. dieses zuerst im 17. Jh. nachweisbare Maskulinum ist wohl aus dem häufig gebrauchten Plur. Barren als neuer Sing. entstanden, vielleicht beeinflußt durch nicht verwandtes, nur in obd. Mundarten fortlebendes Barren, älter auch Bahren ‘Krippe, Raufe’, mhd. baren, zerdehnt aus mhd. barn(e), ahd. barno (s. Paar). Barren bezeichnet ferner seit dem frühen 19. Jh. das aus zwei auf Ständern ruhenden, parallel laufenden Holmen bestehende Turngerät, bei dessen Benennung sein Erfinder F. L. Jahn möglicherweise ebenfalls von der (im Hinblick auf die beiden Stangen naheliegenden) Pluralform zu Barre ‘Stange’ (s. oben) ausging; vgl. engl. parallel bars, frz. barres parallèles.

Typische Verbindungen zu ›Barren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Barren‹.

Verwendungsbeispiele für ›Barren‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ich gestatte mir kleine Änderungen des Barrens in der Breite. [Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 218]
Wir sind wohl das einzige Volk, das es fertig bekommt, noch am Barren aggressiv zu sein. [Tucholsky, Kurt: In Uniform. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8725]
Diesen Barren kann er heute zum Preis von 19300 Mark wieder verkaufen. [Die Zeit, 14.09.1979, Nr. 38]
Es hat die Hände auf die Holme eines Barrens gelegt, die Augen blicken ins Leere. [Die Zeit, 04.03.1977, Nr. 10]
Ein Kind setzt sich auf den einen Holmen des Barrens, die Hände auf den anderen Holmen gestützt. [Die Zeit, 27.04.1950, Nr. 17]
Zitationshilfe
„Barren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Barren#1>.

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Barren, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Barrens · Nominativ Plural: Barren
Nebenform Barn · Substantiv · Genitiv Singular: Barn(e)s · Nominativ Plural: Barne
Aussprache 
Worttrennung Bar-ren ● Barn
Wortbildung  mit ›Barren‹ als Letztglied: Fressbarren · Futterbarren · Heubarren
eWDG

Bedeutung

landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch Futterkrippe, Raufe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Barre · Barren
Barre f. ‘Querstange, Schranke, Absperrung’, auch (seit dem 17. Jh.) ‘einer Flußmündung, Hafeneinfahrt vorgelagerte Sandbank’. Mhd. barre, bar, bār ‘Balken, Schranke, Querstange’ ist (wie mnl. bāre ‘Schlagbaum, Verschanzung’) entlehnt aus gleichbed. afrz. barre, dem vlat. *barra ‘Querstange’ vorausgeht, dessen weitere Herleitung jedoch ungeklärt ist. Vielleicht läßt sich die vlat. Form (als ursprünglich pluralische Bildung?) an gall. *barros ‘Wipfel, buschiges Ende, Büschel, Haarschopf’ (vgl. air. barr ‘Oberstes, Spitze, Laub, Haar’, kymr. korn. bar ‘Spitze, Gipfel’, bret. barr ‘Spitze, Zweig’) anschließen, das seinerseits zu einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ (s. barsch, Borste) gehört. Vom 17. Jh. an wird Barre auch im Sinne von ‘Metallstange, für den Handel gegossenes längliches Formstück eines Metalls, besonders eines Edelmetalls’ verwendet, so noch Anfang des 20. Jhs. neben heute dafür üblichem Barren m. dieses zuerst im 17. Jh. nachweisbare Maskulinum ist wohl aus dem häufig gebrauchten Plur. Barren als neuer Sing. entstanden, vielleicht beeinflußt durch nicht verwandtes, nur in obd. Mundarten fortlebendes Barren, älter auch Bahren ‘Krippe, Raufe’, mhd. baren, zerdehnt aus mhd. barn(e), ahd. barno (s. Paar). Barren bezeichnet ferner seit dem frühen 19. Jh. das aus zwei auf Ständern ruhenden, parallel laufenden Holmen bestehende Turngerät, bei dessen Benennung sein Erfinder F. L. Jahn möglicherweise ebenfalls von der (im Hinblick auf die beiden Stangen naheliegenden) Pluralform zu Barre ‘Stange’ (s. oben) ausging; vgl. engl. parallel bars, frz. barres parallèles.

Typische Verbindungen zu ›Barren‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›Barren‹ und ›Barn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Barren‹, ›Barn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ich gestatte mir kleine Änderungen des Barrens in der Breite. [Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 218]
Wir sind wohl das einzige Volk, das es fertig bekommt, noch am Barren aggressiv zu sein. [Tucholsky, Kurt: In Uniform. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke – Briefe – Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8725]
Diesen Barren kann er heute zum Preis von 19300 Mark wieder verkaufen. [Die Zeit, 14.09.1979, Nr. 38]
Es hat die Hände auf die Holme eines Barrens gelegt, die Augen blicken ins Leere. [Die Zeit, 04.03.1977, Nr. 10]
Ein Kind setzt sich auf den einen Holmen des Barrens, die Hände auf den anderen Holmen gestützt. [Die Zeit, 27.04.1950, Nr. 17]
Zitationshilfe
„Barren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Barren#2>.

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