Barren, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Barrens · Nominativ Plural: Barren
Aussprache
WorttrennungBar-ren
Wortbildung mit ›Barren‹ als Erstglied: ↗Barrengold · ↗Barrenholm · ↗Barrenturnen · ↗Barrenübung
 ·  mit ›Barren‹ als Letztglied: ↗Goldbarren · ↗Handstandbarren · ↗Hochbarren · ↗Kastenbarren · ↗Kupferbarren · ↗Metallbarren · ↗Parallelbarren · ↗Schrägbarren · ↗Silberbarren · ↗Stufenbarren
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Turngerät aus zwei waagerechten, parallelen Stangen, die auf verstellbaren Ständern ruhen
Beispiele:
Übungen am Barren
vom Barren abgrätschen
2.
Stange aus unbearbeitetem Metall, Edelmetall
Beispiel:
ein Barren Gold, Silber
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Barre · Barren
Barre f. ‘Querstange, Schranke, Absperrung’, auch (seit dem 17. Jh.) ‘einer Flußmündung, Hafeneinfahrt vorgelagerte Sandbank’. Mhd. barre, bar, bār ‘Balken, Schranke, Querstange’ ist (wie mnl. bāre ‘Schlagbaum, Verschanzung’) entlehnt aus gleichbed. afrz. barre, dem vlat. *barra ‘Querstange’ vorausgeht, dessen weitere Herleitung jedoch ungeklärt ist. Vielleicht läßt sich die vlat. Form (als ursprünglich pluralische Bildung?) an gall. *barros ‘Wipfel, buschiges Ende, Büschel, Haarschopf’ (vgl. air. barr ‘Oberstes, Spitze, Laub, Haar’, kymr. korn. bar ‘Spitze, Gipfel’, bret. barr ‘Spitze, Zweig’) anschließen, das seinerseits zu einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ (s. ↗barsch, ↗Borste) gehört. Vom 17. Jh. an wird Barre auch im Sinne von ‘Metallstange, für den Handel gegossenes längliches Formstück eines Metalls, besonders eines Edelmetalls’ verwendet, so noch Anfang des 20. Jhs. neben heute dafür üblichem Barren m. dieses zuerst im 17. Jh. nachweisbare Maskulinum ist wohl aus dem häufig gebrauchten Plur. Barren als neuer Sing. entstanden, vielleicht beeinflußt durch nicht verwandtes, nur in obd. Mundarten fortlebendes Barren, älter auch Bahren ‘Krippe, Raufe’, mhd. baren, zerdehnt aus mhd. barn(e), ahd. barno (s. ↗Paar). Barren bezeichnet ferner seit dem frühen 19. Jh. das aus zwei auf Ständern ruhenden, parallel laufenden Holmen bestehende Turngerät, bei dessen Benennung sein Erfinder F. L. Jahn möglicherweise ebenfalls von der (im Hinblick auf die beiden Stangen naheliegenden) Pluralform zu Barre ‘Stange’ (s. oben) ausging; vgl. engl. parallel bars, frz. barres parallèles.

Typische Verbindungen zu ›Barren‹, ›Barn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Barren‹.

Verwendungsbeispiele für ›Barren‹, ›Barn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es hat die Hände auf die Holme eines Barrens gelegt, die Augen blicken ins Leere.
Die Zeit, 04.03.1977, Nr. 10
Und ich gestatte mir kleine Änderungen des Barrens in der Breite.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 218
Endlich, denn schon versuchen Gestalten, die das Tageslicht meiden, an die goldenen Barren zu kommen.
Die Welt, 02.11.2001
So geht es im schnellen Wechsel über und um den Barren herum.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 122
An Grätschen über den Barren, meist mißlangen sie mir und ich holte mir blaue Flecken.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 70
Zitationshilfe
„Barren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Barren#1>, abgerufen am 07.04.2020.

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Barren, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Barrens · Nominativ Plural: Barren
Nebenform Barn · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Barn(e)s · Nominativ Plural: Barne
WorttrennungBar-ren ● Barn
Wortbildung mit ›Barren‹ als Letztglied: ↗Fressbarren · ↗Futterbarren · ↗Heubarren
eWDG, 1967

Bedeutung

landschaftlich, besonders süddeutsch, österreichisch Futterkrippe, Raufe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Barn m. obd. md. ‘Futterkrippe’, ahd. barno (8. Jh.), mhd. barn. Herkunft ungewiß. Eine vermutete Verbindung mit aengl. beren ‘Scheune’ und bere ‘Gerste’ ist ebenso unsicher wie die Annahme einer Ableitung mit no-Suffix von der Wurzel ie. *bher(ə)- ‘tragen, bringen’.

Barre · Barren
Barre f. ‘Querstange, Schranke, Absperrung’, auch (seit dem 17. Jh.) ‘einer Flußmündung, Hafeneinfahrt vorgelagerte Sandbank’. Mhd. barre, bar, bār ‘Balken, Schranke, Querstange’ ist (wie mnl. bāre ‘Schlagbaum, Verschanzung’) entlehnt aus gleichbed. afrz. barre, dem vlat. *barra ‘Querstange’ vorausgeht, dessen weitere Herleitung jedoch ungeklärt ist. Vielleicht läßt sich die vlat. Form (als ursprünglich pluralische Bildung?) an gall. *barros ‘Wipfel, buschiges Ende, Büschel, Haarschopf’ (vgl. air. barr ‘Oberstes, Spitze, Laub, Haar’, kymr. korn. bar ‘Spitze, Gipfel’, bret. barr ‘Spitze, Zweig’) anschließen, das seinerseits zu einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ (s. ↗barsch, ↗Borste) gehört. Vom 17. Jh. an wird Barre auch im Sinne von ‘Metallstange, für den Handel gegossenes längliches Formstück eines Metalls, besonders eines Edelmetalls’ verwendet, so noch Anfang des 20. Jhs. neben heute dafür üblichem Barren m. dieses zuerst im 17. Jh. nachweisbare Maskulinum ist wohl aus dem häufig gebrauchten Plur. Barren als neuer Sing. entstanden, vielleicht beeinflußt durch nicht verwandtes, nur in obd. Mundarten fortlebendes Barren, älter auch Bahren ‘Krippe, Raufe’, mhd. baren, zerdehnt aus mhd. barn(e), ahd. barno (s. ↗Paar). Barren bezeichnet ferner seit dem frühen 19. Jh. das aus zwei auf Ständern ruhenden, parallel laufenden Holmen bestehende Turngerät, bei dessen Benennung sein Erfinder F. L. Jahn möglicherweise ebenfalls von der (im Hinblick auf die beiden Stangen naheliegenden) Pluralform zu Barre ‘Stange’ (s. oben) ausging; vgl. engl. parallel bars, frz. barres parallèles.

Typische Verbindungen zu ›Barren‹, ›Barn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Barren‹.

Verwendungsbeispiele für ›Barren‹, ›Barn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es hat die Hände auf die Holme eines Barrens gelegt, die Augen blicken ins Leere.
Die Zeit, 04.03.1977, Nr. 10
Und ich gestatte mir kleine Änderungen des Barrens in der Breite.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 218
Endlich, denn schon versuchen Gestalten, die das Tageslicht meiden, an die goldenen Barren zu kommen.
Die Welt, 02.11.2001
So geht es im schnellen Wechsel über und um den Barren herum.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 122
An Grätschen über den Barren, meist mißlangen sie mir und ich holte mir blaue Flecken.
Venske, Regula: Marthes Vision, Frankfurt am Main: Eichborn Verlag 2006, S. 70
Zitationshilfe
„Barren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Barren#2>, abgerufen am 07.04.2020.

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