Barschheit, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungBarsch-heit
Wortzerlegungbarsch-heit
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
barsches Wesen, Unfreundlichkeit
b)
barsche Äußerung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

barsch · Barschheit
barsch Adj. ‘grob, unfreundlich, rauh’. Seit dem 16. Jh. belegtes nd. barsch ‘scharf, streng, ranzig’ (auf Speisen und Geschmack bezogen) entwickelt den oben genannten übertragenen Sinn. In beiden Verwendungsweisen geht es im 17. Jh. in die Literatursprache ein und wird gegen Ende des 18. Jhs. allgemein (doch kaum im Obd.) gebräuchlich. Das Adjektiv ist mit Gutturalsuffix wohl zu einer s-Erweiterung der Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’ gebildet (s. auch ↗Barsch, ↗Borste, ↗Bürste, ↗Bart), wobei eine Übergangsbedeutung ‘stechend, scharf’ vorauszusetzen ist. Barschheit f. ‘rauhes Wesen, Unfreundlichkeit’ (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Seine Barschheit verriet, daß er sich selber Vorwürfe machte, weil ihm keine Möglichkeit einfiel, Nick zu helfen.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 963
Der erste Schnee wäre eine Erlösung von der Barschheit des Lichtes.
Kolb, Annette: Die Schaukel, Frankfurt a. M.: Fischer 1960 [1934], S. 154
Respekt vor dem atlantischen Stützpfeiler Europa spiegelt solche Barschheit nicht.
Die Zeit, 01.03.1985, Nr. 10
Es ist eine Rolle wie maßgeschneidert für Pfaff, der diese Gabe besitzt, Barschheit und Zärtlichkeit wie selbstverständlich nebeneinander gedeihen zu lassen.
Süddeutsche Zeitung, 04.09.2002
Zitationshilfe
„Barschheit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Barschheit>, abgerufen am 23.09.2019.

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