Bart, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Bart(e)s · Nominativ Plural: Bärte
Aussprache
Wortbildung mit ›Bart‹ als Erstglied: ↗Bartanflug · ↗Bartbinde · ↗Bartbürste · ↗Bartbüschel · ↗Bartflaum · ↗Bartflechte · ↗Bartfliege · ↗Bartfäden · ↗Barthaar · ↗Bartkoteletten · ↗Bartkratzer · ↗Bartkünstler · ↗Bartmoos · ↗Bartscherer · ↗Bartschmuck · ↗Bartstoppel · ↗Barttracht · ↗Bartträger · ↗Bartwichse · ↗Bartwisch · ↗Bartwuchs · ↗Bärtchen · ↗bartlos
 ·  mit ›Bart‹ als Letztglied: ↗Backenbart · ↗Blaubart · ↗Bocksbart · ↗Brummbart · ↗Christusbart · ↗Damenbart · ↗Dummbart · ↗Flaumbart · ↗Flechtenbart · ↗Geißbart · ↗Graubart · ↗Gämsbart · ↗Kaiserbart · ↗Kinnbart · ↗Knasterbart · ↗Knebelbart · ↗Milchbart · ↗Moosbart · ↗Patriarchenbart · ↗Rauschebart · ↗Rotbart · ↗Rundbart · ↗Schembart · ↗Schlüsselbart · ↗Schnauzbart · ↗Schnurrbart · ↗Seehundbart · ↗Seehundsbart · ↗Silberbart · ↗Spitzbart · ↗Stachelbart · ↗Stoppelbart · ↗Strubbelbart · ↗Vollbart · ↗Ziegenbart · ↗Zottelbart · ↗Zwickelbart
 ·  formal verwandt mit: ↗bebartet
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
dichter Haarwuchs im unteren Teil des menschlichen Gesichts, besonders ausgeprägt beim Mann
Beispiele:
der Mann hatte einen schwarzen, roten, blonden, dünnen, schütteren, dichten, breiten, langen, wallenden, struppigen, stoppligen, flaumigen, gekräuselten, gepflegten, aufwärts gezwirbelten Bart
der Bart sprießt, wird dünn
einen Bart bekommen
sich [Dativ] einen Bart wachsen lassen
den Bart stehen lassen
ein Bärtchen tragen
sich [Dativ] den Bart abnehmen (= abrasieren) lassen
seinen Bart einseifen, rasieren, kämmen, stutzen, scheren
salopp seinen Bart abkratzen, abschaben
er strich sich [Dativ] zufrieden, nachdenklich den Bart
sich [Dativ] den Bart krauen, strähnen
jmdn. am Bart zupfen, reißen
sein Bart stach, unrasiert von durchfahrener Nacht [A. ZweigJunge Frau320]
salopp, bildlich
Beispiele:
etw. in seinen Bart brummen, murmeln (= undeutlich reden)
sich [Dativ] in den, in seinen Bart lachen (= stillvergnügt lachen)
jmdm. um den Bart gehen, Honig um den Bart schmieren (= ihm geschickt schmeicheln)
er schwur bei seinem Barte, beim Barte des Propheten (= er schwur feierlich)
umgangssprachlich um des Kaisers Bart streiten (= um etwas Belangloses streiten)
umgangssprachlich sich [Dativ] beim Trinken einen Bart machen, malen
salopp, übertragen
Beispiele:
der Bart ist ab (= es ist zu Ende, nichts mehr zu machen)
der Witz hat einen (solchen) Bart (= ist altbekannt)
so'n Bart! (= das ist altbekannt!)
2.
Dinge, die einem Bart äußerlich ähnlich sind
a)
Schnauzhaare vieler Säugetiere als Sitz des Tastsinnes
Beispiel:
der Bart des Katers
b)
Teil des Schlüssels, der bei der Umdrehung den Riegel im Schloss zur Seite schiebt
Beispiele:
den Bart abbrechen, abfeilen, im Schloss herumdrehen, aus dem Schloss herausziehen
der Bart stand quer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bart m. ‘Behaarung von Kinn und Wangen’, ahd. (8. Jh.), mhd. bart, mnd. bārt, mnl. baert, nl. baard, aengl. engl. beard (germ. *barða-) und (mit Metathese) aslaw. brada, russ. borodá (борода) sowie lat. (assimiliert aus *farba) barba führen auf ie. *bhardhā ‘Bart’, zur Wurzel ie. *bhar-, *bhor- ‘Hervorstehendes, Borste, Spitze’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Bart · ↗Barthaar · Barthaare · Gesichtsbehaarung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brille Glatze Haar Haupthaar Kinn Mütze Oberlippe Perücke Sonnenbrille Turban abrasieren angeklebt ankleben buschig eisgrau ergraut gepflegt gestutzt grau graumeliert rasieren schlohweiß schütter struppig stutzen wallend weiß wuchernd zupfen zwirbeln

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Bart‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann glitzern seine Augen verräterisch, dann streichelt er sich den sorgsam ausrasierten Bart.
Die Welt, 10.12.2005
Er hat einen Bart, und wenn er keinen hat, bindet er sich einen um.
Die Zeit, 27.12.1996, Nr. 1
Ebenso wird man Dir so wenig wie mir den Bart abnehmen wollen.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4080
Nur von den Ohren ging ein schmaler Streifen Bart zum Kinn hinunter.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 9
Dann kam jemand auf sie zu, ein breitschulteriger Mann mit dunklem Bart.
Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087
Zitationshilfe
„Bart“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Bart>, abgerufen am 12.11.2019.

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