Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Basilika, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Basilika · Nominativ Plural: Basiliken
Aussprache 
Worttrennung Ba-si-li-ka
Wortbildung  mit ›Basilika‹ als Erstglied: basilikal  ·  mit ›Basilika‹ als Letztglied: Staffelbasilika · Säulenbasilika
Herkunft aus basilicalat ‘Markthalle, Gerichtshalle’ < basilikḗ (stoá)griech (βασιλική στοά) ‘königliche Wohnung’ < basileúsgriech (βασιλεύς) ‘König’
eWDG

Bedeutung

alte, christliche Kirchenform mit einem schmalen Mittelschiff, das über die beiden Seitenschiffe emporragt
Beispiel:
eine Basilika mit flachem Dach
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Basilika f. ‘Kirchenbau mit mehreren Schiffen’, seit Anfang des 16. Jhs. in dt. Texten. Im Mittelalter bevorzugter Typus des Kirchenbaus, der seinen Ursprung in frühchristlicher Zeit (4. Jh.) hat. Architektonisches Vorbild sind öffentliche Gebäude in Rom, lat. basilicae (Sing. basilica), die Markt- oder Gerichtshallen mit einem erhöhten Hauptschiff und doppelten Säulengängen, nach dem Muster der griechischen basilikḗ (stoá) (βασιλική στοά), der ‘königlichen Wohnung’. Griech. basilikós (βασιλικός) ist Adjektivableitung von basilé͞us (βασιλεύς) ‘König’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Basilika · mehrschiffiger Kirchenbau
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Basilika‹ (berechnet)

Akustik Bode-museum Empfängnis Franziskus Kaiser-friedrich-museum Kathedrale Orgel Seitenschiff Typus altchristlich altöttinger byzantinisch doppelchörig dreischiffig eberbacher flachgedeckt frühchristlich fünfschiffig gewölbt ilbenstaedter ilbenstädter karolingisch konstantinischen kreuzförmig langgestreckt quereschifflos romanisch schiffige seligenstadter tonnengewölbt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Basilika‹.

Verwendungsbeispiele für ›Basilika‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein schmaler Weg führt an der Rückseite der Basilika entlang. [Kuckart, Judith: Lenas Liebe, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2002, S. 179]
Für uns hat zwar die flachgedeckte Basilika, wenn wir sie nur als solche nehmen, ihre besonderen Wirkungen. [Gudenrath, Eduard: Geist und Gestalt in der Baukunst, Berlin: Oestergaard 1929, S. 64]
Von dieser Zeit an kann man vom Niedergang der Musik an der Basilika sprechen. [Fano, Fabio u. a.: Venedig und venezianische Handschriften. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1966], S. 16250]
Schon lange vor zwölf Uhr füllte sich die Basilika des Museums. [Berliner Tageblatt (Abend-Ausgabe), 05.03.1929]
Tatsächlich ist er nur ein bescheidener Teil der ursprünglichen mittelalterlichen Basilika. [Die Zeit, 05.01.2005, Nr. 01]
Zitationshilfe
„Basilika“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Basilika>.

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