Baskisch, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular 1: Baskisch · Genitiv Singular 2 (selten): Baskischs · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Baskische · Substantiv (Neutrum), nur mit bestimmtem Artikel · Genitiv Singular: Baskischen · wird nur im Singular verwendet
Die Verwendung der beiden möglichen Formen des Wortes richtet sich einerseits nach formalen Kriterien, andererseits tendenziell auch nach der beabsichtigten Bedeutung. Die Form ohne »-e« ist die einzige Möglichkeit, wo sonst starke Formen des Adjektivs gefordert wären (Ich verstehe kein Baskisch). Sie wird gewöhnlich dann verwendet, wenn von verschiedenen Ausprägungen der Sprache die Rede ist (das umgangssprachliche Baskisch, im Baskisch der Eliten) und steht häufiger als Subjekt und Objekt (ohne Artikel: Ich verstehe Baskisch) als in anderen Rollen (der Klang ihres Baskisch(s)). Die Form mit »-e«, die immer mit Artikel steht, kann in allen Fällen verwendet werden, wo schwache Adjektivendungen vorkommen (aus dem Baskischen ins Deutsche übersetzt, der Klang ihres Baskischen). Sie wird gewöhnlich verwendet, wenn die Sprache allgemein gemeint ist (das Baskische ist eine schöne Sprache).
WorttrennungBas-kisch ● Bas-ki-sche
ZDL-Vollartikel, 2020

Bedeutung

im Grenzgebiet zwischen Nordspanien und Südwestfrankreich beheimatete, zur keiner bekannten Sprachfamilie gehörende Sprache   Amts- und teilweise Umgangssprache in den spanischen Provinzen Baskenland und Navarra
Beispiele:
Es gibt heute in Europa keine Sprachen aus der vorindogermanischen Zeit mehr – mit Ausnahme des Baskischen. [Die Welt, 10.12.2016]
In der benachbarten Vinzenzkirche, in der die Messe auf Spanisch wie auf Baskisch gelesen wird, sieht die Nonne himmlische Mächte am Werk: »Unsere Gebete um Frieden haben geholfen.« [Süddeutsche Zeitung, 04.05.2018]
Sie [eine Abgeordnete] kennt den Kampf um die Autonomie einer Minderheit, den Kampf um die eigene Sprache, in ihrem Fall das Baskische, sie weiß um die Abgründe, die sich da auftun können. [Die Zeit, 20.12.2017, Nr. 53]
Kein noch so bedeutender Autor kann in Stockholm in die Kränze kommen, wenn seine Texte ausschliesslich in Suaheli oder Farsi oder Baskisch vorliegen. [Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2017]
Fast alle europäischen Sprachen gehören zur indogermanischen Sprachfamilie – das Ungarische nicht; es bildet die Ausnahme, zusammen mit dem Finnischen (mit dem es entfernt verwandt ist), dem Baskischen und dem Türkischen. [Die Zeit, 14.10.1999, Nr. 42]
Zitationshilfe
„Baskisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Baskisch>, abgerufen am 06.04.2020.

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