Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Becken, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Beckens · Nominativ Plural: Becken
Aussprache 
Worttrennung Be-cken
Wortbildung  mit ›Becken‹ als Erstglied: Beckenboden · Beckenbruch · Beckenendlage · Beckengurt · Beckengürtel · Beckenhaube · Beckenhöhle · Beckenknochen · Beckenkreisen · Beckenmuskel · Beckenorgan · Beckenrand · Beckenregion · Beckenschläger · Beckenverengung · beckenförmig
 ·  mit ›Becken‹ als Letztglied: Abenteuerbecken · Abflussbecken · Abklingbecken · Absetzbecken · Abwaschbecken · Auffangbecken · Aufwaschbecken · Ausgleichbecken · Ausgleichsbecken · Ausgussbecken · Barbierbecken · Belebtschlammbecken · Belebungsbecken · Brunnenbecken · Edelstahlbecken · Einbruchbecken · Einbruchsbecken · Einseifbecken · Einsturzbecken · Firnbecken · Fischbecken · Flussbecken · Gebirgsbecken · Hafenbecken · Haifischbecken · Handbecken · Klobecken · Klosettbecken · Klärbecken · Kohlenbecken · Kunststoffbecken · Kühlbecken · Marmorbecken · Meeresbecken · Messingbecken · Milchbecken · Nichtschwimmerbecken · Nierenbecken · Nährbecken · Oberbecken · Opferbecken · Pinkelbecken · Pissbecken · Planschbecken · Ruderbecken · Rückhaltebecken · Sammelbecken · Schwimmbecken · Schwimmerbecken · Seebecken · Speicherbecken · Sprungbecken · Spülbecken · Staubecken · Steinbecken · Steinkohlebecken · Steinkohlenbecken · Talbecken · Taufbecken · Toilettebecken · Toilettenbecken · Tosbecken · Unterbecken · Vorbecken · Waschbecken · Wasserbecken · Weihwasserbecken · Überlaufbecken
eWDG

Bedeutungen

I.
1.
großes, flaches und breites Gefäß (für Flüssigkeiten)
Beispiele:
ein Becken aus Marmor, Stein, Kunststoff
ein verstopftes Becken
im Waschraum ein Becken anbringen, anschrauben, abmontieren
das Becken mit Wasser füllen
sich [Dativ] im Becken die Hände waschen
das Wasser aus dem Becken ablaufen lassen
dem Kranken ein Becken bringen
Er setzte ein Pfännchen auf ein Becken mit glühender Kohle [ Collodiin: Zehn Jahre114]
bildlich
Beispiel:
Dieses unerschöpfliche Becken [Amerika] … / Nahm alles auf, was hineinfiel [ BrechtGedichte131]
Bassin, eingefasste Wasserfläche
Beispiele:
das runde, rechteckige Becken des Springbrunnens, der Badeanstalt
die Schleuse besteht aus zwei Becken
2.
Geologie (mit Wasser gefüllte) große Mulde der Erdoberfläche
Beispiele:
das Becken eines Sees
das große, weite Becken des Ozeans
das Wasser vieler Flüsse sammelt sich im Thüringer Becken
die verschiedenen Ablagerungsschichten des Pariser Beckens
3.
festgeschlossener Knochenring des unteren Rumpfes
Beispiele:
das männliche, weibliche Becken
die Organe im großen, kleinen Becken
eine Verengung des Beckens
mit dem Becken kreisende Bewegungen ausführen
II.
Musik Schlaginstrument aus zwei tellerförmigen Metallscheiben
Grammatik: meist im Plural
Beispiele:
(auf, an) die Becken schlagen
die Becken klirren, geben einen dröhnenden, langanhaltenden Klang
die Becken im modernen Sinfonieorchester
eines der Becken ist auf der Trommel befestigt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Becken n. ‘großes, flaches und breites Gefäß für Flüssigkeiten’, ahd. beckĩ(n) ‘Becken, (größeres, offenes) Gefäß’ (10. Jh.), mhd. becke(n), asächs. bekkin, mnd. becken, mnl. beckijn sind aus vlat. *baccīnum entlehnt, belegt in spätlat. bacchinon ‘Holzschale’ bei Gregor von Tours (6. Jh.). In den roman. Sprachen ist *baccīnum in frz. bassin ‘Becken’ erhalten, das ins Dt. (s. Bassin) entlehnt wird. Grundwörter der Ableitung *baccīnum sind die beiden zahlreichen galloroman. Formen zugrunde liegenden Nomina vlat. *baccus m., *bacca f. ‘Wassergefäß’ (vgl. spätlat. bacca ‘Sarg’), die wohl kelt. Ursprungs sind. Diese werden ins Nl. und Nd. entlehnt (Frings/M. Germania Romana 2 (1968) 333); vgl. dazu auch seemannssprachliches Back f. ‘Eßschüssel, -tisch, -gemeinschaft, Aufbau am Vordeck’ (s. d.). Auf Grund seiner Form bezeichnet Becken auch das ‘Schlaginstrument aus zwei flachgewölbten Metallscheiben’, die ‘Mulde, Vertiefung in der Erdoberfläche’, die ‘schalenförmig vertieften Hüftknochen mit der Lendenwirbelsäule’ und den ‘eingefaßten, ausgemauerten Wasserbehälter’ (Wasser-, Schwimmbecken).

Thesaurus

Synonymgruppe
Becken · Schale
Musik
Synonymgruppe
Becken · Tamtam
Oberbegriffe
Anatomie
Synonymgruppe
Becken  ●  Pelvis  fachspr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Becken‹ (berechnet)

Boden Freibad Kläranlage Langensee Oberhafen Osthafen Sole-freibad Zürichsee amöneburger auskleiden beheizt fassend flach füllen gefüllt gersauer karibisch kaspisch kreisrund pazifisch rantumer rechteckig reinigen seifener steinern thüringer unbeheizt undicht usinger

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Becken‹.

Verwendungsbeispiele für ›Becken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch das Herausheben aus dem Becken ist dabei leicht erlernbar. [Hoke, Ralph Johann u. Schmith, Otto: Grundlagen und Methodik der Leichtathletik, Leipzig: Barth 1937, S. 47]
Einfache gezeichnete organische Formen erwachten, wenn man mit ihnen interagierte, in einem wassergefüllten Becken zum Leben. [C't, 1994, Nr. 9]
Dicht an dicht lagen die wassergefüllten Becken vor mir, und um keinen Preis der Welt wäre ich jetzt dort baden gegangen. [Die Zeit, 28.10.1999, Nr. 44]
Warum, in aller Welt, sollen wir in diesem Becken herumplanschen? [Die Zeit, 07.03.1997, Nr. 11]
Die Region des Pazifischen Beckens stelle das aufregendste Gebiet wirtschaftlichen Wachstums in der heutigen Welt dar. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1983]]
Zitationshilfe
„Becken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Becken>.

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