Befehlsgewalt, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungBe-fehls-ge-walt
WortzerlegungBefehlGewalt
eWDG, 1967

Bedeutung

Gewalt, Befehle zu geben, Kommando
Beispiel:
über jmdn. die Befehlsgewalt haben

Thesaurus

Synonymgruppe
(das) Kommando (haben) · (die) Leitung (haben) · Befehlsgewalt · ↗Weisungsbefugnis  ●  Anordnungsberechtigung  fachspr., Amtsdeutsch
Assoziationen
  • (das) Recht, Weisungen zu erteilen · ↗Weisungsrecht  ●  ↗Weisungsbefugnis  Hauptform · ↗Direktionsrecht  fachspr.
  • (eine) Führungsposition innehaben · (et)was zu sagen haben · an den Schalthebeln der Macht sitzen · großen Einfluss haben · mächtig sein · nicht irgendwer (sein)  ●  (die) Strippen ziehen  fig. · (die anderen) nach seiner Pfeife tanzen lassen  ugs., fig. · schon wer (sein)  ugs.
  • (die) Kontrolle behalten (über) · (die) Kontrolle haben (über) · den Ton angeben · ↗dominieren · ↗führen · führend sein · ↗kontrollieren · ↗lenken · ↗vorangehen  ●  (den) Takt vorgeben  fig. · das Heft in der Hand haben  fig. · das Heft in der Hand halten  fig. · das Kommando haben  militärisch, auch figurativ · ↗leiten  Hauptform · (der) Chef sein  ugs., fig. · (der) Chef von't Janze sein  ugs., berlinerisch · das Sagen haben  ugs. · die Richtschnur vorgeben  ugs. · die erste Geige spielen  ugs., fig. · sagen, wo es langgeht  ugs. · was zu sagen haben  ugs.
  • Beherrschung · ↗Gewalt · ↗Herrschaft · ↗Macht · ↗Machtausübung · ↗Stärke  ●  ↗Power  ugs., engl.

Typische Verbindungen zu ›Befehlsgewalt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Befehlsgewalt‹.

Verwendungsbeispiele für ›Befehlsgewalt‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der in muslimischen Ländern übliche Titel aber räumt dem Inhaber neben militärischer auch politische Befehlsgewalt ein.
Der Tagesspiegel, 11.11.2002
Ich sträubte mich, aber die unsichtbare Hand ließ mich ihre Befehlsgewalt mit sanftem Druck spüren.
Die Zeit, 28.04.1949, Nr. 17
Sie hatten keine Befehlsgewalt und hatten mit uns nichts zu tun.
o. A.: Einhundertsechsundneunzigster Tag. Dienstag, 6. August 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 25913
Denen, die keine Befehlsgewalt haben, soll es ebenso schlecht gehen wie dem Volk.
Horkheimer, Max u. Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung, Amsterdam: Querido 1947 [1944], S. 193
Nicht jede Behörde hat in gleichem Sinne »Befehlsgewalten«; aber diese Scheidung interessiert hier nicht.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 117
Zitationshilfe
„Befehlsgewalt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Befehlsgewalt>, abgerufen am 30.03.2020.

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