Beffchen, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Beffchens · Nominativ Plural: Beffchen
Aussprache [ˈbɛfçən]
WorttrennungBeff-chen
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

zwei (in Falten gelegte) weiße, eckige Leinenstreifen am Halsausschnitt von Amtstrachten, besonders am Talar des evangelischen Geistlichen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beffchen n. Halskragen mit zwei rechteckigen Stoffstücken an der Halsöffnung an Amtstrachten, heute besonders der protestantischen Geistlichen (18. Jh.), Deminutivum zu Beffe f., Plur. Beffen (Anfang 17. Jh.), Übernahme von mnd. beffe f. ‘Chorkappe und Chorrock des Predigers’ (Anfang 15. Jh.); vgl. auch mnl. beffe, nl. bef. Wohl aus afrz. bif(f)e ‘gestreifter Stoff’, mlat. biffa Bezeichnung einer Stoffart.

Typische Verbindungen zu ›Beffchen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beffchen‹.

Verwendungsbeispiele für ›Beffchen‹

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So kam es zu den roten Roben mit den weißen Beffchen.
Die Zeit, 02.10.1995, Nr. 40
Beffchen sollten nicht unter einem Bedarf von 20 Mark bestellt werden.
Die Zeit, 10.10.1975, Nr. 42
Sein Bild stand auf ihrem Nachtschränkchen, ein streng blickender Mann mit Beffchen.
Kant, Hermann: Die Aula, Berlin: Rütten & Loening 1965, S. 37
Eine Leselampe beleuchtet das weiße Beffchen auf seinem schwarzen Talar.
Die Welt, 13.12.2003
Die normale lutherische Amtskleidung bei Gottesdiensten bleibe aber auch nach der Reform der schwarze Talar mit Beffchen, hieß es.
Süddeutsche Zeitung, 28.08.1996
Zitationshilfe
„Beffchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beffchen>, abgerufen am 09.04.2020.

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