Befund, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Befund(e)s · Nominativ Plural: Befunde
Aussprache
WorttrennungBe-fund (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Befund‹ als Erstglied: ↗Befundbericht  ·  mit ›Befund‹ als Letztglied: ↗Gesundheitsbefund · ↗Ortsbefund · ↗Prüfungsbefund · ↗Röntgenbefund
eWDG, 1967

Bedeutung

Ergebnis einer Untersuchung
Beispiele:
den Befund aufnehmen, ausstellen
der Befund zeigt, besagt, hat ergeben, dass zu viel(e) weiße Blutkörper vorhanden sind
der Befund fällt positiv, negativ aus
Medizinohne Befund (= ohne positives Ergebnis)
ein amtlicher Befund
einer wissenschaftlichen Arbeit den geschichtlichen Befund zugrunde legen
wie sind die Befunde?
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

befinden · Befund · befindlich
befinden Vb. ‘beurteilen, erkennen’, reflexiv ‘vorhanden sein, dasein’. Das Präfixverb zu ↗finden (s. d.) wird wie das Simplex schon früh für den Vorgang der geistigen Wahrnehmung gebraucht, so bereits ahd. bifindan (8. Jh.), mhd. bevinden ‘finden, erfahren, kennenlernen’, seit frühnhd. Zeit auch ‘bemerken, feststellen’. Reflexives sich befinden ‘sich in einem Zustand erkennen’ entwickelt um 1600 den lokalen Sinn ‘sich an einem Ort bemerken, anwesend sein’. Befund m. ‘Wahrnehmung, Feststellung’ (17. Jh.); befindlich Adj. ‘anwesend, vorhanden’ (17. Jh.); die ältere Bedeutung ‘empfindend, spürbar, wahrnehmbar’, die schon dem mhd. bevindelich zukommt, verliert sich im 18. Jh.

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
Krankheitserkennung · ↗Untersuchungsergebnis  ●  Befund  fachspr. · ↗Diagnose  fachspr.
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Befund · ↗Ergebnis · ↗Feststellung · ↗Resultat

Typische Verbindungen zu ›Befund‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

A-Probe alarmierend archäologisch auffällig bestätigen beunruhigend demoskopisch deprimierend eindeutig empirisch erhoben erhärten ernüchternd erschreckend experimentell klinisch krankhaft lauten medizinisch negativ niederschmetternd objektiv paradox pathologisch positiv soziologisch stützen widersprüchlich ärztlich überraschend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Befund‹.

Verwendungsbeispiele für ›Befund‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der Befund, Pop sei langweilig geworden, ist jedoch nicht neu.
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2004
Von 124 Ärzten, die sich der Prüfung stellten, lagen elf mit ihrem Befund so falsch, dass sie diese Leistung künftig nicht mehr abrechnen dürfen.
Der Tagesspiegel, 31.10.2003
Weit weniger eindeutig sind allerdings die bisherigen wissenschaftlichen Befunde zu den affektiven Wirkungen der Musik.
Langner, Ralph: Musikpsychologie. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 24475
Nach dem handschriftlichen Befund ist diese Stelle hier falsch eingeordnet.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 21638
Aber der objektive Befund stimmt damit, wie L. feststellt, nicht überein.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 323
Zitationshilfe
„Befund“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Befund>, abgerufen am 26.02.2020.

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