Begängnis, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Begängnisses · Nominativ Plural: Begängnisse
Aussprache
WorttrennungBe-gäng-nis
Wortzerlegungbegehen-nis
Wortbildung mit ›Begängnis‹ als Letztglied: ↗Leichenbegängnis

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben] Beerdigung, Bestattung
  2. 2. [landschaftlich, umgangssprachlich] Betrieb, Verkehr
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben Beerdigung, Bestattung
Beispiel:
den zuständigen Stadtpfarrer ... zur Übernahme des Begängnisses zu bestimmen [Th. MannKrull8,327]
2.
landschaftlich, umgangssprachlich Betrieb, Verkehr
Beispiel:
auf den Straßen der Innenstadt war ein großes Begängnis

Verwendungsbeispiele für ›Begängnis‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An fast allen Orten des Landes waren und werden zusammen etwa 800 Veranstaltungen jedweder Art irgendwie auf das landesweite Begängnis bezogen.
Süddeutsche Zeitung, 15.09.1995
Man erwies ihm Ehren, steckte Fahnen hinaus, man schrieb, man las und Hunderttausende drängten sich zu seinem Begängnis.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 05.03.1925
Viele Migranten sind jedoch dem Alkohol abhold und hätten daher bei diesen Begängnissen keine Funktion.
Die Zeit, 22.08.2011, Nr. 34
Der Bayreuther Historiker Bernd Buchner schildert die heftigen Auseinandersetzungen um Flaggen und Hymnen, Orte und Begängnisse.
Der Tagesspiegel, 30.09.2001
Das ist das "WIEDER", der nationale Sinn deutscher Begängnisse zum Kriegsende.
o. A.: "WIR SIND WIEDER WER!" DIE TRAURIGE WAHRHEIT DER NATIONALEN FESTWOCHEN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]
Zitationshilfe
„Begängnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beg%C3%A4ngnis>, abgerufen am 07.04.2020.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
begangen
begaffen
Begabungswandel
Begabungsuntersuchung
Begabungstest
Begarde
begasen
begatten
Begatterich
Begattung