Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Begängnis, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Begängnisses · Nominativ Plural: Begängnisse
Aussprache 
Worttrennung Be-gäng-nis
Wortzerlegung begehen -nis
Wortbildung  mit ›Begängnis‹ als Letztglied: Leichenbegängnis

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben] Beerdigung, Bestattung
  2. 2. [landschaftlich, umgangssprachlich] Betrieb, Verkehr
eWDG

Bedeutungen

1.
gehoben Beerdigung, Bestattung
Beispiel:
den zuständigen Stadtpfarrer … zur Übernahme des Begängnisses zu bestimmen [ Th. MannKrull8,327]
2.
landschaftlich, umgangssprachlich Betrieb, Verkehr
Beispiel:
auf den Straßen der Innenstadt war ein großes Begängnis

Verwendungsbeispiele für ›Begängnis‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man erwies ihm Ehren, steckte Fahnen hinaus, man schrieb, man las und Hunderttausende drängten sich zu seinem Begängnis. [Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 05.03.1925]
An fast allen Orten des Landes waren und werden zusammen etwa 800 Veranstaltungen jedweder Art irgendwie auf das landesweite Begängnis bezogen. [Süddeutsche Zeitung, 15.09.1995]
Viele Migranten sind jedoch dem Alkohol abhold und hätten daher bei diesen Begängnissen keine Funktion. [Die Zeit, 22.08.2011, Nr. 34]
Der Bayreuther Historiker Bernd Buchner schildert die heftigen Auseinandersetzungen um Flaggen und Hymnen, Orte und Begängnisse. [Der Tagesspiegel, 30.09.2001]
Das ist das "WIEDER ", der nationale Sinn deutscher Begängnisse zum Kriegsende. [o. A.: "WIR SIND WIEDER WER!" DIE TRAURIGE WAHRHEIT DER NATIONALEN FESTWOCHEN. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]]
Zitationshilfe
„Begängnis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beg%C3%A4ngnis>.

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