Begriff, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Begriff(e)s · Nominativ Plural: Begriffe
Aussprache
WorttrennungBe-griff (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Begriff‹ als Erstglied: ↗Begriffsabgrenzung · ↗Begriffsanalyse · ↗Begriffsbestimmung · ↗Begriffsbildung · ↗Begriffsinhalt · ↗Begriffslogik · ↗Begriffspaar · ↗Begriffsschema · ↗Begriffsschrift · ↗Begriffsvermögen · ↗Begriffsverwechslung · ↗Begriffsverwendung · ↗Begriffsverwirrung · ↗begriffsmäßig · ↗begriffsstutzig
 ·  mit ›Begriff‹ als Letztglied: ↗Allgemeinbegriff · ↗Arbeitsbegriff · ↗Beziehungsbegriff · ↗Bildungsbegriff · ↗Demokratiebegriff · ↗Diskursbegriff · ↗Doppelbegriff · ↗Ehrbegriff · ↗Eigentumsbegriff · ↗Elementarbegriff · ↗Entwicklungsbegriff · ↗Epochenbegriff · ↗Erfahrungsbegriff · ↗Erkenntnisbegriff · ↗Fachbegriff · ↗Formbegriff · ↗Fortschrittsbegriff · ↗Friedensbegriff · ↗Funktionsbegriff · ↗Gattungsbegriff · ↗Gegenbegriff · ↗Gerechtigkeitsbegriff · ↗Geschichtsbegriff · ↗Gesellschaftsbegriff · ↗Gesetzesbegriff · ↗Gewaltbegriff · ↗Gottesbegriff · ↗Grundbegriff · ↗Gummibegriff · ↗Handlungsbegriff · ↗Hauptbegriff · ↗Heimatbegriff · ↗Identitätsbegriff · ↗Ideologiebegriff · ↗Inbegriff · ↗Informationsbegriff · ↗Kampfbegriff · ↗Kernbegriff · ↗Kirchenbegriff · ↗Klassenbegriff · ↗Kommunikationsbegriff · ↗Kompetenzbegriff · ↗Kostenbegriff · ↗Krankheitsbegriff · ↗Kulturbegriff · ↗Kunstbegriff · ↗Lebensbegriff · ↗Leistungsbegriff · ↗Leitbegriff · ↗Literaturbegriff · ↗Machtbegriff · ↗Medienbegriff · ↗Nationenbegriff · ↗Nationsbegriff · ↗Naturbegriff · ↗Oberbegriff · ↗Ordnungsbegriff · ↗Personbegriff · ↗Pflichtbegriff · ↗Politikbegriff · ↗Qualitätsbegriff · ↗Rationalitätsbegriff · ↗Raumbegriff · ↗Rechtsbegriff · ↗Reflexionsbegriff · ↗Religionsbegriff · ↗Revolutionsbegriff · ↗Risikobegriff · ↗Schlüsselbegriff · ↗Seinsbegriff · ↗Sicherheitsbegriff · ↗Sinnbegriff · ↗Souveränitätsbegriff · ↗Sprachbegriff · ↗Staatsbegriff · ↗Stilbegriff · ↗Strukturbegriff · ↗Subjektbegriff · ↗Substanzbegriff · ↗Suchbegriff · ↗Symbolbegriff · ↗Systembegriff · ↗Teilbegriff · ↗Textbegriff · ↗Unterbegriff · ↗Verfassungsbegriff · ↗Vernunftbegriff · ↗Verstandesbegriff · ↗Volksbegriff · ↗Weltbegriff · ↗Werkbegriff · ↗Wertbegriff · ↗Wesensbegriff · ↗Wirklichkeitsbegriff · ↗Wissensbegriff · ↗Wissenschaftsbegriff · ↗Zahlbegriff · ↗Zeichenbegriff · ↗Zeitbegriff · ↗Zentralbegriff · ↗Zweckbegriff · ↗Überbegriff
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
wesentliche Merkmale einer Sache oder einer Gruppe von Erscheinungen, die zu einer gedanklichen Einheit zusammengefasst sind
Beispiele:
der Begriff der Pflicht, Ehre
ein klarer, fester, bestimmter, allgemeiner, relativer, abstrakter, weiter, enger, vager, leerer, schillernder, dehnbarer Begriff
verwandte Begriffe
ein ästhetischer, physikalischer, philosophischer Begriff
einen Begriff bilden, definieren, umgrenzen, abgrenzen
etw. in Begriffe kleiden, fassen
in neuen Begriffen denken
zwei Begriffe miteinander verwechseln, vermengen
die Verwässerung eines Begriffes
die Verwirrung der Begriffe
sein Name, Werk war mir ein Begriff
Buna ist in aller Welt ein Begriff (= ist bekannt)
2.
a)
Vorstellung
Beispiele:
das ist für menschliche Begriffe unmöglich
das gibt einen ungefähren Begriff davon
alle Begriffe von Anstand in Frage stellen
einen Begriff mit etw. verbinden
ich kann mir keinen (rechten) Begriff davon machen
über alle Begriffe schön
etw. übersteigt alle Begriffe
umgangssprachlich das geht über meine Begriffe
Ich hatte einen dunklen Begriff (= eine dunkle Ahnung) davon, daß ihr ein Unglück widerfahren ... sei [HeyseIII 3,302]
b)
Auffassung, Meinung
Beispiele:
einen hohen Begriff von etw. haben
jmdm. einen besseren Begriff von etw. beizubringen suchen
du hast einen sonderbaren Begriff von der Sache
falsche Begriffe von etw. haben
3.
umgangssprachlich schwer, langsam von Begriff seinschwer, langsam auffassen
Beispiel:
sie war schnell von Begriff
4.
im Begriff sein, stehenetw. tun wollen, gerade anfangen, etw. zu tun
Beispiele:
er ist im Begriff abzureisen, aufzubrechen, fortzugehen, etw. zu sagen
ich war eben im Begriff, an dich zu schreiben, als dein Brief ankam
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

begreifen · Begriff · begreiflich · begrifflich · begriffsstutzig
begreifen Vb. ‘verstehen, geistig voll erfassen, umfassen, einschließen’. Ahd. bigrīfan (8. Jh.), mhd. begrīfen, mnd. begrīpen, nl. begrijpen bedeuten ursprünglich ‘ergreifen, betasten’, auch ‘umfassen, enthalten’ (zur Herkunft s. ↗greifen). Schon in ahd. Zeit, wo es lat. comprehendere ‘begreifen’ übersetzt, später vor allem bei den Mystikern, erfährt das Wort eine Bedeutungserweiterung, indem körperliches ‘Greifen, Fassen’ auf geistige Aneignung, ‘mit dem Verstande erfassen, verstehen’, ausgedehnt wird. Begriff m. mhd. begrif ist zu begreifen im Sinne von ‘umfassen, enthalten’ gebildet und bedeutet ‘Umfang, Bezirk, Umfang und Inhalt einer Vorstellung’, ferner ‘Zusammenfassung, kurzer Auszug’. Begriff kommt durch die philosophischen Aufklärer Wolff und Thomasius allgemein in Gebrauch; Begriff und Vorstellung werden in der philosophischen Terminologie bald gegeneinander abgegrenzt, so daß Begriff die heute vorherrschende Bedeutung ‘wesentliche Merkmale einer Sache oder einer Gruppe von Erscheinungen, die zu einer gedanklichen Einheit zusammengefaßt sind’ erhält. begreiflich Adj. ‘verständlich’ ist aus mhd. begrīflich ‘faßbar, leicht fassend, begreifend’ hervorgegangen, während begrifflich Adj. vom Substantiv abgeleitet, ‘einen Begriff, eine gedankliche Einheit betreffend’ bedeutet (17. Jh.). begriffsstutzig Adj. ‘schwerfällig im Begreifen, schwer von Begriff, verdutzt’ (Mitte 19. Jh.), s. ↗stutzen; anfangs oft mit Umlaut begriffsstützig.

Thesaurus

Synonymgruppe
Anschauung · ↗Auffassung · ↗Ausdruck · Begriff · ↗Denkweise · ↗Idee · ↗Vorstellung
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Begriff · ↗Name  ●  ↗Bezeichnung  Hauptform · (das richtige) Wort für  ugs. · ↗Bezeichner (Linguistik)  fachspr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Handelsbezeichnung · ↗Handelsname
  • Flurname · Riedname
  • Regimentschef  ●  Regimentsinhaber  bair., österr.
  • Titel · ↗Werkbezeichnung · Werkname · ↗Werktitel
  • Gattungsbegriff · ↗Gattungsbezeichnung · ↗Gattungsname  ●  ↗Appellativ  fachspr. · ↗Appellativum  fachspr., lat.
  • Kollektivum · ↗Sammelbegriff · ↗Sammelbezeichnung · ↗Sammelname
  • Stoffbezeichnung · ↗Stoffname · Substanzausdruck  ●  Kontinuativum  fachspr., lat. · Massenomen  fachspr.
  • alltagssprachliche Bezeichnung · regional gebräuchlicher Name · regionale Bezeichung · umgangssprachliche Bezeichnung  ●  Nomen triviale  fachspr., biologisch, lat. · ↗Trivialname  fachspr., Hauptform · Vernakularname  fachspr., biologisch
  • fachlich korrekte Bezeichnung · fachsprachliche Bezeichnung · wissenschaftliche Bezeichnung · wissenschaftlicher Name
  • ausgedachter Name · erfundener Name · künstlicher Name  ●  Kunstname  Hauptform · Büchername  fachspr., Hauptform
  • Straßenname  ●  Dromonym  griechisch · Hodonym  griechisch
  • Landschaftsname · Raumname  ●  Choronym  griechisch
  • Himmelskörpername · ↗Sternname  ●  Astronym  griechisch
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Definition Freiheit Gerechtigkeit Leitkultur Nation Verwendung abstrakt allgemein auftauchen benutzen beschreiben bezeichnen definieren dehnbar einführen englisch ersetzen fassen gebrauchen geprägt prägen stammen umschreiben verbergen verbinden verstehen verwenden verwendet zentral zusammenfassen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Begriff‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Entscheidend für sein kompositorisches Denken ist der Begriff der Zeit.
o. A.: Z. In: Brockhaus-Riemann-Musiklexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1989], S. 16196
Der Begriff ist so schillernd wie die Politik, die mit ihm gemacht wird.
konkret, 1989
Bei näherer Untersuchung bleibt aber der Gehalt dieses Begriffes völlig unbestimmt.
o. A.: Lexikon der Kunst - A. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1987], S. 227
Das hier anstehende Problem ist nun aber weniger das einer exakten Definition, als vielmehr das des Begriffes selbst.
Pilz, Gunter A.: Gewalt. In: Asanger, Roland u. Wenninger, Gerd (Hgg.) Handwörterbuch Psychologie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1980], S. 6340
Hierfür ist der herkömmliche Begriff, völkerrechtlich eine zu starre, nicht verwendbare Bezeichnung.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1969]
Zitationshilfe
„Begriff“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Begriff>, abgerufen am 16.11.2018.

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