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Behäbigkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Be-hä-big-keit
Wortzerlegung behäbig -keit
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

behäbig · behaben · Behäbigkeit
behäbig Adj. ‘stattlich, wohlbeleibt und phlegmatisch, geruhsam, ruhige Behaglichkeit liebend’ (Anfang 19. Jh.), zuvor ‘wohlhabend’ (Goethe; so noch schweiz.), ‘bewahrend, festhaltend’ (15. Jh.), abgeleitet von (heute nicht mehr gebräuchlichem) behaben Vb. ‘be-, fest-, ent-, zurückhalten, gewähren’, ahd. bihabēn (8. Jh.), mhd. behaben. Zur Herleitung s. haben. Vgl. auch von Habe ‘Besitz’ (s. d.) abgeleitetes nhd. (älter) habig, häbig ‘habend, besitzend, wohlhabend, sparsam’, mhd. habec, hebec. Die Entwicklung zu ‘geruhsam’ vollzieht sich zuerst beim Substantiv Behäbigkeit f. ‘Behaglichkeit, Geruhsamkeit’ (Goethe, Anfang 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
  • Schwerfälligkeit · Schwunglosigkeit · Trägheit · mangelnder Elan  ●  Lahmarschigkeit  derb · Transusigkeit  ugs.
  • (nur) millimeterweise · im Schritttempo · in Zeitlupe · quälend langsam · schleichend · schleppend  ●  im Schneckentempo  übertreibend · im Zeitlupentempo  übertreibend · sehr langsam  Hauptform · (etwas) kommt so langsam wie beim Ochsen die Milch  ugs., scherzhaft · im Schleichtempo  ugs. · im Schnarchgang  ugs., fig., negativ
  • Bummelei · Herumtrödeln · Trödelei  ●  Trödeln  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›Behäbigkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Behäbigkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Behäbigkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sein Gang bekommt durch die zu großen Schuhe eine ungewohnte Behäbigkeit. [Ossowski, Leonie: Die große Flatter, Weinheim: Beltz & Gelberg 1986 [1977], S. 91]
In den Bergen Österreichs zahlte sich endlich seine Behäbigkeit aus. [Die Zeit, 25.01.2010, Nr. 04]
Er strahlt skeptische Behäbigkeit aus, die man wohl väterlich nennen muß. [Die Zeit, 14.03.1980, Nr. 12]
Doch genau diese Haltung ist für die Behäbigkeit vieler Konzerte verantwortlich. [Süddeutsche Zeitung, 23.10.1998]
Auch seine bedächtige, bisweilen monotone Art des Sprechens deutet eher auf mecklenburgische Behäbigkeit hin. [Die Welt, 14.01.2002]
Zitationshilfe
„Behäbigkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beh%C3%A4bigkeit>.

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