Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Beharrlichkeit, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beharrlichkeit · Nominativ Plural: Beharrlichkeiten · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Be-harr-lich-keit
Wortzerlegung beharrlich -keit
eWDG

Bedeutung

Standhaftigkeit, Ausdauer
Beispiele:
Beharrlichkeit führt zum Ziel
mit Beharrlichkeit auf etw. bestehen
mit großer, zäher, fester, eiserner Beharrlichkeit etw. verschweigen, an etw. festhalten
etw. mit unerschütterlicher, unverbrüchlicher Beharrlichkeit behaupten
durch Kraft und Beharrlichkeit etw. erreichen
der Bräutigam erlangte mit männlicher Beharrlichkeit die Ermächtigung zum Ankaufe einer Villa [ Th. MannBuddenbrooks1,164]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

harren · ausharren · beharren · beharrlich · Beharrlichkeit · Beharrungsvermögen · verharren
harren Vb. ‘sehnsüchtig, geduldig warten’. Die Herkunft des erst im Mhd. auftretenden Verbs (mhd. harren) ist nicht geklärt. Größere Verbreitung erfährt es in frühnhd. Zeit vom omd. Raum aus, besonders durch Luther. Heute vornehmlich in Präfixbildungen: ausharren Vb. ‘aushalten, geduldig warten’ (15. Jh.). beharren Vb. ‘zäh festhalten, standhaft sein, nicht nachgeben’, mhd. beharren; beharrlich Adj. ‘zäh, standhaft, hartnäckig’ (15. Jh.); Beharrlichkeit f. (17. Jh.; um 1500 Beharrlicheit); Beharrungsvermögen n. ‘Fähigkeit, fest an einer Stelle, einem Fleck zu bleiben’ (Ende 18. Jh.), in der Physik ‘Trägheit’ (Mitte 19. Jh.). verharren Vb. ‘zäh festhalten, aushalten’, spätmhd. verharren.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausdauer · Beharrlichkeit · Geduld
Synonymgruppe
Beharrlichkeit · Standhaftigkeit · Unentwegtheit
Synonymgruppe
Ausdauer · Beharrlichkeit · Durchhaltevermögen · Hartnäckigkeit · Zähigkeit  ●  langer Atem  fig. · Bestandskraft  geh. · dicke Bretter bohren können  ugs., fig.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Beharrlichkeit‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Beharrlichkeit‹.

Verwendungsbeispiele für ›Beharrlichkeit‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Herz hat mitentschieden damals, und nun ist Beharrlichkeit gefragt. [Süddeutsche Zeitung, 08.12.2004]
Seine Ideen sind klar, und er vertritt sie mit Beharrlichkeit. [Die Zeit, 10.04.1964, Nr. 15]
Heute wundere ich mich über meine Unverschämtheit, meine Beharrlichkeit ihm gegenüber. [Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 7]
Geschmeidig und gewandt, aber von eiserner Beharrlichkeit, war Fleury fest entschlossen, die jansenistische Opposition zu schwächen. [o. A.: Die Kirche im Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1970], S. 5130]
Geduld ist nicht Duldsamkeit, sondern Beharrlichkeit und Konsequenz in der erzieherischen Forderung plus Verständnis für die Schwierigkeiten des Kindes. [Ichenhäuser, Ernst Z.: Erziehung zum guten Benehmen, Berlin: Volk u. Wissen 1983, S. 53]
Zitationshilfe
„Beharrlichkeit“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beharrlichkeit>.

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