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Beisasse

Worttrennung Bei-sas-se
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert   Einwohner ohne oder mit geringerem Bürgerrecht, Häusler
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beisasse m. ‘Bürger ohne Bürgerrecht, Schutzbürger’, frühnhd. byseße (14. Jh.); zur Bildungsweise s. Insasse.

Verwendungsbeispiele für ›Beisasse‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu Beginn gleich reduzieren Bischoff und seine Ausstatterin Uta Kala das Femegericht mit seinen vermummten Richtern, Beisassen und Häschern auf einen psychischen Vorgang. [Süddeutsche Zeitung, 20.05.1998]
Andere Gelehrte meinen, das 1193 erstmals urkundlich erwähnte "Sassenhusen" heiße so, weil dort "Beisassen", Einwohner ohne die Bürgerrechte der freien Reichsstadt, siedelten. [Der Tagesspiegel, 20.08.1999]
Die Väter, die aus der Wüste kommen, sind »Fremdlinge«; nur als »Beisassen« (Metoiken) dürfen sie in der Nähe der Stammbevölkerung ihre Zelte aufschlagen. [Kraus, Hans-Joachim: Israel. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 22118]
Sie sind Beisassen (gêr), die als Klienten unter dem Schutz des Stammes stehen wie die Fremden, z.B. flüchtige Totschläger, die bei ihm Zuflucht gefunden haben. [Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 10030]
Zitationshilfe
„Beisasse“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beisasse>.

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