Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Beischläferin, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Beischläferin · Nominativ Plural: Beischläferinnen
Aussprache [ˈbaɪ̯ʃlɛːfəʀɪn]
Worttrennung Bei-schlä-fe-rin
Wortzerlegung Beischläfer -in1
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

leicht abwertend weibliche Person, die Geschlechtsverkehr hat oder gehabt hat; Sexualpartnerin
Beispiele:
Diese sexuelle Ausbeutung schien sich so großer Verbreitung und Etablierung zu erfreuen, dass man ihr, zugunsten der Männer, einen eigenen Rechtstatus zuwies – Kebsverhältnis (Kebse – Beischläferin) nannte man dies. [Columban der Jüngere, 16.07.2019, aufgerufen am 31.08.2020]
Silvio Berlusconi, der Napoleon der italienischen Neuzeit – zu klein geraten – muss er dieses Defizit anderweitig wett machen und eines muss man ihm lassen, zumindest finanziell gelang es ihm und seine Beischläferin Ruby war nun auch nicht so hässlich. [Peerlusconi und die Clown-Affäre, 28.02.2013, aufgerufen am 01.09.2020]
Louise de La Vallière, Marquise de Montespan, Marquise de Maintenon, sie waren stille und diskrete Beischläferinnen ihres Königs und dabei Machtfaktoren im höfischen Fluss der Gerüchte und Informationen. [Der Spiegel, 21.01.2008]
Nebenfrau des hochgeborenen Herrn Ma, seine bloße Beischläferin, Konkubine sozusagen, aus einem Freudenhause aufgelesen, die Gattin ersten Ranges bin ich. [Klabund: Der Kreidekreis. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 111644]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Beischläferin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beischl%C3%A4ferin>.

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